Traditionelle Familie

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Diskursatlas Antifeminismus
Diskursthema:
Bevölkerung Sexualität Geschlecht Familie
Arbeit Gleichstellung
Narrativ:
Traditionelle Familie

Der Ausdruck Traditionelle Familie findet u.a. als antifeministisches Narrativ Anwendung in den Diskursthemen Bevölkerung, Sexualität, Geschlecht, Familie, Arbeit und Gleichstellung.

Geschichte und Bedeutung des anifeministischen Narrativs Traditionelle Familie

Geschichte des antifeministischen Narrativs Traditionelle Familie

Andrea Maihofer/ Tomke Böhnisch/ Anne Wolf geben in ihrer Literaturstudie "Wandel der Familie" zu bedenken, dass der Begriff "Familie" erst seit etwas mehr als zweihundert Jahre angewandt wurde: "In der deutschen Sprache taucht das Wort „Familie“ überhaupt erst Ende des 18. Jahrhunderts auf. Davor lässt sich eher von „Haus“ bzw. „Haushalt“ sprechen: das bedeutet eine Kernfamilie sowie Mägde, Knechte und/oder Dienstboten, Verwandte, UntermieterIn etc., die zu diesem Haushalt gehören; es wird zusammen gearbeitet, gegessen und geschlafen, meist sogar in denselben Räumen"[1].

Tatsächlich leitet sich der Begriff "Familie" aus dem Lateinischen ab: "lateinisch familia, eigentlich = Gesinde, Kollektivbildung zu: famulus"[2]; und famulus heißt "Diener".

"Familia steht dann also schlicht für Sklavengesinde; im alltäglichen Sprachgebrauch wurde familia zumeist in diesem Sinn verwendet. In keiner ihrer Bedeutungen war familia also die Kernfamilie, bestehend aus Vater, Mutter, Kindern.“[3]

Noch sehr viel jünger als der Begriff "Familie" ist der Ausdruck "Traditionelle Familie", da dieser sich auf das vorherrschende Lebensmodell der 1950er/60er Jahre bezieht. Christine Zimmermann stellt in ihrer diskursanalytischen Dissertation zur "Familie als Konfliktfeld im amerikanischen Kulturkampf" fest:

„Das Bild der traditionellen amerikanischen Familie entspringt dem 'goldenen Zeitalter' […] der 1950er Jahre, in dem die Scheidungsraten und das Heiratsalter niedrig und die Geburtenraten hoch waren. Nicht nur, dass junge Erwachsene in dieser Zeit wesentlich früher heirateten als die vorhergehenden Generationen. Sie hatten auch mehr Kinder, die in kürzeren Abständen geboren wurden. Ende der 1950er Jahre waren in den USA 70% aller Frauen in ihrem 24. Lebensjahr verheiratet – das durchschnittliche Heiratsalter lag bei 20 Jahren. Und auch Parsons und Bales stellten fest, dass 'Americans recentlx habe been marrying on an unprecedented scale […] Die Geburtenrate in dieser Zeit des Babybooms stieg zwischen 1940 und 1957 um 50%.“[4]

Das Bild dieser us-amerikanischen Familienform prägte lange Zeit die Fernsehbildschirme. Dieser Bezugspunkt ist nicht unproblematisch, weil die sogenannte "traditionelle Familie" nur in diesem Zeitraum vorherrschend war. Tradiert ist eher eine Gleichzeitigkeit unterschiedlicher Lebensformen, die Dominanz einer Kernfamilie aus Vater, Mutter und Kindern stellte eher die Abweichung der traditionellen Vielfalt dar. Norbert F. Schneider fasst im Artikel "Der Wandel von der vorindustriellen zur modernen Familie" (2012) die Zeit der 1950er/60er Jahre folgendermaßen zusammen:

"Die Zeit zwischen 1955 und 1968 wird allgemein als Blütezeit von Ehe und Familie bezeichnet, weil die eheliche Kernfamilie in dieser Zeit eine besondere Monopolstellung innehatte – sowohl faktisch als auch normativ. Voreheliches Zusammenleben, Scheidungen, nichteheliche Geburten und dauerhafte Kinderlosigkeit waren selten, die Heiratshäufigkeit hoch. Eine derartige Dominanz einer einzelnen Lebensform und des damit verbundenen Musters der Lebensführung ist historisch gesehen ein Ausnahmefall. Davor, d. h. insbesondere auch im 18. und 19. Jahrhundert, existierte eine Vielfalt von Lebensformen, die hauptsächlich durch den großen Einfluss der sozialstrukturellen Lage auf die Familienformen, ökonomisch begründete Heiratsverbote und das hohe Risiko der Verwitwung in jungen Jahren verursacht war. Die seit Ende der 1960er-Jahre in Gang gekommene Pluralisierung der Lebensformen und Individualisierung der Lebensführung stellen deshalb eine Rückkehr zur historischen Normalität der Vielfalt dar."[5]

Diverse Modelle der sogenannten Traditionellen Familie

Die Narrative der „Traditionellen Familie“ zielen anscheinend auf diverse Familienformen, die in der Literatur jeweils als das „Ganze Haus“, die „Bürgerliche Kleinfamilie“ und die „Verkleinbürgerlichte Familie in der Arbeiter*innenklasse“ dargestellt werden.

