Drohender Volkstod

Aus Diskursatlas
Wechseln zu: Navigation, Suche
Diskursatlas Antifeminismus
Diskursthema:
Bevölkerung Sexualität Familie
Narrativ:
Drohender Volkstod

Der Ausdruck Drohender Volkstod (auch "Rassetod") findet u. a. als antifeministisches Narrativ in den Diskursthemen Bevölkerung, Sexualität und Familie Anwendung.

Geschichte und Bedeutung des antifeministischen Narrativs Drohender Volkstod

Geschichte des antifeministischen Narrativs Drohender Volkstod

Drohender Volkstod als Narrativ im Nationalsozialismus

Nach Jana Petersen und Stella Hindemith diente das Narrativ des "drohenden Volkstods" bereits im Nationalsozialismus als völkische Begründung für die Bevölkerungsspolitik und die mir ihr einhergehende »Rassenhygiene« der NS-Ideologie.[1] Die Veränderungen der Bevölkerungsstruktur wurden als "dysgenisch" dargestellt und als Entwicklungen der Dekadenz, die auf eine rassische Apokalypse zulaufe. Nach Petersen/ Hindemith und Daniel Krüger[2] verband sich das Narrativ Drohender Volkstod mit der für den Nationalsozialismus zentralen Konstruktion der »Volksgemeinschaft«. Petersen/ Hindemith: "Diese imaginierte »Volksgemeinschaft« wird dem »Volkstod« als Ideal und Alternative gegenüber gestellt. In der rassistischen Idee einer »homogenen Gemeinschaft« sind biologistische Vorstellungen der Mutter- und Vaterschaft zentral."[3]

Das Narrativ des Volkstodes nach 1945

Rechtsextreme Gruppierungen haben sich auch nach 1945 noch auf den Begriff des »Volkstods« bezogen. Gideon Botsch und Christoph Kopke weisen darauf hin, dass erst in den 1960er Jahren das Narrativ des drohenden Volktodes reaktiviert wurde: "Wie auch in anderen politischen Fragen war es die Monatsschrift Nation Europa, Leitmedium der extremen Rechten in der Nachkriegszeit, die frühzeitig das »Volkstod«-Szenario wiederbelebte. Der Herausgeber der Zeitschrift, Arthur Ehrhardt, publizierte 1959 unter der Überschrift »’Lebensborn’ – oder ‚Volkstod’« einige Dokumente zum Wirken des nationalsozialistischen Vereins Lebensborn, eingebettet in eine verherrlichende Würdigung des Schaffens dieser von der SS getragenen Organisation zur Förderung »erbgesunden« Nachwuchses. Zum Abschluss der Dokumentation fragte Ehrhardt, wie das Problem der unehelichen Mütter in der Gegenwart gelöst werden könne."[4] An diesem frühen Beispiel zeige sich nach Botsch/ Kopke, wie auch später in rechtsextremen Kreisen die Themen "Sexualmoral und Schwangerschaftsabbruch" in der Weise miteinander verbunden würden, dass sich das antisemitische Bild einer "grundsätzlich bösen fremden Macht" zeige, welches auf den "Volkstod" hinarbeite.[5]

Der offen rechte Druffel-Verlag sprach wie Ehrhardt von den Notwendigkeiten einer "Biopolitik"[6] und konnte für das Jahrbuch Deutsche Annalen den Rassenhygieniker Heinrich Schade als Autor gewinnen. Schade publizierte dort in den 1970er und 1980er Jahren u.a. explizit zum drohenden Volkstod und kritisierte im Zusammenhang mit fehlendem nationalen "Identitätsbewusstsein" die Emanzipationsbewegung der Frauen.[7] Schade gehörte auch zum Herausgeberkreis des Heidelberger Manifests von 1981.

