Gender-Ideologie

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Diskursatlas Antifeminismus
Diskursthema:
Geschlecht
Bildung Gleichstellung
Narrativ:
Gender-Ideologie

Der Ausdruck Gender-Ideologie (auch Genderideologie) findet als antifeministisches Narrativ Anwendung in den Diskursthemen Geschlecht, Bildung und Gleichstellung.

Geschichte und Bedeutung des Narrativs Gender-Ideologie

Geschichte des Narrativs Gender-Ideologie

Nach Bozena Choluj[1] und laut der Schweizer Theologin und Feministin Doris Strahm[2] habe der Päpstliche Rat für die Familie erstmals 2000 von "Gender-Ideologie" gesprochen. Insbesondere unter Papst Benedikt XVI. habe sich der Negativbegriff verbreitet.[3] Doch auch Papst Franziskus sprach 2016 von "ideologischer Kolonisierung" durch die Gender-Theorie im Krieg um die Zerstörung der Ehe. [4] "Die Umdeutung von «Gender» zu «Gender-Ideologie» diene kirchlichen Kreisen dazu, gegen alles vorzugehen, was in ihren Augen die Fundamente der patriarchalen Machtverhältnisse in Kirche und Gesellschaft infrage stelle", fasst der Schweizer Tagessanzeiger die begründende Argumentation von Doris Strahm zusammen.[3]

Aktuell hat sich in Deutschland die Partei Alternative für Deutschland das Narrativ Gender-Ideologie zu eigen gemacht.

Der damalige Landesvorsitzende der AfD-Niedersachsen Armin Paul Hampel und Sören Hauptstein, der damalige Landesvorsitzende der Jungen Alternative, beteiligten sich an der Veröffentlichung des Videos "Der Gender-Plan", in dem vor der Gender-Ideologie in Klassenzimmern gewarnt wird. [5]

Im Parteiprogramm der AfD für die Bundestagswahl 2017 gibt es in Kapitel 7 "Willkommenskultur für Kinder: Familienförderung und Bevölkerungsentwicklung" das Unterkapitel 7.7, dass mit dem Titel "Für ein klares Familienbild – Gender-Ideologie ist verfassungsfeindlich" explizit auf die vermeintliche Gender-Ideologie Bezug nimmt. In den beiden Unterkapiteln bezieht sich die AfD dann auf "Gender-Ideologie an den Schulen" und die "Steuerverschwendung durch 'Gender-Forschung'".[6]

Bedeutung des Narrativs Gender-Ideologie

Allgemein

Als Gender-Ideologie werden verallgemeinernd die Geschlechterforschung, staatliche Gleichstellungspolitik sowie die Frauenbewegung und Queer-Movements als ideologische Erscheinungen ("Genderismus") zu delegitimieren versucht, wobei sich der Ideologie-Vorwurf insbesondere gegen die Gender Studies richtet.[7] Zentrale Bezugspunkt des Narrativs Gender-Ideologie sind die Publikationen der US-Amerikanerin Dale O'Leary. Relevant für die Verbreitung dieses Narrativs ist zudem eine Broschüre von Gabriele Kuby, die diese 2014 mit dem Titel "Gender: Eine neue Ideologie zerstört die Familie".[8] veröffentlichte. Der Ideologie-Vorwurf folgt dabei einem eher umgangssprachlichen Verständnis von Ideologie. Sebastian Scheel schreibt hierzu: "Der unspezifische Ideologie-Vorwurf soll Gender Studies als nicht reflexionswürdig abstempeln und eine inhaltliche Auseinandersetzung mit politisch Unerwünschtem erübrigen."[9] Während also u.a. der Geschlechtserforschung ideologiegeleitetes Arbeiten und Unwissenschaftlichkeit vorgeworfen wird, ist die eigene Position "unideologisch" und über jeden Zweifel erhaben. So arbeiten verschiedene dem Antigenderismus nahestehende Akteure explizit mit einer solchen Gegenüberstellung ihrer eigenen Wissenschaftlichkeit und Glaubwürdigkeit und der Ideologie der "Anderen", der "Genderisten".[7]