Familie als „Ganzes Haus“

Gisela Notz beschreibt in ihrer Publikation „Kritik des Familismus“ das „Ganze Haus“ als vorindustrielle Familienform, zu der nicht nur verwandte Personen zählten: Nicht der Verwandtschaftsgrad, sondern die Position in der Hausgemeinschaft, in der Burg, dem Schloss, dem Gutshof, dem Fürstenhof oder dem angesehenen Hadwerksbetrieb regelte die Beziehungen“.[6] Weiter heißt es bei Gisela Notz:

„Zentrales Merkmal des 'ganzen Hauses' war die Einheit von Produktion und 'Familienleben'. Knechte und Mägde auf den Bauerngütern und Gesellschen und Lehrlinge bei den Handwerkern zählten in gleicher Weise zum Hausverband wie die miteinander verwandten Mitglieder der Familie. Eine Vielzahl von notwendigen Funktionen (Produktion, Konsumtion, Sozialisation, Alters- und Gesundheitsvorsorge) wurden dort erfüllt. Kinder, Frauen und Männer, Alte und das Gesinde beteiligten sich an der Erwerbsarbeit oder an der Landwirtschaft und an der Haus- und Sorgearbeit.“[7]

Es handelte sich bei der Familienform des Ganzen Hauses" um eine patriarchal organisierte Institution, wie Gisela Notz kritisiert: „Diese Familie war ebenso wenig wie die folgenden Familientypen eine 'heile Familie'. Sie war – abgesehen davon, dass sie nur für eine kurze Zeitspanne, vornehmlich im adeligen, großbäuerlichen und großbürgerlichen Bereich existierte – bereits patriarchal organisiert und basierte auf der traditionellen zentralen Rolle des Vaters, der notfalls mithilfe des Faustrechts sein Patriarchat verteidigen konnte.“[8]

Bürgerliche Kleinfamilie

Gisela Notz schreibt zum Idealtypus der "bürgerlichen Kleinfamilie":

"Dieser Familientypus ist gekennzeichnet durch die Trennung von Erwerbstätigkeit und häuslichem Leben, das sich in einer nach außen abgekapselten Privatsphäre abspielt. In der bürgerlichen Familie beherrschte der Mann als Alleinverdiener (bread-winner) weiterhin unbestritten als Oberhaupt den Rest der Familie. Die Frau sollte vom Broterwerb gänzlich freigestellt und mit der Führung des Haushalts, der Kindererziehung und der Repräsentation der Familie nach außen betraut werden. [...] Mit fortschreitender Industrialisierung wurde die bürgerliche Kleinfamilie Inbegriff des Privaten und Hort des Gefühls. Dieses Ideal fand Eingang in die unterschiedlichsten sozialen Lebenszusammenhänge. Das Loblied auf die 'heilige Familie' war fester Bestandteil herrschender Sozialpropaganda geworden."[9]

Mit dem Narrativ der Traditionellen Familie ist in den meisten Fällen sehr wahrscheinlich dieses Familienmodell gemeint.

Verkleinbürgerlichte Familie in der Arbeiter*innenklasse

Gisela Notz beschreibt, dass die Arbeiter*innenfamilien vom bürgerlichen Familienideal weit entfernt waren:

„Das Leben der Arbeiterfamilien entsprach keineswegs dem bürgerlichen Ideal der Frau im Haus des eigenen Mannes. Um nicht zu hungern, mussten Männer und Frauen zu Beginn der Industrailisierung bis zu 16 Stunden täglich arbeiten. Kinder mussten zum Teil schon mit fünf bis sechs Jahren in der Textilindustrie, im Bergbau oder in Heimarbeit ihr Brot verdienen. Frauen und Kinder waren es vor allem, die die schlechtesten von den ohnehin schlechten Arbeitsbedingungen zu den niedrigsten Löhnen zu ertragen hatten. Kinder arbeiteten meist für die Hälfte des Lohns eines Erwachsenen, bei ebenso langen Arbeitszeiten. Lange Arbeitszeiten, ungesunde, belastende und unfallträchtige Arbeitsbedingungen, miserable hygienische Verhältnisse sowie unzureichende Wohnverhältnisse wirkten sich ungünstig auf den psychischen und physischen Zustande der ArbeiterInnen aus. Von einem 'behaglichen' Familienleben konnte kaum die Rede sein.“[10]

Mit dem Beginn der Krupp-Siedlungen in der Stadt Essen ab den 1860ern Jahren wurden werkseigene Arbeitersiedlungen bzw. -kolonien mit eigenen Konsumanlagen geschaffen. Durch solche werkseigenden Arbeitersiedlungen kam es zu einer gezielten "Verkleinbürgerlichung" der Arbeiter*innenklasse. Allerdings konnte sich nur in bestimmten Branchen (wie der Stahl- oder Automobilindustrie) das bürgerliche Modell des Vaters als Familienernährers durchsetzen, in der Textilindustrie arbeiteten aufgrund der geringeren Löhne bspw. Frauen / Mütter auch in den Fabriken.

Restaurationsversuche

World Congress of Families

In den letzten Jahren arbeiten vor allem christlich-fundamentalistische Organisationen mit den Narrativen Traditionelle Familie, Klassische Familie oder Natürliche Familie. So organisiert seit Mitte der 1990er Jahre das Howard Center for Family, Religion and Society (heute International Organization for the Family IOF) den internationalen World Congress of Families (WCF). Vorangiges Ziel der Kongresse sei die "Restauration" der „natürlichen Familie“, um so das "Fundament der Gesellschaft" zu sichern.[11] Im "mission statement" des WCF heißt es:

"Our mission is to help secure the foundations of society by uniting and empowering leaders worldwide to respect, protect, and defend:
*the natural family founded on marriage between a man and a woman;
*parental rights and the welfare of children, including their need for both a mother and a father;
*the dignity and sanctity of all human life from conception; and
*freedom of speech, religion, and conscience in an atmosphere of respect for all."[12] 

Grundlage des World Congress of Families bzw. des IOF ist zudem die Kaptstadt-Erklärung, in der es unter anderem heißt:

"Eine zivilisierte Kultur schützt deswegen die Ehe und mit ihr die ganze Gesellschaft. Sie fördert die Treue und betrachtet Sex außerhalb der Ehe als Missbrauch. Sie schützt vor Pornografie, Promiskuität und Scheidungen; und sie schützt, indem sie jedem Versuch, die Ehe umzudefinieren, die Stirn bietet: weder gleichgeschlechtliche, noch Gruppenbindungen, weder sexuell offene, noch zeitlich befristete Gemeinschaften sind als Ehen anzuerkennen."[13]
Kroatien 2017

