Birgit Kelle

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Diskursatlas Antifeminismus
Diskursthema:
Sexualität Geschlecht Familie
Bildung
Diskursakteurin:
Birgit Kelle

Birgit Kelle ist eine deutsche Publizistin. Sie ist verheiratet mit Klaus Kelle[1].

Birgit Kelle bedient u.a. die antifeministischen Narrative 'Genderwahn', 'Traditionelle Familie' und 'Homolobby' in verschiedenen Diskursthemen, wie Sexualität, Familie und Geschlecht.


Antifeministische Narrative bei Birgit Kelle

Äußerungen mit antifeministschen Narrativen von Birgit Kelle

  • Birgit Kelle schrieb im Februar 2015 im Focus einen Beitrag zur vermeintlichen Gender-Ideologie, in dem es unter anderem hieß:
"Eine groteske Ideologie breitet sich in Deutschland aus. Sie behauptet, Geschlecht sei ein "Konstrukt", verdirbt die Sprache und frisst Steuergelder [...] Eine ganze Nation gendert sich gerade Richtung Wahnsinn und verschleudert dabei zielsicher Steuergelder, die sich kaum mehr beziffern lassen."[2]
(siehe auch Narrative: Gender-Ideologie, Genderwahn, Gleichstellung ist zu teuer)


  • In einem Artikel im Focus zur gendersensiblen Sprache schrieb Birgit Kelle im April 2014:
"George Orwell würde sicher neidvoll erblassen angesichts der Kreativität der AG „Feministisch Sprachhandeln“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit Erscheinen seines Romans „1984“ gilt er zwar als Erfinder des „Neusprech“, doch er konnte damals nicht ahnen, dass ihm Soziologen aus Berlin einmal den Rang ablaufen würden. Was sich wie der Satire-Gipfel in der ARD anhört ist jetzt als Broschüre zum „Antidiskriminierenden Sprachhandeln“ zu haben und soll helfen, eine gewaltvolle und unterdrückende, zweigeschlechtlich geprägte Sprache in ihren Grundfesten zu demoralisieren und endlich den Weg frei zu geben für alle Geschlechter unter besonderer Berücksichtigung von Frauen, die ja bekanntlich sprachliche Opfergruppe Nummer eins sind. [...] Was hat diese Broschüre eigentlich gekostet? Es muss unserem Land einfach phantastisch gehen, wenn wir es uns leisten können, dass sich Universitäten damit beschäftigen, wie man Sprache mit allerlei frei erfundenen Schreibweisen so absurd gestalten kann, dass keiner mehr versteht, was gesagt werden soll."[3]
(siehe auch Narrative: Neusprech, Gleichstellung ist zu teuer)


  • Im Focus-Magazin 11 / 2012 plädierte Birgit Kelle für einen "femininen Feminismus":
„Wir brauchen einen femininen Feminismus […] Der Sinn der Frage „Wen rette ich zuerst?“ entstammt dem einst geltenden Grundsatz, dass es für das Überleben einer Gesellschaft wichtig ist, diejenigen zu schützen, die den Fortbestand der Generationen sichern: potenzielle Mütter und Kinder. […] Wir brauchen keinen Feminismus mehr in unserem Land. Wir haben schon seit Jahren eine gesetzliche Gleichstellung der Frau. Was wir brauchen, ist eine neue Mütterpolitik […] Zwar sprechen wir viel und gerne über Vielfalt in unserer Gesellschaft, wenn es aber um das unterschiedliche Geschlecht von Mann und Frau geht, hört der Spaß auf. Dann ist der gegenderte Einheitsmensch plötzlich das Ideal, weil es ja keine Unterschiede mehr geben darf zwischen Mann und Frau. Es ist trauriges Erbe eines verfehlten Feminismus, dass ein spezifisch weiblicher Lebensweg als nicht mehr erstrebenswert gilt. Dass Mutterschaft – die ureigenste Domäne der Frau – nur noch ein Problem darstellt, das es zu organisieren gilt. “ [4]
(siehe auch Narrtiv: Neue Frauenbewegung)


  • Im Blog des Vereins Frau2000plus von Birgit Kelle heißt es unter dem Stichwort "Traditionelle Familie":
"Die Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking brachte erstmals den „Gender“-Begriff auf die politische Agenda. Eine Ideologie der Eingeschlechtlichkeit, die Wesenunterschiede zwischen Mann und Frau negiert. „Gender Mainstreaming“ wird heute mit hohen Millionenbeträgen weltweit gefördert [...] Frau Schwarzer und ihre Aktivistinnen entwerten Frauen, die sich für familiäre Kindererziehung entscheiden. Was ist ein „Feminismus“ wert, der die Mehrheit aller Frauen diskriminiert?"[5]
(siehe auch Narrative: Traditionelle Familie, Gender-Ideologie, Gleichstellung ist zu teuer, Gleichstellung diskriminiert)