Im Vorwort der Studie Gender, Wissenschaftlichkeit und Ideologie – Argumente im Streit um Geschlechterverhältnisse heißt es zum Narrativ Gender-Ideologie:

"So zeigen die von uns beauftragten Autor_innen, dass ein sehr enges Verständnis von Wissenschaftlichkeit an Studien aus dem Bereich der Genderforschung angelegt wird und die Kritik auf dieser Verengung des Begriffs basiert. Diese selbst gezogenen engen Maßstäbe für Wissenschaftlichkeit werden jedoch nicht an Texte von maskulinistischen bzw. antifeministischen Autor_innen angelegt. Mit dieser Art von doppelten Standards wird die ideologische Orientierung und diskriminierende Intention der Anti-Feminist_innen deutlich und ihre Behauptung, die eigene Position sei «neutral» bzw. frei von Ideologie, ad absurdum geführt. Ihre Prämissen und Annahmen bleiben unreflektiert."[7]

Religiöse Bezüge

Sonja Angelika Strube stellte in einer Volltextsuche zu den Begriffen "Genderideologie", "Gender-Ideologie" und "Genderismus" die Aktivität religiöser Ativisten heraus:

"Eine Volltext-Stichwortsuche unter den 1.785.446 Artikeln auf Wikipedia führte im Dezember 2014 mit dem Begriff „Genderideologie“ zum Artikel über Weihbischof Andreas Laun, regelmäßiger Autor auf kath.net, mit dem Begriff „Gender-Ideologie“ zu den Artikeln über den evangelischen Philosophen Harald Seubert, den römisch-katholischen polnischen Priester Dariusz Oko, die Journalistin Bettina Röhl (mit 68er-kritischem Themenschwerpunkt) und den russisch-koreanischen Journalisten und Historiker Vladimir Tikhonov. Die Volltext-Stichwortsuche zu „Genderismus“ führte zu den Wikipedia-Artikeln über Heteronormativität, Bischof Vitus Huonder, die Sokal-Affäre und das Studienzentrum für Genderfragen in Theologie und Kirche der EKD. In fast allen genannten Zusammenhängen werden die Begriffe von den vorgestellten Personen negativ konnotiert und als Kampfbegriffe gegen verschiedene Bestrebungen für mehr Geschlechtergerechtigkeit benutzt, im Artikel über das Studienzentrum vonseiten der Gegner des Zentrums."[10]

Als eines von fünf "toxischen Hauptnarrativen" im "Namen des christlichen Glaubens im Netz" hat die Evangelische Akademie zu Berlin im Forschungsprojekt "Netzteufel" die Formulierung "Der Genderwahnsinn ist reine Ideologie" mit den beiden "Kampfbegriffen" "Genderwahnsinn" und "Genderideologie" ausgemacht.[11] Es würden biblische Bezüge für ein "ein diffuses Feindbild gegen jede Form weiblicher Emanzipation" genutzt, kritisiert das Forschungsprojekt: "Das vermeintliche Teufelswerk der 'Genderideologie' wird der listigen Schlange zugeordnet, die in moderner Gestalt der „Theolügin“ die Welt verführt."[12]

Äußerungen im Narrativ Gender-Ideologie

Die folgenden Äußerungen können zur besseren Lesbarkeit des Artikels ein- und ausgeklappt werden.