Die Familienministerin der kroatischen HDZ scheiterte im September 2017, die Definition von "traditionelle Familie" gesetzlich zu verankern. Familie wurde dort folgendermaßen definiert: "Eine Familie besteht aus: Mutter, Vater und deren Kindern, einer Mutter mit dem Kind bzw. Vater mit dem Kind, auch wenn sie nicht zusammen leben, und anderen Verwandten, die mit ihnen leben".[14] Vorausgegangen war 2013 ein entsprechendes Referendum der Initiative Im Namen der Familie.[15][16] Nach dem Referendum, dem 740.000 Kroat*innen zustimmten, beteiligte sich ein Drittel der Bevölkerung an der Volksabstimmung, Zweidrittel stimmten für die Definition der "traditionellen Familie" in der Verfassung.[17]

EBI Vater, Mutter, Kind

Vater, Mutter, Kind war eine Europäische Bürgerinitiative "zum Schutz von Ehe und Familie", die 2016/2017 Unterschriften für eine europaweite Petition sammelte.[18] Ihre Definition von Familie lautete "ein Vater, eine Mutter, und ihre Kinder". Vater, Mutter, Kind forderte eine "Eine Verordnung, die die Begriffe Ehe und Familie horizontal für das gesamte Europarecht definiert: Die Ehe ist ein Lebensbund zwischen einem Mann und einer Frau, und die Familie gründet sich auf Ehe und/oder Abstammung".[18][19] Die Europäische Bürgerinitiative sammelte im erforderlichen Zeitraum nicht genügend Unterschriften und ist gescheitert.[19]

Bedeutung des antifeministischen Narrativs Traditionelle Familie

Mit den Ausdrücken Traditionelle Familie, Klassische Familie oder Natürliche Familie soll suggeriert werden, dass ein bestimmtes Geschlechterarrangement in der Menschheits- oder zumindest europäischen Geschichte dominiert habe und zugleich Grundlage einer natürlichen Ordnung gewesen sei. Die sogenannte traditionelle Familie sei das Fundament, wenn nicht gar, wie es im Deutschen heißt, die "Keimzelle" der Nation. Sollte die sogenannte traditionelle Familie nicht mehr als vermeintlich dominantes Lebensmodell existieren, führe dies zum Niedergang der Nation.

In einem rassistischen Kontext wird die traditionelle Familie als europäische / eurasische Erfindung betrachtet und Afrikaner*innen generell die Fähigkeit zur Führung einer traditionellen Familie abgesprochen.[20]

Grundlage der traditionellen Familie sei eine angeblich ebenfalls "natürliche" Komplementarität der Geschlechter und eine spezifische Eltern-Kind-Bindung. Nur in der traditionellen Familie könnten Kinder "gesund" heranwachsen, andernfalls käme es vermeintlich zu einer schädlichen Eltern-Kind-Entfremdung ("Parental-Alienation-Syndrome" PAS). Unter anderem religiös-fundamentalistische Gruppierungen pochen mit solchen Argumentationen auf ein sehr weitgehendes Erziehungsrecht der Elten, aus dem sich der Staat heraushalten solle.

Ebenfalls mit dem Argument der Eltern-Kind-Entfremdung (PAS) aus dem Narrativ der Traditionellen Familie argumentiert die antifeministische Fraktion der Väterrechtsbewegung, die unabhängig vom realen Verhalten des biologischen Vaters diesem ein Sorgerecht zuschreiben will.

Auch für die Akzeptanz von Sexualität wird das Narrativ der traditionellen Familie bemüht. Einige christlich-fundamentalistische Gruppierungen lehnen Sex außerhalb der Ehe rigoros ab (bspw. die "Kapstadt-Erklärung"), wobei Ehe heterosexuell definiert wird, der Zweck der Sexualität bestehe im Zeugen von Kindern, daher sei Sexualität nur im Rahmen einer "Traditionellen Familie" erlaubt. Mit dem Narrativ Traditionelle Familie soll also auch Sexualität reglementiert werde.

Äußerungen im antifeministischen Narrativ Traditionelle Familie

"Geburtenkrise in Deutschland: Vor allem ein moralisches Problem. Erneut sind in Deutschland die Geburtenzahlen gesunken. Pro 1000 Einwohner wurden 2008 nur noch 8,3 Kinder geboren. Damit ist Deutschland nun Schlusslicht in der EU der 27. [...] Es war das Ziel der kulturellen Revolution der 68er, die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft zu beseitigen. Den Vordenkern war schon in den 30er Jahren klar, dass als Voraussetzung dafür die traditionelle Familie überwunden werden muss. [...] Durch eine Sexualisierung schon in der Kindheit würden die Heranwachsenden dann nicht mehr in der Lage sein, stabile Familienverhältnisse aufzubauen. Genau das ist eingetreten. Die „sexuelle Befreiung“ und die Einführung der „Antibabypille“ haben zu einem hemmungslosen Hedonismus geführt. Und falls die Pille einmal nicht hielt, was sie versprach, konnten die Frauen ab den 70ern sich des Babys mit Hilfe der Abtreibung entledigen. Heute bekommt schon die nachfolgende Generation keine Kinder mehr, denn die falsch verstandene Freiheit wird weiterhin gepredigt. [...] Das Parlament von Litauen hat vorbildlich beschlossen, sämtliche Propaganda von Homosexualität, sei es in der Werbung oder an den Schulen, zu verbieten. Solche Schritte wären auch in Deutschland nötig. Die Zeitschrift Bravo gehörte zensiert, wie auch deren Internetseite, die öffentliche Auslage von pornographischen Schriften in Tankstellen gehörte verboten, denn die Augen der Kinder wandern immer direkt an ihnen entlang."[21]
(siehe auch Narrative: Frühsexualisierung, Demografische Katastrophe, Promiskuität, Homolobby)


