Dekadenz

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Version vom 24. März 2018, 08:40 Uhr von Admin (Diskussion | Beiträge) (Äußerungen im antifeministischen Narrativ Dekadenz)
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Diskursatlas Antifeminismus
Diskursthema:
Bevölkerung Sexualität
Narrativ:
Dekadenz

Der Ausdruck Dekadenz findet u.a. als antifeministisches Narrativ Anwendung in den Diskursthemen Bevölkerung und Sexualität.

Geschichte und Bedeutung des anifeministischen Narrativs Dekadenz

Der Ausdruck Dekadenz leitet sich aus dem lateinischen 'cadere' ab, was soviel heißt wie 'fallen' oder 'sinken'. Im antifeministischen Kontext wird der Ausdruck Dekadenz oftmals synonym verwendet mit den Ausdrücken Degeneration, Verfall, Entartung und Auflösung und bezieht sich auf Nation / Volk / Staat in denen eine "kräftige Männlichkeit" den Gegenpol zur Dekadenz bildet. Diese Gegenpole von männlichem Aufstieg und weiblichem Niedergang finden sich auch im Narrativ vom Niedergang der Nation und zeigten sich explizit bereits in der geschichtsphilosophischen Zyklentheorie bei Niccolò Machiavelli.

Machiavelli: Herkules versus Fortuna

Wolfgang Kersting kennzeichnet die Zyklentheorie Machiavellis vom Anfang des 16. Jahrunderts als eine Drehscheibe ohne geschichtliche Entwicklung, in der virtù als männliches Prinzip für den Aufstieg, fortuna als weibliches Prinzip für den Niedergang, die Dekadenz, stehe:

"Wie wir noch sehen werden, versteht Machiavelli den Kreislauf auch als immerwährenden Zweikampf zwischen einer von ihm als virtù bezeichneten Form politischer Tüchtigkeit und fortuna, der Göttin des Zufalls. Die Niedergangsphase ist eine Phase des kontinuierlichen virtù-Zerfalls und der beständigen Machtzunahme der fortuna. Im tiefsten Punkt des Zyklus herrscht fortuna allein; Fortuna ist eine Krisengöttin. […] In der Aufstiegsphase hingegen wächst wieder der Einfluß der virtù: Erst ist da nur die außergewöhnliche Tüchtigkeit des einsamen uomo virtuoso, des politischen Gründungsheros und Ordnungsstifters, der dem Chaos ein Gesetz aufzuzwingen weiß; dann entsteht auf dem Wege einer zunehmenden politischen Erziehung der Menschen und einer institutionellen Festigung des Gemeinwesens eine bürgerliche virtù, ein das gesamte öffentliche Leben durchdringendes politisches Ethos.“[1]

Im 25. Kapitel seines berüchtigten Buches Il Principe schreibt Machiavelli, dass er es für besser halte, "stürmisch als besonnen zu sein; denn Fortuna ist ein Weib, und es ist notwendig, wenn man sie niederhalten will, sie zu schlagen und zu stoßen. Man sieht auch, daß sie sich von denen, die so verfahren, eher besiegen läßt als von jenen, die mit kühlem Kopf vorgehen; daher ist sie als Weib stets den Jünglingen zugetan, weil diese weniger besonnen und stürmischer sind und ihr mit größerer Kühnheit befehlen."[2]

Machiavelli sieht das männliche Prinzip virtù (vir = Mann) des Aufstiegs repräsentiert durch Herkules, dass weibliche Prinzip des Niedergangs, also der Dekadenz, durch die Schicksalsgöttin Fortuna, die beim Schopfe gepackt und geprügelt werden müsse.

Degeneration und Dekadenz

In seiner Untersuchung „Das Bild des Mannes: zur Konstruktion der modernen Männlichkeit“ von 1997 betrachtet Georges L. Mosse das Narrativ Dekadenz in einem Zusammenhang mit dem Antifeminismus. In dem Buch zeichnet er vor allem in den beiden Kapitel „Der Anti-Typ“ und „Maskulinität in der Krise: die Dekadenz“ diesen Zusammenhang nach.