  • Während einer Konferenz, organisiert von der zur Moon-Sekte zählenden (Universal Peace Federation (UPF)), hielt Birgit Kelle im Tschechischen Parlament einen Vortrag zum Thema "Ist die traditionelle Familie ein Auslaufmodell?", wo sie unter anderem sagte:
"wir haben relativ wenige konservative Journalisten, wir haben wenig Leute weil der junge konservative Student nicht Journalist wird sondern ein BWL‐, Jura‐ oder Medizinstudium absolviert und später in diese Richtung geht. [...] Als ich zu einer Fernsehsendung in Deutschland eingeladen war, haben die LSBTTI Lobbygruppen den Fernsehsender dazu aufgerufen, mich wieder auszuladen, weil es ja bekannt sei, was ich für eine Person sei und mir dürfe man überhaupt kein Podium bieten und überhaupt mit solchen Leuten rede man nicht. [...] Das ist ja Totalitarismus pur! [...] Ziel muss sein, dass sich diese Initiativen, die überall so sprießen, auch zu einer vernünftigen Kraft zusammen finden, um dann politisch etwas bewirken zu können. Die Politik interessiert nur viele Wählerstimmen. Wenn man das Gefühl hat, hier bricht uns gerade ein großes Wählerpotential weg und wir müssen uns um diese Leute kümmern, dann können Sie auch in der Politik etwas bewirken. [...] Die Bevölkerung wird sich nicht beruhigen, dafür werden wir sorgen. Mit relativ wenig Gegenwehr hat man es geschafft, dass Politik plötzlich eingeschüchtert ist. [...] wenn Sie das eine Weile durchhalten, dann werden Sie alle gewinnen. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und ich würde mich freuen, wenn wir noch ein bisschen ins Gespräch kommen."[6]
(siehe auch Narrative: Traditionelle Familie, Homolobby, Dritter Totalitarismus)

Diskurskoalitionen

Mitgliedschaften

Birgit Kelle ist Vorsitzende des Vereins Frau 2000plus[7]. Sie ist Mitglied von New Women for Europe (NWFE). Darüber hinaus ist sie stellvertretende Vorsitzende des Verband Familienarbeit e.V.[8] [9][10] und Sprecherin des Bündnisses Rettet die Familie. [9]

Birgit Kelle ist Mitglied der CDU.[9][11]

Birgit Kelle hat nach Recherchen des Soziologen Andreas Kemper enge Kontakte zu den Legionären Christi[12].

Zeitschriftenbeiträge

Birgit Kelle publiziert im Magazin Das Neue Non Nobis domine des ökumenischen Ordens Ordo Militae Crucis Templi - Tempelritterorden e. V..[13]

Birgit Kelle verfasste Beiträge für die neurechte Wochenzeitung Junge Freiheit[14][9].

Birgit Kelle schreibt für Focus-online Gastbeiträge.[15]

Votragstätigkeiten

Birgit Kelle war Rednerin während der Demo für alle in Stuttgart am 28.06.2014 [16], am 21.03.2015 [17], am 28.02.2016 [18] und in Wiesbaden am 25.06.2017 [19] Sie war Vortragende während des Demo-für-alle Symposiums in Frankfurt am Main am 20.01.2018 [20]

Birgit Kelle nahm im März 2014 am Kongress des Geistlichen Rüstzentrums Krelingen "Familie quo vadis?" teil.[21]

Birgit Kelle trat mehrfach als Rednerin in Konferenzen der zur Moon-Sekte zählenden Universal Peace Federation (UPF)[22][23] auf.[24] Während einer von der Moon-Sekte dominierten Tagung im Tschechischen Parlament im Oktober 2017 erörterte Birgit Kelle laut UPF-Protokoll Strategien der Gegner*innen der "Natürlichen Familie" und schlug Gegenstrategien vor.[25]

Petitionen

Birgit Kelle ist Unterzeichnerin der Frankfurter Erklärung[26].