  • Auf der Internetpräsenz von Demo für alle beschreibt sich diese Initiative unter anderem mit den Worten:
"Wir treten ein für Ehe und Familie, auf die unsere Gesellschaft seit Jahrtausenden gründet, und wenden uns gegen die alles durchdringenden Umerziehungsversuche gut organisierter Lobbygruppen und Ideologen. [...] Familien und Bürger aller religiösen Bekenntnisse, gemäßigten politischen Parteien und Weltanschauungen, die die Abschaffung der natürlichen Geschlechter durch das Gender Mainstreaming und die Zerstörung der Familie aufhalten wollen, laden wir ein, sich uns anzuschließen. Gemeinsam gehen wir auf die Straße, um für die Wahrung der Elternrechte, für Ehe und Familie und gegen Gender-Ideologie und Sexualisierung der Kinder in Kita und Schule zu demonstrieren."[22]
(siehe auch Narrative: Gender-Ideologie, Umerziehung, Natürliche Geschlechterordnung, Frühsexualisierung, Homolobby)


„Magdeburger Erklärung zur Frühsexualisierung […] Unter Familie verstehen wir die Verbindung aus Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen. Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft. Sie garantiert den Erhalt unseres Volkes, unseres Staates und unserer Nation. […] Wir bekennen uns zum Recht jedes Kindes, vor Frühsexualisierung geschützt zu werden. Kinder sind keine jungen Erwachsenen. Die Kindheit ist eine besondere Zeit, eine Zeit der Freiheit, eine Zeit der Aufnahme- und Prägefähigkeit und eine Zeit der Unschuld. […] Wir bekennen uns zu einem Schulunterricht, der auch die Botschaft vermittelt daß nicht Triebbefriedigung, sondern eine intakte Familie primäres Lebensziel sein sollte. […] Wir wenden uns gegen alle Versuche des Staates, in die Erziehungshoheit der Eltern einzugreifen, die natürlichen Vorstellungen, die sich unsere Kinder von Familienleben und Geschlechterrollen bilden, systematisch zu verunsichern und unsere Kinder in dem Glauben zu erziehen, die Ehe sei nur eine beliebige Form des Zusammenlebens, die gleichwertig neben allen anderen Foren steht. [… Es ist] wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt, ob Kinder die bei gleichgeschlechtlichen Paaren aufwachsen eine normale und stabile Geschlechtsidentität entwickeln. […] Wir wenden uns gegen die Diskriminierung sexueller Minderheiten. Der bloße Verzicht auf besondere Förderung ist keine Diskriminierung. Insbesondere lehnen wir die herrschende 'Antidiskriminierung' ab, die sich einseitig an den angeblichen Lebensvorstellungen sexueller Minderheiten ausrichtet. Die traditionelle Familie soll Vorbild bleiben. Sie gehört zum Kern der deutschen Leitkultur.“[23]
(siehe auch Narrative: Frühsexualisierung, Keimzelle der Nation, Kein Sex vor der Ehe, Natürliche Geschlechterordnung, Lautstarke Minderheiten, Deutsche Leitkultur)


"Die Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking brachte erstmals den „Gender“-Begriff auf die politische Agenda. Eine Ideologie der Eingeschlechtlichkeit, die Wesenunterschiede zwischen Mann und Frau negiert. „Gender Mainstreaming“ wird heute mit hohen Millionenbeträgen weltweit gefördert [...] Frau Schwarzer und ihre Aktivistinnen entwerten Frauen, die sich für familiäre Kindererziehung entscheiden. Was ist ein „Feminismus“ wert, der die Mehrheit aller Frauen diskriminiert?"[24]
(siehe auch Narrative: Gender-Ideologie, Gleichstellung ist zu teuer, Gleichstellung diskriminiert)


  • Die vom Verfassungsschutz als von "Neonazis dominiert" bezeichnete[25] Partei Der III. Weg schrieb 2016 im Artikel Vom Genderwahn zum Volkstod:
"Vom Genderwahn zum Volkstod [...] Das Dach eines sexuellen Umerziehungsplanes ist die sogenannte „Gender Ideologie“. Sie behauptet, alle Menschen seien gleich. [...] Wir verstehen uns als familienfreundliche und nationale Gemeinschaft. [...] Zu dieser Gesellschaftsordnung gehören unbedingt wieder gesunde und kinderreiche Familien, um der demographischen Katastrophe entgegen zu steuern. Gegen die herrschende Dekadenz der Volksverräter geben wir der Familie als Keimzelle der völkischen Gemeinschaft oberste Priorität beim Erhalt von Volk und Vaterland. [...] Menschenverachtend ist folgerichtig nicht die lebensbejahende Idee der Gemeinschaft eines Volkes, das gesund in seinen natürlichen Eigenarten wächst und blüht, nein, menschenverachtend ist die Bekämpfung der traditionellen Familie, die propagandistische Förderung der Homo-Lobby, die Verleugnung der natürlichen Geschlechter und die perversen Sexualexperimente an unseren Kindern."[26]
(siehe auch Narrative: Frühsexualisierung, Drohender Volkstod, Genderwahn, Umerziehung, Gender-Ideologie, Demographische Katastrophe, Dekadenz, Keimzelle der Nation, Homolobby)


"SCHLUSS MIT … Frühsexualisierung von Kita- und Schulkindern durch Gender-Lobbygruppen […] Wer die Gesellschaft umerziehen will, muss bei Kindern beginnen. Schon längst befindet sich „queere Bildung“ auf Siegeszug in Kindergärten und Schulen, vorangetrieben von Politik, Feministinnen, Gewerkschaften und schwul-lesbischen Lobbygruppen (LGBTI*). Die natürliche Geschlechtszugehörigkeit – ob Junge oder ob Mädchen – wird in Frage gestellt beziehungsweise als gefährlicher „Biologismus“ verteufelt. […] Die schwul-lesbische Partnerschaft wird rechtlich und gesellschaftspolitisch zur neuen Familie überhöht, während die Bedeutung der natürlichen Familie mehr und mehr in den Hintergrund gerät. […] Nicht mehr Zeugung, Geburt und Mutterschaft, sondern allein Spass und individuelle Lustbefriedigung zählen beim Geschlechtsakt. Jugendliche werden ermuntert, in häufig wechselnden Partnerschaften ohne Verpflichtung ihre sexuellen Wünsche zu erforschen. […] Um Gender Mainstreaming immer tiefer im gesellschaftlichen Bewusstsein zu verankern, betreiben 1.900 kommunale Gleichstellungsbüros auf Steuerzahlerkosten Gender-Propaganda in Bildungs- und Verwaltungseinrichtungen. […] Deutschland unterm Regenbogen: Fördersumme für sexuelle Minderheitenpolitik → mehr als 14,69 Mio Euro insgesamt. […] Gender-Gaga: Vom Aktionsplan in den Lehrplan [...] Was die Gender-Sexualkunde betreibt, ist in Wahrheit keine Schulbildung, sondern eine ideologisch gesteuerte Erziehung zu Bindungs- und Eheunfähigkeit."[27]
(siehe auch Narrative: Frühsexualisierung, Homolobby, Umerziehung, Natürliche Geschlechterordnung, Dämonisierung, Promiskuität, Gleichstellung ist zu teuer, Feminismus als Geisteskrankheit, Gender-Ideologie)