Im Narrativ Drohender Volkstod zeigen sich Diskurskoalitionen zwischen christlich-fundamentalistischen und rechtsextremen Strömungen, wie sie unter anderem Barbara Ritter nachwies[8] Ritter verwies auf die Europäische Ärzte Aktion (EÄA). Alfred Häußler publizierte 1984 für diese Initiative eine Broschüre, in der er konstatierte, Deutschland stehe "vor dem biologischen Tod" und "vor der "Gefahr des 'kollektiven Selbstmordes' der zivilisierten westlichen Menschheit" warnte.[9] Dass der "Tod" in der Phrase vom "biologische Tod" nicht nur im übertragenen Sinn gemeint ist, wies Barbara Ritter mit einem Zitat des Gründers der Europäischen Ärzte Aktion, Siegfried Ernst aus dem Editiorial der mit der EÄA verbundenen Vierteljahresschrift Medizin und Ideologie nach: "Ein 'Vaterland ohne Väter' mit einer deutschen 'Muttersprache ohne Mütter' ist dann das am schnellsten aussterbende Volk der Welt, weil in ihm wenigstens ein Drittel der Kinder liquidiert werden, die es für seine Bestandserhaltung benötigen würde. [...] Denn 'Deutschland' ist weder ein rein geographischer noch ein nur sprachlicher Begriff, und seine biologische Identität hat man in den letzten Jahrzehnten bewußt zerstört, um zu verhindern, daß es jemals wieder 'ein Volk' wird."[10]

Volkstod-Kampagnen ab 2005

2005 griff die völkische Burschenschaft Danubia zusammen mit der Burschenschaftlichen Gemeinschaft (DB) das Narrativ des drohenden Volkstodes auf. In ihren 23. Bogenhausener Gesprächen unter dem Titel "Droht der Volkstod? Zur demographischen Lage der Deutschen" hatten sie verschiedene Referent/innen eingeladen. Eingeleitet wurde die Veranstaltung vom Opus Dei-Mitglied Jürgen Liminski. Es folgten Beiträge vom ehemaligen FPÖ-Mitglied Otto Scrinzi, vom Gründer der Anti-Choice-Initiative Europäsche Ärzte Assoziation Siegfried Ernst und vom Geistlichen Lothar Groppe. Beendet wurde die Veranstaltung mit einem Beitrag der Antifeministin Christa Meves.[11][12]

Nach Informationen des Belltower News starten rechtsextreme Kreise 2006 und 2011 Kampagnen gegen den vermeintlich drohenden Volkstod. Janna Petersen und Stella Hindemith konstatieren 2015: "Die »Spreelichter«, eine Gruppierung des rechtsextremen Netzwerks »Widerstandsbewegung in Südbrandenburg« starteten die »Volkstod«-Kampagne. Bereits 2006 machten sie mit der Parole »Die Demokraten bringen uns den Volkstod« auf einem Volksfest in Lübbenau auf sich aufmerksam. Es folgten mehrere Aktionen, bei denen Neonazis mit weiß geschminkten Gesichtern, Kutten, z.T. mit Sensen ausgestattet und so als »Tod« verkleidet auf den angeblich bevorstehenden Untergang des »deutschen Volkes« aufmerksam machen wollten. Von unangemeldeten Demonstrationen über Street-Art Aktionen griffen sie dabei auf ein »ungewöhnlich ideenreiches Aktionsrepertoire zurück«. In 2011 aktualisierten »Die Unsterblichen« diese Kampagne. Am 1. Mai 2011 marschierten in Bautzen ca. 200 Rechtsextreme in der Dunkelheit mit weißen Masken und Fackeln durch die Stadt und skandierten: »Damit die Nachwelt nicht vergisst, dass Du Deutscher gewesen bist«. Sie regten zur Nachahmung dieser konspirativen und unangemeldeten Aktion an – mit Erfolg, denn kurze Zeit später wurden bundesweit ähnliche Aktionen von Rechtsextremen durchgeführt." [13] In diesem Zeitraum wurde das Narrativ Drohender Volkstod verstärkt mit dem antifeministischen Narrativ Gender-Ideologie verbunden, z.B. in der neonazistischen Initiative Free Gender[14] Auch die 2013 gegründete neonazistische Partei Der III. Weg[15] verwendet explizit im Zehnpunkte-Programm den Ausdruck Volkstod: "Die Grundlage der Bevölkerungspolitik der Partei DER DRITTE WEG ist die konsequente Förderung von kinderreichen Familien zur Abwendung des drohenden Volkstodes."[16]