Nach Mosse setzte sich ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die herrschende Männlichkeit von „Counter-Typen“ ab, die als "degeneriert" bezeichnet wurden: „Zigeuner, Landstreicher und die Juden … Verbrecher, Geisteskranke und die sogenannten Perversen müssen dieser Liste hinzugefügt werden.“[3]

Dekadenz war zunächst ein kulturhistorischer Begriff, der moralisch eingesetzt wurde. Er vermischte sich aber zusehends mit dem Begriff der Degeneration, wie er von Ärzten definiert wurden. Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden beide Begriffe gleichgesetzt und es waren Mediziner, denen die Definitionsmacht über Dekadenz/Degeneration zugesprochen wurde.

»Die Mediziner bedienten sich ihrer gesammelten ärztlichen Autorität, um ein moralisches und körperliches Stereotyp der Außenseiter zu erschaffen, seien es die sogenannten minderwertigen Rassen, seien es emanzipierte Frauen, Juden oder Homosexuelle. Dass die Maskulinität in irgendeiner Weise befleckt wurde, galt als Symptom für die Krankheit oder gar Auflösung der Gesellschaft« (Mosse 1997: 80)

Degeneration ist nicht einfach nur ein moralischer Begriff, der mit dem antiken Rom in Zusammenhang gebracht wurde, sondern er wurde wesentlich medizinisch gefasst. In diesen Kontext gehören weitere moderne Krankheitsbilder: „Hysterie“ wurde als weibliches Wesensmerkmal erfunden, mit den Hauptmerkmalen der „Instabilität und ruckartigen Bewegungen“. „Verweiblichung“ galt als etwas Schreckliches. „Nervösität“ war plötzlich eine medizinische Erklärungsursache.

Kriegstümelei vs. Décadentes

Gleichzeitig gab es eine europaweite Gegenbewegung, die für sich das Etikett décadente annahmen. Schwule und Lesben traten öffentlich und selbstbewusst auf; auch die künstlerische Avantgarde (Expressionismus) um die Jahrhundertwende sympathisierte mit der Dekadenz. Ein bekannter Vertreter diese Avantgarde war Oscar Wilde. Mosse schreibt: „Die Außenseiter verbünden sich miteinander“. Zusätzlich – zum Entsetzen einiger Männer – entwickelte sich die erste Frauenbewegung.

Um so bedrohter fühlten sich bestimmte Männer in ihrer Dominanz. Christlichen Vereine mit evangelischen Kirchenmännern und Schullehrern an der Spitze schossen aus dem Boden. Der „dekadenten Antriebsschwäche“ wurde Nietzsche („Was ist gut? – alles, was den Willen zur Macht, die Macht im Manne selbst stärkt.“) entgegengesetzt (Mosse 1997: 135). „Was nicht tötet, härtet ab und Jungen weinen nicht“. Einher ging dieses Konzept mit dem antisemitischen Arbeitsmythos: „Kraft durch Arbeit; ehrliche Arbeit hat noch niemanden geschadet; schaffendes Kapital – raffendes Kapital; Arbeit macht frei…“

Spätestens mit dem ersten Weltkrieg fand die „Dekadenz“ als gesellschaftliche Bewegung ihr vorläufiges Ende: „Welche Gegenstimmen auch zu vernehmen waren, sie wurden in den Augusttagen des Jahres 1914 vom Kriegsgetöse übertönt.“ (Mosse 1997: 143) Der Krieg wurde als Heilmittel gegen die Dekadenz betrachtet und gefeiert. Geheilt wurde hier niemand. Und für die Kriegstraumata hatte diese Gesellschaft noch nicht einmal einen Begriff: was nicht tötet, härtet eben ab.

Verleugnung von Verletzbarkeit ist ein zentrales Element bei der Herstellung der soldatischen Männlichkeit. Bis in die späten 1960er hinein war es in Deutschland nicht möglich, Verletzungen zu benennen. Selbst KZ-Überlebenden wurde in der Regel von Ärzten keine Traumatisierung zugestanden, sondern eine schwache Konstitution unterstellt oder gar eine „Rentenneurose“.