"Das Fundament jeder Gemeinschaft ist da, wo Leben beginnt: in der Ehe. Dort versprechen sich ein Mann und eine Frau ihr ganzes Leben als eine Familie zu teilen; dort besiegeln sie ihre Liebe als ein Fleisch. Sie bezeugen damit Treue und Einheit in der Verschiedenheit, in einer lebenslangen Gemeinschaft. Damit geben sie ihren Kindern das, worauf alle Menschen Anspruch haben: auf die treue Liebe desjenigen Mannes und derjenigen Frau, die ihnen das Leben schenkten, ihres Vaters, ihrer Mutter. Intakte, lebendige Ehen verlangen viel von Ehepartnern; aber gefährdete Ehen verlangen noch mehr, und zwar von der gesamten Gesellschaft! Eine zivilisierte Kultur schützt deswegen die Ehe und mit ihr die ganze Gesellschaft. Sie fördert die Treue und betrachtet Sex außerhalb der Ehe als Missbrauch. Sie schützt vor Pornografie, Promiskuität und Scheidungen; und sie schützt, indem sie jedem Versuch, die Ehe umzudefinieren, die Stirn bietet: weder gleichgeschlechtliche, noch Gruppenbindungen, weder sexuell offene, noch zeitlich befristete Gemeinschaften sind als Ehen anzuerkennen."[28]
(siehe auch Narrative: Komplementarität der Geschlechter, Keimzelle der Nation, Kinder brauchen Vater und Mutter, Promiskuität)


  • Im AfD-Bundestagswahlprogramm von 2017 heißt es:
"Gender-Ideologie marginalisiert naturgegebene Unterschiede zwischen den Geschlechtern und stellt geschlechtliche Identität in Frage.Sie will die klassische Familie als Lebensmodell und Rollenbild abschaffen. Damit steht sie in klarem Widerspruch zum Grundgesetz, das die (klassisch verstandene) Ehe und Familie als staatstragendes Institut schützt, weil nur dieses das Staatsvolk als Träger der Souveränität hervorbringen kann. Die Gender-Ideologie widerspricht sowohl den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Biologie und der Entwicklungspsychologie als auch der lebenspraktischen Alltagserfahrung vieler Generationen. Wir lehnen daher Bestrebungen auf nationaler wie internationaler Ebene ab, diese Ideologie durch Instrumente wie Gender-Studies, Quotenregelungen z.B. für Frauen, Propagandaaktionen wie den „Equal Pay Day“ oder die „geschlechterneutrale Sprache“ umzusetzen."[29] 
(siehe auch Narrative: Natürliche Geschlechterordnung, Gender-Ideologie)


  • Im AfD-Bundestagswahlprogramm von 2017 heißt es:
"Wir lehnen alle Versuche ab, den Sinn des Wortes „Familie“ in Art. 6 Abs. 1 Grundgesetz auf andere Gemeinschaften auszudehnen und der Familie auf diesem Wege den besonderen staatlichen Schutz zu entziehen."[30]


  • Im NPD-Parteiprogramm heißt es zur Familie:
"Die kleinste Gemeinschaft innerhalb unseres Volkes ist die Familie. Auf ihr fußen Volk und Staat, weshalb der Familie auch die besondere Zuwendung und Fürsorge des Staates zuteil werden muß. Ihren natürlichen Ausdruck findet die Familie in der Ehe mit Kindern. Dies begründet den besonderen Schutz von Familie und Ehe. Homosexuelle Lebenspartnerschaften bilden keine Familie und dürfen nicht gefördert werden. Kinder brauchen Mutter und Vater für eine gesunde Entwicklung, aber auch alleinerziehende deutsche Mütter und Väter verdienen staatliche Unterstützung. [...] Die NPD bekennt sich zur Unterschiedlichkeit und Gleichwertigkeit von Mann und Frau und lehnt die naturwidrige Gender-Mainstreaming-Ideologie ab. [...] Die Familie – als Trägerin des biologischen Erbes – ist die Keimzelle des Volkes. Die besondere Bedeutung der Familie für die Zukunftsfähigkeit unseres Volkes wird angesichts einer katastrophalen Bevölkerungsentwicklung in einem vergreisenden Deutschland immer deutlicher."[31]
(siehe auch Narrative: Homosexuelle Promiskuität, Kinder brauchen Vater und Mutter, Demografische Katastrophe, Keimzelle der Nation)


»Thüringen befindet sich mitten in einer demographischen Katastrophe. [...] Um dieser fürchterlichen Entwicklung Einhalt zu gebieten, proklamieren wir im Gegensatz zu allen etablierten Parteien ein klares ›Ja‹ zur klassischen Familie und zum Kind. Jeder weiteren Auflösung dieser Keimzelle unseres Volkes treten wir energisch entgegen. [...] Dem Konzept des sogenannten Gender Mainstreaming, einem Sonntagskind der Dekadenz, das auf die Auflösung der natürlichen Geschlechterordnung abzielt, haben wir den Kampf angesagt.« [32]
(siehe auch Narrative: Demografische Katastrophe, Keimzelle der Nation, Dekadenz, Natürliche Geschlechterordnung)