Inzwischen wird das Narrativ Drohender Volkstod auch von Funktionären der Alternative für Deutschland verwendet[17][18]

Bedeutung des antifeministischen Narrativs Drohender Volkstod

Nach Daniel Krüger stellt im völkischen Denken "der Volkstod das Horrorszenario dar – der „Organismus“ würde sterben. Der Begriff wird bemüht, um einerseits eine Art bevorstehender Apokalypse als Drohkulisse zu inszenieren. Andererseits verweist er immer auch auf sein Gegenstück, die Volksgemeinschaft, die als Ausweg wahrgenommen werden soll."[19] Ähnlich argumentieren Gideon Botsch und Christoph Kopke 2018. "Volkstod" sei eine sprachliche Metapher, die auf biologistische Sachverhalte verweise: "Dem sterbenden Volk entspricht ein »Volkskörper«, die »Heimat« ist die Umwelt in der dieser Körper gedeiht oder vegetiert, die Angehörigen des Volkes sind Zellen des Körpers." Der Wert des Einzelnen kann nur mit Bezug auf das größere Ganze gesehen werden. Da das »Leben« des Volkes das Leben der einzelnen Zelle überdauert, ist der oder die Einzelne nur als Glied einer »Ahnenkette« von Wert, und da das Volk einen lebendigen Organismus darstellt, sind Familien mehr als soziologische Kategorien – die »Sippe« ist die unverzichtbare Einheit, die das Leben des Volkes gegenwärtig wie über die Zeiten hinweg garantiert."[20] Metaphorisch passend werden Familien in diesem biologistischen Denken als Keimzellen der Nation betrachtet und benannt.

Der Antifeminismus des Narrativs Drohender Volkstod ergibt sich aus der in diesem völkischen Narrativ zugeschriebenen besonderen Aufgabe der (deutschen / weißen) Frau: "Eine vielköpfige Familie zu gründen, um die ethnische Substanz des Volkes im Rahmen der übergeordneten Ahnenkette zu garantieren und die Kinder in Übereinstimmung mit den vermeintlichen Werten und Traditionen des Volkes aufwachsen zu lassen, damit sich die »Volksseele« – die kulturelle Substanz des Volkes – entfalten kann."[21]

Entsprechend heißt es bei Janna Petersen/ Stella Hindemith: "Mit dem Bild eines angeblich »schleichenden Volkstods« versuchen die Kampagnen der Rechtsextremen den Kern völkischen Denkens »alltagstauglich« aufzuarbeiten. Im Zentrum der Propaganda wird versucht, die freie und demokratische Grundordnung anzugreifen."[22]