Äußerungen im antifeministischen Narrativ Dekadenz

  • Mathias von Gersdorff schrieb im Januar 2014 im Blog Kultur und Medien online der rechtskatholischen Initiative Kinder in Gefahr (Deutsche Vereinigung für eine Christliche Kultur - DVCK e. V.) im Zusammenhang zur Petition zum Verbot des Jugendmagazins BRAVO: "BRAVO vermittelte eine ultraliberale und antichristliche Sexualität im Geiste der 1968er-Revolution und entwickelte dafür eine Kommunikation, die sämtliche Bedenken zum Verstummen brachte. [...] Das Schamgefühl schützt Kinder und Jugendliche vor einem Abgleiten in sexuelle Ausschweifungen. Doch BRAVO, vor allem die Rubrik Dr. Sommer, lullte das Gewissen und das Schamgefühl ein und so rutschten die Kinder und Jugendliche wie Lemminge in die sexuelle Verrohung. Sicher gibt es Inhalte – vor allem im Internet -, die wesentlich unmoralischer sind, als die, die BRAVO bot. Doch sie werden nicht als einwandfrei präsentiert, sondern wie das, was sie eben sind: dekadente Produkte unserer sexualisierten Gesellschaft. BRAVO versucht stattdessen moralische Dekadenz moralisch zu rechtfertigen wodurch die Wirkung viel destruktiver ist."[4]
(siehe auch Narrativ Frühsexualisierung)
  • Insbesondere der Vorsitzende und Fraktionsvorsitzende der AfD in Thüringen, Björn Höcke, benutzt immer wieder die Ausdrücke Entartung und Dekadenz, bspw. 2014 in einem Interview in der neurechten Blauen Narzisse (die ihrerseits auffällig häufig mit dem Narrativ Dekadenz arbeitet): "Dem Konzept des sogenannten Gender Mainstreaming, einem Sonntagskind der Dekadenz, das auf die Auflösung der natürlichen Geschlechterordnung abzielt, haben wir den Kampf angesagt.«[5]
(siehe auch Narrative: Gender-Ideologie, Natürliche Geschlechterordnung)
  • Auch in seiner Weihnachtsansprache 2014 an die Junge Alternative Baden-Württemberg bedienete Höcke das Narrativ Dekadenz: »Wir brauchen eine politische Elite, die bereit ist, gegen den Zeitgeist der Dekadenz eine 3-Kind-Familie zu postulieren und vorzuleben.« (Björn Höcke)[6]
(siehe auch Narrativ: Leitbild Dreikinder-Familie)
  • Im Landesparlament Thüringen unterstellte Höcke 2014 seinen politischen Gegner*innen eine "dekadente Desorientierung": »Mit ihrem Ansatz der Früh- und Hypersexualisierung rauben Sie unseren Kindern ihre unbeschwerte Kindheit. Wer es wagt, die Seele unserer Kinder anzurühren, wird mit unserem entschlossenen Widerstand rechnen müssen. Auch dem Gender-Totalitarismus, dieser Fehlgeburt des Behaviorismus, werden wir die Stirn bieten. Nach der politischen Revolution und der Kulturrevolution versuchen Sie es jetzt mit der anthropologischen Revolution. Hauptsache man kann Ungleiches gleichschalten und Bewährtes zerstören, nicht wahr? Was Sie mit Ihrem Körper machen, ist mir völlig egal. Aber versuchen sie Ihre dekadente Desorientierung nicht als allgemeine Erziehungsmaxime zu verkaufen."[7]
(siehe auch Narrative: Frühsexualisierung, Hypersexualisierung, Kindesmissbrauch, Dritter Totalitarismus, Behaiviorismus, Gleichheitswahn,Gleichschaltung)