  • Der Kreisverband der AfD Paderborn rief für den 14.07.2017 zur Kundgebung "Ehe für alle = Ehe für keinen" mit folgenden Worten auf:
"Erstmals nach 31 vergeblichen Anläufen wurde über das Gesetz zur ideologischen Gleichschaltung der Ehe auch für homosexuelle Paare abgestimmt. [...] Das fürchterliche Erbe der links-grünen 68er ging an diesem Tage ein weiteres Mal auf, das die allgemeine Wertebeliebigkeit und den nationalen Kulturzerfall schon lange zum Ziele hat. Sie wollen Deutschland zu einem sodomitischen Freudenhaus machen und die Grundfesten der Republik stückchenweise aushöhlen und beseitigen. Der lange und subversive „Marsch durch die Instanzen“ bereitete ihnen dazu den Boden und hat dafür gesorgt, dass heute ihre kulturnihilistischen Drahtzieher in fast allen einflussreichen Positionen der Bildung, der Kunst, der Medien, der Wirtschaft, der Kirchen und der Politik Fuß gefasst haben. [...] Erst wenn alle Werte zerschlagen und alle Nationalstaaten aufgelöst wurden, werden die Anhänger dieser kulturmarxistischen Ideologie merken, dass Sicherheit und Freiheit nur in einem demokratischen Rechtsstaat zu verwirklichen sind. Die Alternative für Deutschland ist heute die einzig verbliebene Partei, die dem Erhalt der Institution Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau zum Schutz der Kinder treu geblieben ist und weiterhin dafür eintreten wird. Sie ist damit aber auch die letzte Partei, die den republikanischen Rechtsstaat für unsere Kinder bewahren will und dem kulturdefätistischen Treiben der Altparteien ein kategorisches Nein entgegensetzt. Es geht nicht um die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, wie es die selbsternannte Gesinnungspolizei dem Volke stets einzureden versuchen." [33]
(siehe auch Narrative: Gleichschaltung, Niedergang der Nation, Sodomie, Kulturmarxismus, Gesinnungspolizei)


  • André Barmettler schrieb in der Schweizer Expresszeitung einen Artikel zur "Zerstörung" der "traditionllen Familie". Dieser Artikel erschien in der Leseprobe aus Ausgabe Nr. 12/2017 und wurde mehrfach gespieget, u.a. am 11. Februar 2018 von Epoch Times. Im Artikel heißt es unter anderem:
"Die traditionelle Familie wird durch den modernen Feminismus zerstört. [...] Im Feminismus geht es darum, den Mann zu besiegen, anstatt ihn als einen komplementären Partner zu sehen. Die Familie ist seit jeher die wichtigste Keimzelle und stärkste Stütze der Gesellschaft. [...] Auf sich alleine gestellt war es einem Elternteil in der rauen Wildnis Nordeuropas nahezu unmöglich, ein Kind am Leben zu erhalten. Deshalb mussten Frauen und Männer damals als Einheit zusammenarbeiten, um die Chance auf das Überleben ihrer Kinder zu erhöhen. [...] Die Familie war ein entscheidender evolutionärer Schritt des Homo Sapiens. Er wurde durch äußere Umstände dazu gezwungen, nicht mehr allein seinen niederen Trieben zu folgen, sondern sich um seine Mitmenschen zu kümmern, damit diese den Winter überlebten. Neben Mitgefühl und Moral entwickelten die nordischen Völker zudem eine neue, völlig abstrakte Form des Denkens: die Zukunftsplanung. [...] Doch auch heute sind Mutter und Vater unverzichtbar, um das volle Potenzial eines Kinds zu entfalten. Der Vater lehrte seinem Nachwuchs Disziplin, logisches Denken und praktische Fähigkeiten – damals überlebenswichtig, doch heute ebenfalls nichts, auf das man einfach so verzichten könnte. Von ihrer Mutter erhielten Kinder Liebe und Fürsorge, die Fähigkeit zu Empathie und Mitgefühl, die sie bald auch gegenüber Menschen zeigten, die nicht Teil der Familie waren. Man könnte sagen: Der Mann war schon immer der „Kopf“ und die Frau „das Herz“ der Familie – nur im Verbund war man stark. [...] In der Familie wurde die Frau nie als schwächeres Geschlecht behandelt. Sie war unverzichtbar und wurde von ihrem Partner als komplementäres Gegenstück wertgeschätzt. [...] Feminismus hat die traditionelle Familie aus Mutter, Vater und Kind(ern) zu einem unter vielen möglichen Lebensmodellen herab gewürdigt. Der gesellschaftliche Druck auf Frauen, arbeiten zu gehen, und ihre natürliche und erfüllende Rolle als Mutter aufzugeben, ist heutzutage grösser denn je. [...] Wir sehen uns bereits einer entwurzelten, orientierungslosen und dadurch leicht kontrollierbaren Generation gegenüber, die die Teile-und-Herrsche-Strategie des Feminismus verinnerlicht hat. Was ursprünglich aus dem Marxismus stammende Ideen in unserer Gesellschaft bewirkt haben, ist aus anthropologischer Sicht eigentlich kaum vorstellbar: Die neue Generation hat sich zu großen Teilen freiwillig dazu entschieden, ihr Jahrtausende altes Erbe aufzugeben und kinderlos zu bleiben."[34]
(siehe auch Narrative: Komplementarität der Geschlechter, Keimzelle der Nation, Europäische Hochkultur, Familienoberhaupt Mann, Ewiger weiblicher Instinkt, Natürliche Geschlechterordnung, Kinder brauchen Vater und Mutter, Kulturmarxismus)