Äußerungen mit dem Narrativ Drohender Volkstod

  • Der Bevölkerungswissenschaftler Robert Hepp, ein in der extremen Rechten gefeierter "Vordenker", warnte 1987 in einem 'Handbuch zur Deutschen Nation' vor dem drohenden Volkstod: "Der ‚Volkstod‘ in der Form wachsender Zuwanderung‘ ist die notwendige Folge des selbstmörderischen Geburtenrückgangs der Deutschen."[23]
  • Die neonazistische[24] Initiative Free Gender / Raus aus den Köpfen - Genderterror abschaffen warnte 2011 in der gleichnamigen Broschüre: "Der „Volkstod“ breitet sich immer weiter aus. Ein Phänomen, das in der modernen Zeit die gesamte westliche Zivilisation erfasst hat. Doch gerade Deutschland, das sich seit gut mehr als 65 Jahren im Würgegriff der vermeintlichen „Befreier“ befindet, leidet am stärksten unter all den durch Kapitalismus und Globalisierung geknechteten Völkern. Ursachen hierfür sind zum einen der indoktrinierte Selbsthass, der von Politik, Medien und anderen gesellschaftlichen Institutionen zelebriert wird. Die Menschen werden hier zum Spielball von fremden Mächten gemacht, die es schaffen, in die Psyche eines ganzen Volkes einzudringen. Zum anderen ist aber auch die übermäßig ausgeprägte Wohlstands- und Konsumgesellschaft daran schuld, dass die Menschen den Wert der Familie nicht mehr schützen und achten. [...] Dabei ist gerade die demographische Katastrophe ursächlich für alle gegenwärtigen und zukünftigen Krisen. [...] Aus ökonomischer Sicht wäre dies der SuperGau. [...] Aber auch aus soziokultureller Hinsicht wäre dieses Szenario der Untergang der Kulturnationen Europas. Die Familie ist die Keimzelle eines jeden Volkes. [...] Besorgniserregend ist auch die Tatsache, dass mit dem aufkommenden Hirngespinst Gender Mainstreaming diese katastrophale Entwicklung unserer Völker beschleunigt wird. Die Strategie des Gender Mainstreaming hat zwar erst gut 25 Jahre Bestand, die Ideologie dahinter ist jedoch wesentlich älter. Auch hat die Gender Ideologie großen Anteil an der Paarungsmüdigkeit der Deutschen, mitsamt ihren daraus resultierenden verheerenden Folgen."[25]
(siehe auch Narrative: Genderterror, Selbsthass, Demographische Katastrophe, Europäische Hochkultur, Niedergang der Nation, Keimzelle der Nation, Gender-Wahn, Gender-Ideologie)
  • In der Beschreibung zum Buch 'Der geplante Volkstod' von Jürgen Graf heißt es auf der Internetpräsenz des KOPP-Verlags: „Die Masseneinwanderung ist nichts anderes als die Verwirklichung eines seit 1925 existierenden Plans zur Zerstörung der weißen Völker durch Vermischung. Flankiert wird diese Politik durch eine Reihe von Maßnahmen, die eine weitere Verminderung der einheimischen Geburtenrate bewirken sollen: familienfeindliche Gesetzgebung, Förderung der Abtreibung, Propagierung der Homosexualität und des Gender Mainstreaming. Das Endziel der Akteure hinter den Kulissen besteht in der Schaffung einer gemischtrassigen Bevölkerung ohne Traditionen und Ideale, die zum organisierten Widerstand unfähig ist und sich von den herrschenden Cliquen nach Belieben manipulieren läßt.“[26]
(siehe auch Narrative: Propagierung der Homosexualität, Rassenvermischung)
  • Der neonazistische III. Weg schreibt auf seiner Internetpräsenz im August 2016: "Vom Genderwahn zum Volkstod [...] Das Dach eines sexuellen Umerziehungsplanes ist die sogenannte „Gender Ideologie“. Sie behauptet, alle Menschen seien gleich. [...] Wir verstehen uns als familienfreundliche und nationale Gemeinschaft. [...] Zu dieser Gesellschaftsordnung gehören unbedingt wieder gesunde und kinderreiche Familien, um der demographischen Katastrophe entgegen zu steuern. Gegen die herrschende Dekadenz der Volksverräter geben wir der Familie als Keimzelle der völkischen Gemeinschaft oberste Priorität beim Erhalt von Volk und Vaterland. [...] Menschenverachtend ist folgerichtig nicht die lebensbejahende Idee der Gemeinschaft eines Volkes, das gesund in seinen natürlichen Eigenarten wächst und blüht, nein, menschenverachtend ist die Bekämpfung der traditionellen Familie, die propagandistische Förderung der Homo-Lobby, die Verleugnung der natürlichen Geschlechter und die perversen Sexualexperimente an unseren Kindern." (Der III. Weg)[27]
(siehe auch Narrative Gender-Wahn, Umerziehung, Gender-Ideologie, Dekadenz, Keimzelle der Nation, Traditionelle Familie, Homolobby, Frühsexualisierung)
  • Thorsten Weiß, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, AfD-Fraktion, schrieb am 2. Februar 2018 auf seiner Facebookseite: "2050 soll es kein erkennbares deutsches Volk mehr geben. Regierung plant den Volkstod!"[28]
(siehe auch Narrativ Niedergang der Nation)

Verkettung mit anderen antifeministischen Narrativen

Die oben genannten Äußerungen zeigen, dass das Narrativ „Drohender Volkstod“ mit folgenden Narrativen verkettet ist, die ebenfalls als „antifeministisch“ identifiziert wurden. Hierbei ist zu beachten, dass ein Ausdruck verschiedene Bedeutungen haben und für verschiedene Erzählungen - also für verschiedene Narrative - stehen kann. Daher findet hier nicht der Ausdruck an sich, sondern eine bestimmte Lesart dieses Ausdrucks, ein bestimmtes Narrativ, nämlich das antifeministische Narrativ, Beachtung.