  • Im neurechten Institut für Staatspolitik stellte Höcke 2015 Dekadenz in einem Zusammenhang mit biologischem Rassismus: "In Afrika herrscht nämlich die sogenannte Klein-r-Strategie vor, die auf eine möglichst hohe Wachstumsrate abzielt. Dort dominiert der sogenannte Ausbreitungstyp und in Europa verfolgt man überwiegend die Groß-k-Strategie, die die Kapazität des Lebensraums optimal ausnutzen möchte, hier lebt der Platzhaltertyp. Die Evolution hat Afrika und Europa vereinfacht gesagt zwei unterschiedliche Reproduktionsstrategien beschert. Sehr gut nachvollziehbar für jeden Biologen. Das Auseinanderfallen der afrikanischen und europäischen Geburtenraten wird gegenwärtig natürlich noch verstärkt durch den dekadenten Zeitgeist verstärkt, der Europa fest im Griff hat. Kurz: im 21. Jahrhhundert trifft der lebensbejahende afrikanische Ausbreitungstyp auf den selbstverneinenden europäischen Platzhaltertyp."[8]
(siehe auch Narrativ: Afrikanische Promiskuitivität)
  • Der Journalist Andreas Kissler stellte 2013 in der Zeitschrift Cicero den "Genderwahn" als eine globalgeschichtliche Fußnote der Dekadenz dar: "'Herr Professorin'. Genderwahn auf dem Vormarsch [...] Nun gut, man kann die ganze Sache entspannt sehen, als humoristische Fußnote in der Globalgeschichte der Dekadenz. [...] Dass die Gleichstellungseuphoriker der Sprache, dem Sinn, dem Verstand Gewalt antun und dass niemand jenseits dieser akademischen Elite den brutalen Sprachmissbrauch gutheißt, niemand ihm folgen wird, steht außer Frage. Woher also kommt die Gewalt der Begriffsverbieger – und woher der Selbsthass der männlichen Befürworter im erweiterten Senat der Universität Leipzig, die mehrheitlich zustimmten? Beide zusammen erst, die entmannten Männer und die zum Sinnbruch entschlossenen Amazonen, machten die Begriffskatastrophe perfekt. [...] Stünde es um die akademische Freiheit, um die Freiheit des Denkens und Forschens, nicht besser, wenn es diese Katheder mit ihrer behaupteten Allzuständigkeit nicht gäbe? Dort werden Waffen geschmiedet im Kampf gegen das Männliche als Prinzip, Form und Person, mal auf grammatikalischen, mal auf diskurspolitischen Wegen. Es sind letztlich Verteilungskämpfe um Macht und Geld, die eine männerfeindliche Lobbygruppe momentan zu ihren Gunsten entschieden hat. Spätestens aber, wenn die globale Rezession ihr Haupt erhebt und die Armen der Erde auch in Deutschland stranden werden, wird sich diese Operation am offenen Herzen der Vernunft als das entpuppen, was sie heute schon ist: eine Luxusbeschäftigung für verwöhnte, anderweitig unausgelastete Akademiker."[9]
(siehe auch Narrative Genderwahn, Sprachmissbrauch, Männlicher Selbsthass, Verschwinden der Männlichkeit, Luxusproblem Gender)
  • Die vom Verfassungsschutz als von "Neonazis dominiert" bezeichnete[10] Partei Der III. Weg schrieb 2016 im Artikel Vom Genderwahn zum Volkstod: "Vom Genderwahn zum Volkstod [...] Das Dach eines sexuellen Umerziehungsplanes ist die sogenannte „Gender Ideologie“. Sie behauptet, alle Menschen seien gleich. [...] Wir verstehen uns als familienfreundliche und nationale Gemeinschaft. [...] Zu dieser Gesellschaftsordnung gehören unbedingt wieder gesunde und kinderreiche Familien, um der demographischen Katastrophe entgegen zu steuern. Gegen die herrschende Dekadenz der Volksverräter geben wir der Familie als Keimzelle der völkischen Gemeinschaft oberste Priorität beim Erhalt von Volk und Vaterland. [...] Menschenverachtend ist folgerichtig nicht die lebensbejahende Idee der Gemeinschaft eines Volkes, das gesund in seinen natürlichen Eigenarten wächst und blüht, nein, menschenverachtend ist die Bekämpfung der traditionellen Familie, die propagandistische Förderung der Homo-Lobby, die Verleugnung der natürlichen Geschlechter und die perversen Sexualexperimente an unseren Kindern."[11]