"In Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Schleswig-Holstein und Thüringen wird in der Bildungspolitik die schulische Sexualerziehung mehr und mehr an Gender Mainstreaming ausgerichtet. [...] Das Programm zielt auf Frühsexualisierung. [...] Gender ist eine Pseudowissenschaft. [...] »Gender« zerstört die binäre Geschlechterordnung, die Heterosexualität als Norm, die Ehe als Bund von Mann und Frau, die traditionelle Familie und die Unverfügbarkeit des Kindes vor und nach der Geburt. [...] Die Genderideologie muss verschwinden. [...] Die Politik bezeichnet das Gender Mainstreaming auch als »Querschnittaufgabe«. Das zeigt, worum es geht: um die klassisch totalitäre Durchsetzung einer neuen Ideologie."[35]
(siehe auch Narrative: Frühsexualisierung, Pseudowissenschaft Gender-Studies, Komplementarität der Geschlechter, Gender-Ideologie, Dritter Totalitarismus)


"Wir fordern daher [...] einen altersgerechten Sexualkundeunterricht an Schulen wiederherzustellen, der die Indoktrionation (sic!) durch Gender Mainstreaming an Schulen beendet. [...] Schutz der traditionellen Form der Ehe: Die Gemeinschaft von Mann und Frau ist die Keimzelle menschlichen Lebens. [...] Frühsexualisierung: Erziehung und Aufklärung der Kinder obliegt deren Eltern. Die verpflichtende Teilnahme am Sexualkundeunterricht darf nicht dazu mißbraucht werden, Kinder zum Ziel der Akzeptanz mit einer randständigen Sexualpraxis vertraut zu machen. Wir fordern einen altersgerechten Sexualkundeunterricht frühestens ab der Grundschule, der die natürliche Fortpflanzung des Menschen in den Mittelpunkt stellt. [...] Lebensschutz: Jährlich werden rund 100.000 Kinder im Mutterleib durch Abtreibung getötet. Meistens entscheidet sich die werdende Mutter gegen das Kind, weil sie in der Beratungsstelle unzureichend über die negativen Folgen einer Ungeborenentötung aufgeklärt wird. [...] Die heutige Familienpolitik folgt dem Diktat der Wirtschaft und ideologischen Irrlehren wie Gender Mainstreaming. Sie ist in vielen Teilen lebensfeindlich."[36]
(siehe auch Narrative: Indoktrination von Kindern, Keimzelle der Nation, Frühsexualisierung, Lebensschutz, Gender-Ideologie, Kultur des Todes)


  • Der italienische Familienminister Lorenzo Fontana von der Lega Nord sagte in einem Interview mit der Corriere della Sera:
"Ich bin Katholik und ich verheimliche es nicht [...] Daher denke ich, dass die Familie eine natürliche Familie sein muss, wo ein Kind eine Mutter und einen Vater hat."[37]


"Heute kommt die größte Bedrohung für die traditionelle Familie aus der Mitte der Gesellschaft [...] Wenn es um den Gender-Schwachsinn geht, der für viele Linksmenschen zu einer üppig sprudelnden Einnahmequelle geworden ist, oder die Verstaatlichung der Kindererziehung, intensiv vorangetrieben von der früheren Familienministerin von der Leyen (CDU), die heute die Bundeswehr ruinieren darf – die Bedrohungen der Freiheit von Eltern, ihre Kinder so zu erziehen wie sie wollen, sind immens. [...]  Gehen Sie auf die Barrikaden! Beschweren Sie sich bei der Leitung, wenn Weihnachtsfeiern zu “Winterfesten” umgewidmet, kein Schweinefleisch mehr bei Grillfesten angeboten und Kinder im Unterricht mit Lehrmaterialien zur Frühsexualisierung drangsaliert werden![38]
(siehe auch Narrative: Genderwahn, Frühsexualisierung)


"wir haben relativ wenige konservative Journalisten, wir haben wenig Leute weil der junge konservative Student nicht Journalist wird sondern ein BWL‐, Jura‐ oder Medizinstudium absolviert und später in diese Richtung geht. [...] Als ich zu einer Fernsehsendung in Deutschland eingeladen war, haben die LSBTTI Lobbygruppen den Fernsehsender dazu aufgerufen, mich wieder auszuladen, weil es ja bekannt sei, was ich für eine Person sei und mir dürfe man überhaupt kein Podium bieten und überhaupt mit solchen Leuten rede man nicht. [...] Das ist ja Totalitarismus pur! [...] Ziel muss sein, dass sich diese Initiativen, die überall so sprießen, auch zu einer vernünftigen Kraft zusammen finden, um dann politisch etwas bewirken zu können. Die Politik interessiert nur viele Wählerstimmen. Wenn man das Gefühl hat, hier bricht uns gerade ein großes Wählerpotential weg und wir müssen uns um diese Leute kümmern, dann können Sie auch in der Politik etwas bewirken. [...] Die Bevölkerung wird sich nicht beruhigen, dafür werden wir sorgen. Mit relativ wenig Gegenwehr hat man es geschafft, dass Politik plötzlich eingeschüchtert ist. [...] wenn Sie das eine Weile durchhalten, dann werden Sie alle gewinnen. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und ich würde mich freuen, wenn wir noch ein bisschen ins Gespräch kommen."[39]
(siehe auch Narrative: Homolobby, Dritter Totalitarismus)

Verkettungen mit anderen antifeministischen Narrativen

Die oben genannten Äußerungen zeigen, dass das Narrativ Traditionelle Familie mit folgenden Narrativen verkettet ist, die ebenfalls als „antifeministisch“ identifiziert wurden. Hierbei ist zu beachten, dass ein Ausdruck verschiedene Bedeutungen haben und für verschiedene Erzählungen - also für verschiedene Narrative - stehen kann. Daher findet hier nicht der Ausdruck an sich, sondern eine bestimmte Lesart dieses Ausdrucks, ein bestimmtes Narrativ, nämlich das antifeministische Narrativ, Beachtung.