Literatur

  • Gideon Botsch/ Christoph Kopke (2018): Der »Volkstod«. Zur Kontinuität einer extrem rechten Paranoia, in: Juliane Lang/ Ulrich Peters (Hrsg.) (2018): Antifeminismus in Bewegung. Aktuelle Debatten um Geschlecht und sexuelle Vielfalt, Hamburg
  • Christoph Kopke (2017): Verschwörungsmythen und Feindbilder in der AfD und in der neuen Protestbewegung von rechts. In: Neue Kriminalpolitik. Forum für Kriminalwissenschaften, Recht und Praxis 29 (2017), 49-61
  • Daniel Krüger (2012): Brauner Spuk? – Rechtsextreme in Südbrandenburg und was wir tun können. Eine Informationsbroschüre über Rechtsextremismus in der Region. Hg. Demos – Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung/ Mobiles Beratungsteam Cottbus, Dezember 2012
  • Janna Petersen/ Stella Hindemith (2015): Die Kampagne »Volkstod« – Das aktuelle Thema des demographischen Wandels wird umgedeutet, in: Belltower News vom 28.04.2015 Link
  • Barbara Ritter (1991): "Lebensschützer" und Rechtsextremismus, in: Frauen gegen den § 218. Bundesweite Koordination (1991): "Vorsicht Lebensschützer". Die Macht der organisierten Abtreibungsgegner, Hamburg, 166-181