  • 2008: Im Kapitel zur "Auflösung der Geschlechter" in ihrem Buch Gender ohne Ende Oder Was vom Manne übrig blieb, erschienen im Antaios-Verlag, schrieb Ellen Kositza unter anderem:
„Damals galten Akademiker, Anthroposophen und Adelige als eminent gebärfreudig, heute sind es laut Stammtisch Arbeitslose, Ausländer und Asoziale. Worin wurzelt die schwindende Bereitschaft zum Muttersein, gerade in kultivierten Schichten, also in jenem Teil des Volks, der Leistungsträger und gesellschaftsfähige Persönlichkeiten hervorbringt? […] 
Die [Industrielle Revolution] brachte mit sich, was als Degeneration des Mannes betrachtet werden kann – das demokratisierte Bürgertum und seine Institutionen. Der Vater wurde aus dem häuslichen Umfeld entfernt, und nicht mehr das Bekenntnis zu einem Herrscher zählte, sondern die klägliche Abgabe der Stimme. Akademien, Ämter, Arbeit im Getriebe: Hier schon zerbrach die 'heile Welt' mit Großfamilie, klar und einsichtig definierter Männlichkeit und Weiblichkeit; Lebensweisen, die kein stupider Zwang, sondern schlüssige Notwendigkeit waren und seit Menschengedenken quasi unverändert tradiert wurden. [...]
Männer, das bemerkte Otto Weininger hundert Jahre vor der umfassenden Gender-Maintreaming-Ideologie, sind 'heute nahe dran, sich der weiblichen Wertung ihrer selbst zu fügen'. [...]
Wir dürfen das konservative Argument des diskutablen Unnatürlichen gern hintanstellen und brauchen den Teufel gar nicht erst an die Wand zu malen. Da steht er nämlich längst [...] Als verlockendes, doch unheiliges Mischwesen, als bärtiger Paradiesvogel mit umgeschnallten Fleischbrüsten. Diese vater- und mutterlose Welt hinterläßt Kranke und Gestörte.“[13]
(siehe auch Narrative Verschwinden der Männlichkeit, Dekadenz, Traditionelle Familie, Mischwesen, Natürliche Geschlechterordnung, Parental Alienation Syndrome)
"Wie glücklich ist die katholische Kirche, dass sie eine Antwort hat auf diese Krise! Antwort auf die Verwirrung durch die Genderideologie, auf die ewigen Fragen der Verhütung, der keuschen Lebensweise vor und in der Ehe, der natürlichen Empfängnisregelung, der ganzen Anthropologie des Menschseins. [...] Wenn Jugendliche die Katechesen über „Die menschliche Liebe im göttlichen Heilsplan“ verstehen und diese „neue Sprache“ tief aufzunehmen beginnen, dann wird so vieles klar und geordnet und sie beginnen zu strahlen. [...] Sie verstehen nun in der ganzen Tiefe, warum die Ehe nur zwischen Mann und Frau geschlossen werden kann und warum sexuelle Handlungen den ihnen entsprechenden Ort ausschließlich in der Ehe haben"[14]
(siehe auch Narrativ: Natürliche Geschlechterordnung)
  • 24.04.2009: In der Marburger Erklärung „Für Freiheit und Selbstbestimmung – gegen totalitäre Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände“ hieß es unter anderem:
"Für Freiheit und Selbstbestimmung - gegen totalitäre Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände. [...] Es gibt [...] Menschen, die unter ihrer sexuellen Orientierung leiden und therapeutische Hilfe suchen. Wie wissenschaftliche Unter­suchungen zeigen birgt praktizierte Homosexualität ein erhebliches gesundheitliches und psychisches Risiko. Dazu zählen überdurchschnittliche Anfälligkeit für AIDS, Geschlechts­krankheiten, Depression, Ängste, Substanzenmissbrauch (Alkohol-, Medikamente und Drogen) und Suizid­gefährdung. Das müsste Grund genug sein, jenen, die sich kritisch mit Fragen homosexueller Lebensweisen befassen wollen oder therapeutische Hilfe suchen, diese Möglichkeit auch anzubieten. [...] Es ist ein Widerspruch, wenn durch