Literatur

  • Andrea Maihofer/ Tomke Böhnisch/ Anne Wolf: Wandel der Familie. Literaturstudie, hrsg. von der Hans-Böckler-Stiftung, Arbeitspapier 48, Zukunft der Gesellschaft, Düsseldorf 2001 PDF
  • Andreas Gestrich (2003): Antike, In: A. Gestrich, J.-U. Krause, M. Mitterauer: Geschichte der Familie, Stuttgart
  • Gisela Notz (2015): Kritik des Familismus. Theorie und soziale Realität eines ideologischen Gemäldes, Stuttgart
  • Norbert F. Schneider: Der Wandel von der vorindustriellen zur modernen Familie, in: Dossier Deutsche Verhältnisse. Eine Sozialkunde, 31.05.2012, Hrsg.: Bundeszentrale für politische Bildung Link
  • Christine Zimmermann (2010): Familie als Konfliktfeld im amerikanischen Kulturkampf: Eine Diskursanalyse, Wiesbaden

Einzelnachweise

  1. Andrea Maihofer/ Tomke Böhnisch/ Anne Wolf: Wandel der Familie. Literaturstudie, hrsg. von der Hans-Böckler-Stiftung, Arbeitspapier 48, Zukunft der Gesellschaft, Düsseldorf 2001
  2. Duden: Familie
  3. [Andreas Gestrich: Antike, In: A. Gestrich, J.-U. Krause, M. Mitterauer: Geschichte der Familie, Stuttgart 2003, S. 96]
  4. Christine Zimmermann: Familie als Konfliktfeld im amerikanischen Kulturkampf: Eine Diskursanalyse, Wiesbaden 2010, S. 39
  5. Norbert F. Schneider: Der Wandel von der vorindustriellen zur modernen Familie, in: Dossier Deutsche Verhältnisse. Eine Sozialkunde, 31.05.2012, Hrsg.: Bundeszentrale für politische Bildung
  6. Gisela Notz (2015): Kritik des Familismus. Theorie und soziale Realität eines ideologischen Gemäldes, Stuttgart, S. 31
  7. Gisela Notz (2015): Kritik des Familismus. Theorie und soziale Realität eines ideologischen Gemäldes, Stuttgart, S. 31
  8. Gisela Notz (2015): Kritik des Familismus. Theorie und soziale Realität eines ideologischen Gemäldes, Stuttgart, S. 31
  9. Gisela Notz (2015): Kritik des Familismus. Theorie und soziale Realität eines ideologischen Gemäldes, Stuttgart, S. 35
  10. Gisela Notz (2015): Kritik des Familismus. Theorie und soziale Realität eines ideologischen Gemäldes, Stuttgart, S. 29
  11. Website World Congress of Families / Natural Family. (Web-Archiv vom 1.3.2017. Abgerufen 20.4.2017)
  12. Website World Congress of Families / Mission. (Web-Archiv vom 1.3.2017. Abgerufen 20.4.2017)
  13. Internetportal der IOF:Die CAPE TOWN Erklärung. Allgemeine Erklärung über Familie und Ehe
  14. Eklat um geplante Neudefinierung von Familie in Kroatien, in: Kurier.at vom 29.09.2017
  15. ebd.
  16. caroline ausserer: Die rechtliche Situation homosexueller Paaren in Kroatien. »Wir sind Familie«, in: Jungle World vom 21.11.2013
  17. Kroatien stimmt für christliche Ehe und gegen Homo-Paare, welt.de vom 01.12.2013
  18. 18,0 18,1 Vater, Mutter, Kind: Startseite. (Abgerufen 18.3.2017)
  19. 19,0 19,1 Europäisches Kommission: Amtiches Register: Vater, Mutter & Kind
  20. Vgl. J. Philippe Rushton
  21. Paul von Oldenburg: Geburtenkrise in Deutschland: Vor allem ein moralisches Problem, in: Kultur und Medien online vom 05. August 2009
  22. Internetpräsenz der Demo für alle: Wer wir sind
  23. AfD-Fraktion im Landtag Sachsen-Anhalt: Magdeburger Erklärung zur Frühsexualisierung vom 14.11.2016
  24. Internetpräsenz von Frau2000plus: Traditionelle Familie (Stand: 25.04.2018)
  25. Bundesamt für Verfassungsschutz: Der III. Weg
  26. Der III. Weg: Vom Genderwahn zum Volkstod, in: Internetpräsenz vom III. Weg', 12.08.2016
  27. Initiative Familienschutz: Gender-Sexualkunde an Schulen stoppen – Elternrecht schützen!. Faltblatt Februar 2018
  28. IOF: Die Cape Town Erklärung. Allgemeine Erklärung über Ehe und Familie, in: Opus-Ups.com
  29. AfD Bundestagswahlprogramm 2017, S.40
  30. AfD Bundestagswahlprogramm 2017
  31. Internetpräsenz der NPD Heilbronn: NPD-Parteiprogramm, S. 3
  32. Höcke, Björn (2014): AfD als identitäre Kraft I. Interview mit der Blauen Narzisse vom 13. 8. 2014, Björn (2014): AfD als identitäre Kraft II. Interview mit der Blauen Narzisse vom 13. 8. 2014
  33. Internetpräsenz der AfD Salzkotten: Aufruf zur Kundgebung "Ehe für alle = Ehe für keinen" (Abgerufen 12.7.2017)
  34. Die traditionelle Familie. Fundament unserer Gesellschaft unter Beschuss von allen Seiten, in: Leseprobe aus Ausgabe Nr. 12/2017, Ausgabe 12, November 2017 Spiegelung des Artikels in Epoch Times: André Barmettler: Die traditionelle Familie wird durch den modernen Feminismus zerstört, in: Epoch Times vom 11.02.2018
  35. Abgeordneten-Check: "Schluss mit Gender Mainstreaming. Gender Mainstreaming zerstört Ehe und Familie", in: Internetpräsenze von Abgeordneten_Check
  36. Abgeordneten-Check: "Familie jetzt schützen. Für einen Richtungswechsel in der Familienpolitik", in: Abgeordneten-Check: Kampagnen
  37. zit. n. Junge Freiheit vom 8.06.2018, S. 8
  38. Klaus Kelle: Von Ideologen, die Eltern entmachten wollen, und was WIR tun können, in: Denken erwünscht - Der Kelle-Blog vom 23.06.2018
  39. Birgit Kelle: Ist die traditionelle Familie ein Auslaufmodell?, Vortrag während der Konferenz