Einzelnachweise

  1. Janna Petersen/ Stella Hindemith 2015: Die Kampagne »Volkstod« – Das aktuelle Thema des demographischen Wandels wird umgedeutet, in: Belltower News vom 28.04.2015
  2. Daniel Krüger, Brauner Spuk? – Rechtsextreme in Südbrandenburg und was wir tun können. Eine Informationsbroschüre über Rechtsextremismus in der Region. Hg. Demos – Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung/ Mobiles Beratungsteam Cottbus, Dezember 2012, zit. n. Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung: Argumente und Parolen/ Volkstod
  3. Janna Petersen/ Stella Hindemith 2015: Die Kampagne »Volkstod« – Das aktuelle Thema des demographischen Wandels wird umgedeutet, in: Belltower News vom 28.04.2015
  4. Gideon Botsch/ Christoph Kopke (2018): Der »Volkstod«. Zur Kontinuität einer extrem rechten Paranoia, in: Juliane Lang/ Ulrich Peters (Hrsg.) (2018): Antifeminismus in Bewegung. Aktuelle Debatten um Geschlecht und sexuelle Vielfalt, Hamburg, S. 75f.
  5. ebd.: S. 76
  6. So der Herausgeber des Druffel-Verlages Helmut Sündermann in seinem unter dem Pseudonym Heinrich L. Sanden herausgegebenen Band 'Was muss geschehen? Weiße Welt am Wendepunkt': "Die Kategorie der - sagen wir es ruhig - gottgewollten Ungleichheit zu erfassen und, statt sie zu leugnen, sie zu begreifen, mit Rücksicht auf sie in der Gegenwart zu handeln und für morgen vorauszudenken: das wird in dieser Schrift als 'Biopolitik' verstanden." S. 80
  7. Botsch/ Kopke (2018): S. 80f.
  8. [Barbara Ritter (1991): "Lebensschützer" und Rechtsextremismus, in: Frauen gegen den § 218. Bundesweite Koordination (1991): "Vorsicht Lebensschützer". Die Macht der organisierten Abtreibungsgegner, Hamburg, 166-181]
  9. Alfred Häußler (1984): Die Selbstzerstörung Europas mit Pille, Spirale, Sterilisation und Abtreibung, S. 10; zit. n. Ritter (1991): S. 168
  10. Siegfried Ernst (1990): Editorial, in: Medizin und Ideologie vom Juni 1990, zit. n. Ritter (1991): S. 169
  11. a.i.d.a.-Archiv, Eintrag vom 2./3. Dezember 2005
  12. [Matthias Müller: Das köstlichste Gut. Demographische Krise: 23. Bogenhausener Gespräche, in Junge Freiheit vom 09.12.2005]
  13. Janna Petersen/ Stella Hindemith 2015: Die Kampagne »Volkstod« – Das aktuelle Thema des demographischen Wandels wird umgedeutet, in: Belltower News vom 28.04.2015
  14. Eike Sanders: »free-gender«, in: Antifaschistisches Info-Blatt 3/2010 vom 12.09.2010
  15. Vgl. Kopke, Christoph (2016): »Der III. Weg«. Personal, Inhalte und Auftreten einer neonazistischen Kleinpartei, in: Burschel, Friedrich (Hg.): Durchmarsch von rechts. Völkischer Aufbruch: Rassismus, Rechtspopulismus, rechter Terror. Berlin, S. 79-87.
  16. Der III. Weg: 10-Punkte-Programm
  17. Nach Aussagen des Tagesspiegel.de stellte der AfD-Bundestagskandidat Thomas Göbel auf seiner Facebookseite die These auf, "die Bundesregierung hole Flüchtlinge absichtlich ins Land und setze sie als 'Migrationswaffe' ein, um eine 'Vermischung', 'Umvolkung' und letztlich den 'Volkstod' der Deutschen zu erreichen" Sebastian Leber (2017): Rechte vor Einzug in den Bundestag. So extrem sind die Kandidaten der AfD, Tagesspiegel.de 21.09.2017; Thorsten Weiß, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, AfD-Fraktion, schrieb am 2. Februar 2018 auf seiner Facebookseite: "2050 soll es kein erkennbares deutsches Volk mehr geben. Regierung plant den Volkstod!"Thorsten Weiß: Facebook-Beitrag vom 02.02.2018
  18. vgl. Kopke, Christoph (2017): Verschwörungsmythen und Feindbilder in der AfD und in der neuen Protestbewegung von rechts. In: Neue Kriminalpolitik. Forum für Kriminalwissenschaften, Recht und Praxis 29 (2017), 49-61
  19. Daniel Krüger, Brauner Spuk? – Rechtsextreme in Südbrandenburg und was wir tun können. Eine Informationsbroschüre über Rechtsextremismus in der Region. Hg. Demos – Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung/ Mobiles Beratungsteam Cottbus, Dezember 2012, zit. n. Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung: Argumente und Parolen/ Volkstod
  20. Gideon Botsch/ Christoph Kopke (2018): S. 64
  21. Botsch/ Kopke (2018): S.65f.)
  22. Janna Petersen/ Stella Hindemith 2015: Die Kampagne »Volkstod« – Das aktuelle Thema des demographischen Wandels wird umgedeutet, in: Belltower News vom 28.04.2015
  23. Hepp, Robert (1987): Die Endlösung der Deutschen Frage. Grundlinien einer politischen Demographie der Bundesrepublik Deutschland. In: Willms, Bernard (Hg.) Handbuch zur Deutschen Nation. Band 2. Nationale Verantwortung und liberale Gesellschaft. Tübingen; zit. n. Botsch / Kopke 2018: S. 86
  24. Eike Sanders: »free-gender«, in: Antifaschistisches Info-Blatt 3/2010 vom 12.09.2010
  25. Free-Gender: Raus aus den Köpfen. Genderterror abschaffen, Bielefeld 2011, PDF
  26. Internetpräsenz des KOPP-Verlags: Der geplante Volkstod
  27. Der III. Weg: Vom Genderwahn zum Volkstod, in: Internetpräsenz vom III. Weg', 12.08.2016
  28. Thorsten Weiß: Facebook-Beitrag vom 02.02.2018