die Gender-Mainstreaming-Bewegung propa­giert wird, der Mensch könne und solle sein Geschlecht und seine sexuelle Orientierung (homo-, bi- oder transsexuell) frei wählen, andererseits aber die Möglichkeit zur Veränderung von der Homosexualität zur Heterosexualität geleugnet wird und konkrete therapeutische Angebote für Menschen, die eben dies anstreben, unterdrückt werden. [...] Die Lesben- und Schwulenverbände setzen ihre partikularen Interessen mit persönlichem und öffentlichem Druck, medialem Mobbing und Verleumdung durch. Mit einem deformierten Begriff der Menschenrechte wird versucht, die kritische Untersuchung der Risiken und Folgen praktizierter Homosexualität für den Einzelnen und die Gesellschaft als „Homophobie“ und „Hassrede“ zu kriminalisieren. [...] Wir fordern alle Menschen guten Willens auf, sich dieser Erklärung anzuschließen und sich in ihrem Einflussbereich den totalitären Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände zu widersetzen."[15] 
(siehe auch Narrative: Dekadenz, Totalitarismus, Homolobby)
  • 2010: Im NPD-Parteiprogramm heißt es zur Familie:
"Die kleinste Gemeinschaft innerhalb unseres Volkes ist die Familie. Auf ihr fußen Volk und Staat, weshalb der Familie auch die besondere Zuwendung und Fürsorge des Staates zuteil werden muss. Ihren natürlichen Ausdruck findet die Familie in der Ehe mit Kindern. Dies begründet den besonderen Schutz von Familie und Ehe. Homosexuelle Lebenspartnerschaften bilden keine Familie und dürfen nicht gefördert werden. Kinder brauchen Mutter und Vater für eine gesunde Entwicklung, aber auch alleinerziehende deutsche Mütter und Väter verdienen staatliche Unterstützung. [...] Die NPD bekennt sich zur Unterschiedlichkeit und Gleichwertigkeit von Mann und Frau und lehnt die naturwidrige Gender-Mainstreaming-Ideologie ab. [...] Die Familie – als Trägerin des biologischen Erbes – ist die Keimzelle des Volkes. Die besondere Bedeutung der Familie für die Zukunftsfähigkeit unseres Volkes wird angesichts einer katastrophalen Bevölkerungsentwicklung in einem vergreisenden Deutschland immer deutlicher."[16]
(siehe auch Narrative Traditionelle Familie, Homosexuelle Promiskuität, Kinder brauchen Vater und Mutter, Demografische Katastrophe, Keimzelle der Nation)
"Der „Volkstod“ breitet sich immer weiter aus. Ein Phänomen, das in der modernen Zeit die gesamte westliche Zivilisation erfasst hat. Doch gerade Deutschland, das sich seit gut mehr als 65 Jahren im Würgegriff der vermeintlichen „Befreier“ befindet, leidet am stärksten unter all den durch Kapitalismus und Globalisierung geknechteten Völkern. Ursachen hierfür sind zum einen der indoktrinierte Selbsthass, der von Politik, Medien und anderen gesellschaftlichen Institutionen zelebriert wird. Die Menschen werden hier zum Spielball von fremden Mächten gemacht, die es schaffen, in die Psyche eines ganzen Volkes einzudringen. Zum anderen ist aber auch die übermäßig ausgeprägte Wohlstands- und Konsumgesellschaft daran schuld, dass die Menschen den Wert der Familie nicht mehr schützen und achten. [...] Dabei ist gerade die demographische Katastrophe ursächlich für alle gegenwärtigen und zukünftigen Krisen. [...] Aus ökonomischer Sicht wäre dies der SuperGau. [...] Aber auch aus soziokultureller Hinsicht wäre dieses Szenario der Untergang der Kulturnationen Europas. Die Familie ist die Keimzelle eines jeden Volkes. [...] Besorgniserregend ist auch die Tatsache, dass mit dem aufkommenden Hirngespinst Gender Mainstreaming diese katastrophale Entwicklung unserer Völker beschleunigt wird. Die Strategie des Gender Mainstreaming hat zwar erst gut 25 Jahre Bestand, die Ideologie dahinter ist jedoch wesentlich älter. Auch hat die Gender Ideologie großen Anteil an der Paarungsmüdigkeit der Deutschen, mitsamt ihren daraus resultierenden verheerenden Folgen."[18]