Buchpublikationen

  • Dann mach doch die Bluse zu: Ein Aufschrei gegen den Gleichheitswah. Adeo, Asslar 2013.
  • GenderGaga. Wie eine absurde Ideologie unseren Alltag erobern will. Adeo, Weinheim 2015.
  • Muttertier: Eine Ansage. Fontis-Verlag, Basel 2017

Weblinks

Einzelnachweise

  1. The European: Köpfe: Klaus Kelle Abfrage vom 9.7.2018
  2. Birgit Kelle: Gender mich nicht voll!, im Focus-Magazin 10/2015
  3. Birgit Kelle: Bis keiner mehr versteht, was gesagt werden soll"Computa", "Studierx", "m@n": Ein Traum für Analphabeten und Feministinnen, in: Focus-online vom 24.04.2014
  4. Birgit Kelle: Wir brauchen einen femininen Feminismus. Ein Plädoyer von Birgit Kelle, in: Focus-Magazin 11, 2012
  5. Internetpräsenz von Frau2000plus: Traditionelle Familie (Stand: 25.04.2018)
  6. Birgit Kelle: Ist die traditionelle Familie ein Auslaufmodell?, Vortrag während der Konferenz "Internationaler Familientag: Familie und Gesellschaft" in Prag, 22.05.2014
  7. Frau2000plus: Kontakt (Abgerufen am 2.1.2017)
  8. Verband Familienarbeit e.V.: AnsprechpartnerInnen (Abgerufen am 2.1.2017)
  9. 9,0 9,1 9,2 9,3 Birgit Kelle: Vita (Abgerufen am 2.1.2017)
  10. [1] Biografie bei Hart aber Fair / WDR. Abgerufen am 10. Mai 2016.(Abgerufen am 2.1.2017)
  11. Birgit Kelle: "Unsere politischen Gegner sind ein Witz", in: WELT.de vom 03.12.2016 (Abgerufen am 12.7.2017)
  12. Andreas Kemper: Christliche Aktivistin Birgit Kelle: Militante Feministin Gottes taz vom 8.9.2014. (Abgerufen am 2.1.2017).
  13. Inhaltsverzeichnis Non Nobis Jg 1 Dez. 2009 Heft 2, Inhaltsverzeichnis Non Nobis Jg 2 Dez. 2010 Heft 4, Inhaltsverzeichnis Non Nobis Jg 3 Jun. 2011 Heft 5, Inhaltsverzeichnis Non Nobis Jg 3 Dez. 2011 Heft 6, Inhaltsverzeichnis Non Nobis Jg 4 Mai. 2012 Heft 7, Inhaltsverzeichnis Non Nobis Jg 4 Dez. 2012 Heft 8, Inhaltsverzeichnis Non Nobis Jg 5 Apr. 2013 Heft 9, Inhaltsverzeichnis Non Nobis Jg 5 Dez. 2013 Heft 10, Inhaltsverzeichnis Non Nobis Jg 6 Nov. 2014 Heft 12, Inhaltsverzeichnis Non Nobis Jg 9 Jan. 2017 Heft 15
  14. Ulli Jentsch (2016): Die 'Lebensschutz'-Bewegung und die AfD. Nur ein der Bewegung ergreift die Partei, in: Alexander Häusler (Hrsg.): Die Alternative für Deutschland. Programmatik, Entwicklung und politische Verortung, Wiesbaden: Springer VS 2016 (99-107), S. 100
  15. Focus.de: Autoren: Birgit Kelle
  16. Demo 28.06.2014, Webpräsenz der Demo für alle(Abgerufen 26.6.2017)
  17. Demo 21.03.2015, Webpräsenz der Demo für alle(Abgerufen 26.6.2017)
  18. Demo 28.02.2016, Webpräsenz der Demo für alle(Abgerufen 26.6.2017)
  19. Demo 25.06.2017, Webpräsenz der Demo für alle(Abgerufen 26.6.2017)
  20. Internetpräsenz zum Symposium/Referenten
  21. Volkmar Günther: "Familie – Gottes geniale Idee. Rückblick auf den Krelinger Familienkongress", in: Krelinger Briefe 2014/2; (Heruntergeladen am 2.1.2017)
  22. Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen: Vereinigungskirche
  23. Peter T. Schmidt: Moon-Bewegung wirbelt Staub auf. Schloss Fürstenried: Die Sekte war schon öfter hier, in: Merkur vom 7.11.2015
  24. Vgl. Andreas Kemper: Antifeminismus: Diskurskoalitionen katholischer Verbände mit der Moon-Sekte, Webblog von Andreas Kemper, 26.04.2018
  25. "Mrs. Birgit Kelle, a German journalist and well-known profamily activist, reviewed some strategies used by opponents, consisting for example in using core democratic values such as tolerance, diversity or equality to undermine natural family relationships, and proposed counter-strategies." Juraj Lajda: Conference at the Prague Parliament. Inauguration of the International Association of Parliamentarians for Peace in the Czech Republic, Prag, 9.10.2017
  26. Frankfurter Erklärung: Unterstützer (Abgerufen am 2.1.2017)