(siehe auch Narrative Drohender Volkstod, Genderwahn, Umerziehung, Gender-Ideologie, Demographische Katastrophe, Keimzelle der Nation, Traditionelle Familie, Homolobby, Frühsexualisierung)
  • Martin Lichtmesz schrieb im Dezember 2015 im neurechten Magazin Sezession des Instituts für Staatspolitik: "»Anonymous Conservative« sieht auch eine Korrelation zwischen einer unterentwickelten Amygdala und dem »r-Typus« der Populationsökologie, der eine Fortpflanzungsstrategie verfolgt, die auf extremer Quantität beruht. Dazu gehören Eigenschaften wie verminderte Wettbewerbsfähigkeit (diminished competitiveness), frühe sexuelle Reife, Promiskuität und niedriger Elternaufwand (low investement parenting), worin man unschwer Elemente der Misere erkennen kann, die eine »befreite« Sexualität in der westlichen Welt angerichtet hat. Die menschliche Zivilisation beruhe nun allerdings auf der entgegengesetzten, auf Qualität ausgerichteten K-Strategie, deren psychologische Züge die folgenden wären: Adaption an eine Umgebung, in der Ressourcen knapp sind, daher Erziehung zur Askese und zum Triebverzicht; späte sexuelle Reife; Monogamie; Förderung der Wettbewerbsfähigkeit; starke Loyalität gegenüber der eigenen Gruppe – also Dinge, die der »Fitness« der Nachkommen und der Optimierung ihres Genpools dienen. Ich zitiere diese evolutionspsychologischen Thesen mit allem Vorbehalt gegenüber biologischen Analogien zwischen Tier- und Menschenreich. Als symbolisches Bild, um die laufende Auflösung Deutschlands und Westeuropas zu erfassen, eignen sie sich aber verblüffend gut. Gerade in den am stärksten degenerierten Ausformungen der Linken kann man etwa folgende eigentümliche Mischung beobachten: der Haß auf die Geschlechterunterschiede und die Feminisierung des Männlichen (Pirinçci spricht von »Verschwulung«), die Politik der totalen sexuellen Liberalisierung und ein ausgeprägt infantiler Habitus gehen Hand in Hand mit der Feindschaft gegen jegliche Form von Grenzen und Begrenzungen, einem Haß auf das Eigene und einer übersteigerten Xenophilie: Die Nivellierung der Gesellschaft und die Selbstaufgabe gegenüber den Forderungen des »Anderen« sind eins. Was sich in den Grünen als Speerspitze der Dekadenz manifestiert, ist nichts anderes als das Extrem einer quer durch alle Parteien und Schichten verbreiteten Mentalität."[12]
(siehe auch Narrative Europäische Hochkultur, Promiskuität, Frühsexualisierung, Niedergang der Nation, Männlicher Selbsthass, Gender-Totalitarismus)

Verkettungen mit anderen antifeministischen Narrativen

Die oben genannten Äußerungen zeigen, dass das Narrativ „Dekadenz“ mit folgenden Narrativen verkettet ist, die ebenfalls als „antifeministisch“ identifiziert wurden. Hierbei ist zu beachten, dass ein Ausdruck verschiedene Bedeutungen haben und für verschiedene Erzählungen - also für verschiedene Narrative - stehen kann. Daher findet hier nicht der Ausdruck an sich, sondern eine bestimmte Lesart dieses Ausdrucks, ein bestimmtes Narrativ, nämlich das antifeministische Narrativ, Beachtung.

Literatur

  • Kersting, Wolfgang: Niccolò Machiavelli, München 2006
  • Kottow, Andrea: Der kranke Mann. Zu den Dichotomien Krankheit/Gesundheit und Weiblichkeit/Männlichkeit in Texten um 1900, 2004 Link
  • Machivelli, Niccolò: Il Prinicpe / der Fürst. Italienisch/ Deutsch, Stuttgart 1997
  • Mosse, Georges L.: Das Bild des Mannes: zur Konstruktion der modernen Männlichkeit, 1997

Einzelnachweise