(siehe auch Narrative: Genderterror, Selbsthass, Demographische Katastrophe, Europäische Hochkultur, Niedergang der Nation, Keimzelle der Nation, Drohender Volkstod, Genderwahn)
  • 30.10.2011: Eckhard Kuhla publizierte einen Artikel auf dem Internet-Portal von Agens e. V. zum Thema "Gender" als "Meinungsdikstatur":
"Gender wirkt: Meinungsdiktatur! [...] Der regierungsamtliche Feminismus hat inzwischen eine solche unwidersprochene Deutungsmacht erreicht, dass sich Entscheidungsträger gezwungen sehen, Sicherheitskräfte einzusetzen, oder – wie in Trier –  sich [sic!] lieber zu kapitulieren, als sich der Gegenseite zu stellen. Diese [sic!] Gegenseite, in unserem Falle, eine kampfesstarke [sic!] Minderheit,  definiert folgerichtig [sic!] den politischen Wertekompass. Wie Mehltau legt sich diese “politische Korrektheit” über unser Land. Trotzen und Stärke zeigen, diese männlichen Tugenden scheinen zu verblassen [sic!]. Gender wirkt!"[19]
(siehe auch Narrative: Political Correctness, Lautstarke Minderheit, Mehltau, Meinungsdiktatur, Verschwinden der Männlichkeit)
  • 2012: Gabriele Kuby schrieb im Kapitel Kapitel "Die schiefe Ebene zum Totalitarismus in neuem Gewand" ihres Buches "Die globale sexuelle Revolution:
"Der heraufziehende Totalitarismus des 21. Jahrhunderts trägt ein anderes Kostüm als im 20. Jahrhundert, keinen Schnurrbart, keine Stiefel [...] Es entsteht ein Meinungsstrom, der so mächtig wird, dass die Menschen ihren eigenen Wahrnehmung nicht mehr trauen und bereit werden, Ideologien an ihre Stelle zu setzen, sogar solche, die jeder mit eige nen Augen und eigener Erfahrung als Lüge erkennen kann – die Leugnung der Geschlechtspolarität von Mann und Frau."[20]
(siehe auch Narrative Dritter Totalitarismus, Komplementarität der Geschlechter)
"Die totalitären Absichten der Gender Ideologie werden durchaus erkannt und kritisiert [...] Die Gender Ideologie will durch ein langfristig angelegtes Gender Mainstreaming erreichen, dass ihre neue Geschlechtsordnung eine alle Lebensbereiche bestimmende Gültigkeit erfährt. Es werden Umerziehungsprogramme aufgelegt, die das Ziel haben, unter dem Deckmantel von Gleichberechtigung und Freiheit, einen neuen Menschen in einer neuen Gesellschaft zu schaffen. [...] Eine derartige Ideologie führt zur Degeneration und zu Persönlichkeitsirrungen, da die von Gott gesegneten objektiven geschlechtlichen Vorgaben mit Entschiedenheit geleugnet und bekämpft werden. [...] Praktizierter gleichgeschlechtlicher Sexualverkehr wird in allen biblischen Erwähnungen in einen negativen Zusammenhang gestellt (1 Mo 19,5; Röm 1,24ff) und erfährt eine deutliche Ablehnung mit Unheilsverheißung (3 Mo 18,22; 1Kor 6,9f). [...] Es geht bei der Genderbewegung wie auch bei der sich dieser Ideologie angeschlossenen Homosexuellenbewegung nicht um Gleichheit und Freiheit, sondern vielmehr um eine Neukonstituierung der Gesellschaft mittels einer Umerziehung der Identität von Mann, Frau, Familie und Ehe. Das ist nicht neu. Immer wieder wollten totalitäre Systeme den „neuen Menschen“ und die „neue Gesellschaft“ bilden. Ideologien die zunächst zahlreiche Menschen durch alle Bildungsebenen hindurch begeisterten und dann letztendlich Millionen von Menschen in den Abgrund rissen. Die vergangenen hundert Jahre sollten uns vor Augen geführt haben, dass es zerstörerische Ideologien gab und gibt, zu denen wir nicht schweigen dürfen."[21]
(siehe auch Narrative: Dritter Totalitarismus, Umerziehung, Dekadenz, Niedergang der Nation)
"In actual fact, people identifying as	gay/lesbian can	roughly be subdivided into three categories: (1) those who, being painfully aware of the immorality of sodomy, suffer from their proclivities and want to get rid of them; (2) those who “prefer to remain in the closet” (i.e., those who, regarding their sex life as a purely private matter, simply want to get on with their lives and see no interest in asserting the “equality” of what they do with what others do), and (3) highly ideologized gays and lesbians who assert the “equality” of sodomy with marriage. There is good reason to believe that (1) is the biggest group of the three, whereas (3) is by far the smallest. But it is only group (3) that ILGA-Europe represents, whereas (1) and (2) are completely sidelined. In the case of group (1) this has the tragic implication that, not at all being in line with the ILGA-Europe dogma, it is discriminated against and silenced."[22]
(siehe auch Narrative: Sodomie, Homolobby, Gleichstellung diskriminiert)
"Wir protestieren auf das Schärfste gegen die Umerziehung unserer schulpflichtigen Kinder durch die Gender-Ideologie und fordern die Abwahlmöglichkeit entsprechender Unterrichtsfächer zum Schutz unserer Kinder bis zum 18. Lebensjahr."[23]
(siehe auch Narrativ: Umerziehung)
"In die Politik Einzug gehalten habe die Gender-Ideologie mit dem 'Gender-Mainstreaming'. Darunter verstehe man das Bemühen, das 'Gender-Denken in der breiten Masse der Gesellschaft zu verankern'. Dieser mit Steuergeldern finanzierte Umerziehungsprozess wird von 'Kirche in Not' abgelehnt."[24]
(siehe auch Narrativ: Umerziehung)
"Thüringen befindet sich mitten in einer demographischen Katastrophe. [...] Um dieser fürchterlichen Entwicklung Einhalt zu gebieten, proklamieren wir im Gegensatz zu allen etablierten Parteien ein klares ›Ja‹ zur klassischen Familie und zum Kind. Jeder weiteren Auflösung dieser Keimzelle unseres Volkes treten wir energisch entgegen. [...] Dem Konzept des sogenannten Gender Mainstreaming, einem Sonntagskind der Dekadenz, das auf die Auflösung der natürlichen Geschlechterordnung abzielt, haben wir den Kampf angesagt." [25]
(siehe auch Narrative: Demografische Katastrophe, Traditionelle Familie, Keimzelle der Nation, Dekadenz, Natürliche Geschlechterordnung)
"GM [Gender-Mainstreaming] hat sich unbemerkt zu einer Staatsideologie unter dem Deckmantel von „Gleichstellung“ von Mann und Frau etabliert. Es wurde zum Hauptinstrument für reine Frauenförderung vor allem im öffentlichen Dienst und an den Hochschulen, sowie für die Umerziehung in den Schulen. [...] Die Öffentlichkeit nimmt von Gender Mainstreaming (GM) nur Einzelthemen wie Frauenquote, Frühsexualisierung, Gendersprache usw. wahr. Hinter GM steht aber ein allumfassendes Programm mit totalitärem Anspruch. [...] Gender Neusprech: Feministisch orientierte und verordnete Sprachverunstaltung, die unser Denken demgemäß prägen soll"[26]
(siehe auch Narrative: Umerziehung, Dritter Totalitarismus, Neusprech)
  • 12. 12. 2014: Erwiderung von Björn Höcke im Landesparlament Thüringen auf die Regierungserklärung von Bodo Ramelow:
"Mit ihrem Ansatz der Früh- und Hypersexualisierung rauben Sie unseren Kindern ihre unbeschwerte Kindheit. Wer es wagt, die Seele unserer Kinder anzurühren, wird mit unserem entschlossenen Widerstand rechnen müssen. Auch dem Gender-Totalitarismus, dieser Fehlgeburt des Behaviorismus, werden wir die Stirn bieten. Nach der politischen Revolution und der Kulturrevolution versuchen Sie es jetzt mit der anthropologischen Revolution. Hauptsache man kann Ungleiches gleichschalten und Bewährtes zerstören, nicht wahr? Was Sie mit Ihrem Körper machen, ist mir völlig egal. Aber versuchen sie Ihre dekadente Desorientierung nicht als allgemeine Erziehungsmaxime zu verkaufen. In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, daß die Einführung des Gleichstellungsausschusses ein Fehler war. Die einseitige Bevorzugung von Frauen allein aufgrund ihres Geschlechts führt zu weiterer negativer Diskriminierung. Es werden nicht nur Männer einzig wegen ihres Geschlechts von Posten ausgeschlossen, nein, es wird die Autorität von leistungsstarken Frauen in verantwortungsvollen Positionen untergraben. Starke Frauen brauchen keine Quote!" [27]
(siehe auch Narrative: Frühsexualisierung, Hypersexualisierung, Kindesmissbrauch, Dritter Totalitarismus, Behaiviorismus, Gleichheitswahn, Gleichschaltung, Dekadenz, Gleichstellung diskriminiert, Negative Diskrimierung, Starke Frauen brauchen keine Quote)
"Ein Staat, der so auf der Kippe steht, was das eigene Reproduktionsverhalten der Bevölkerung angeht, der muss doch, wenn er noch irgendwo an Selbsterhalt und Zukunft denkt […] dann müsste er doch das Geld dahin investieren, wo er die Gewissheit hat, dass in den zentralen Bereichen der Zukunftsfähigkeit das Geld hinkommt, also in die Verbindung von Frau und Mann. [...] Wir brauchen eine politische Elite, die bereit ist, gegen den Zeitgeist der Dekadenz eine 3-Kind-Familie zu postulieren und vorzuleben. [...] Über Gender Mainstreaming könnte ich ganz viel sagen. Für mich ist das einfach nur eine … Geisteskrankheit. [...] Für Thüringen verspreche ich euch das und ich hoffe, dass wir das auch in all den anderen Ländern praktizieren können: Wir werden diese Geisteskrankheit mit Namen Gender Mainstreaming aus unseren Schulen, aus unseren Universitäten vertreiben. [...] Es ist so, dass bei homosexuellen Menschen Sexualität zentral ist und im Vordergrund steht. […] Bei der Synthese von Frau und Mann, bei der erlebten Polarität des Lebens, da geht es noch um etwas anderes. Da geht es darum, dass diese Polarität der Keimzelle der Höherentwicklung des Menschen dient."[28])
(siehe auch Narrative: Niedergang der Nation, Komplementarität der Geschlechter, Dekadenz, Leitbild Dreikinder-Familie, Feminismus als Krankheit, Homosexuelle Promiskuität)
  • 2015: Auf der Internetpräsenz von Demo für alle beschreibt sich diese Initiative unter anderem mit den Worten:
"Wir treten ein für Ehe und Familie, auf die unsere Gesellschaft seit Jahrtausenden gründet, und wenden uns gegen die alles durchdringenden Umerziehungsversuche gut organisierter Lobbygruppen und Ideologen. [...] Familien und Bürger aller religiösen Bekenntnisse, gemäßigten politischen Parteien und Weltanschauungen, die die Abschaffung der natürlichen Geschlechter durch das Gender Mainstreaming und die Zerstörung der Familie aufhalten wollen, laden wir ein, sich uns anzuschließen. Gemeinsam gehen wir auf die Straße, um für die Wahrung der Elternrechte, für Ehe und Familie und gegen Gender-Ideologie und Sexualisierung der Kinder in Kita und Schule zu demonstrieren."[29]
(siehe auch Narrative: Traditionelle Familie, Umerziehung, Natürliche Geschlechterordnung, Frühsexualisierung, Homolobby)
"Die Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking brachte erstmals den „Gender“-Begriff auf die politische Agenda. Eine Ideologie der Eingeschlechtlichkeit, die Wesensunterschiede zwischen Mann und Frau negiert. „Gender Mainstreaming“ wird heute mit hohen Millionenbeträgen weltweit gefördert [...] Frau Schwarzer und ihre Aktivistinnen entwerten Frauen, die sich für familiäre Kindererziehung entscheiden. Was ist ein „Feminismus“ wert, der die Mehrheit aller Frauen diskriminiert?"[30]
(siehe auch Narrative: Traditionelle Familie, Gleichstellung ist zu teuer, Gleichstellung diskriminiert)
"Der Gender-Wahnsinn bedroht Sie, Ihre Kinder und Enkel. Auf dieser Internetseite finden Sie ständig aktuelle Meldungen zu den Themen „Gender“ und „Frühsexualisierung“. Wir stellen Ihnen neue Bücher und Filme vor, präsentieren Organisationen und Einzelkämpfer gegen den Gender-Wahn, informieren über Veranstaltungen. Sehen Sie die Wahrheit über die Gender Ideologie – und was wir alle dagegen tun können."[31]
(siehe auch Narrative Genderwahn, Frühsexualiserung)
„Die Genderisten haben kein besonderes Interesse daran, dass ihre Ziele, Vorstellungen, Pläne und die ihr zugrunde liegende Ideologie ins grelle Licht der Öffentlichkeit gezerrt werden. Wie gut, dass man so viele politisch korrekten Freunde, Gleichgesinnte und von der Politik abhängige Mitläufer in den Mainstream-Medien, im Kunst- und Kulturbetrieb hat. […] Hinter Regenbogenfahnen und den infantilen, nett und positiv klingenden Begriffen und Phrasen von Buntheit, Vielfalt und 'alles ist erlaubt und erwünscht' verstecken sich eine Ideologie und ein Programm mit totalitärem Anspruch. […] Auf dem Weg zum 'besseren' Menschen sind einmal mehr die Opfer bereits fest eingeplant. Ob in Österreich, Deutschland oder sonst wo in der EU, überall versucht man bereits die ganz Kleinen in Kindergärten und Pflichtschulen zu indoktrinieren. Wichtigstes Instrument ist dabei die Frühsexualisierung.“[32]
(siehe auch Narrative Political Correctness, Dritter Totalitarismus, Indoktrination von Kindern, Frühsexualisierung)
  • Februar 2015: Birgit Kelle schrieb im Focus einen Beitrag zur vermeintlichen Gender-Ideologie, in dem es unter anderem hieß:
"Eine groteske Ideologie breitet sich in Deutschland aus. Sie behauptet, Geschlecht sei ein "Konstrukt", verdirbt die Sprache und frisst Steuergelder [...] Eine ganze Nation gendert sich gerade Richtung Wahnsinn und verschleudert dabei zielsicher Steuergelder, die sich kaum mehr beziffern lassen."[33]
(siehe auch Narrative: Gleichstellung ist zu teuer, Genderwahn)
  • am 13.03.2015: Felix Honekamp kritisierte im marktlibertären Magazin Eigentümlich frei die Verabschiedung des Tarabella-Berichts unter der Überschrift "Legalisierte Kindstötung. Die Kultur des Todes" u.a. mit den Worten:
"Eines der Kernthemen, das sich hier immer wieder niederschlägt, ist neben Frauenquoten, der Bekämpfung eines angeblichen „Gender Pay Gaps“ und der Indoktrination von Kindern in Schulen mit den Inhalten des Gender Mainstreamings die sogenannte „sexuelle und reproduktive Gesundheit“. Lebensschützer wissen: Wenn dieser Begriff fällt, ist Gefahr im Anzug! [...] Dabei geht aber die viel wesentlichere Frage unter: Wer vertritt eigentlich in der EU noch die Sache der Menschlichkeit gegen Ideologen von der Genderfront?"[34]
(siehe auch Narrative Indoktrination von Kindern, Lebensschutz, Kultur des Todes)
„Ich bin aus Österreich gekommen, weil die Gender-Ideologie auch bei uns Einzug erhalten hat. […] Vor wenigen Tagen hat die Stadt Wien erlaubt, dass ein Verein von homosexuellen Lehrern […] eine Plakataktion gestartet hat, dass an allen Wiener Schulen flächendeckend Werbeplakate für die homosexuelle Lebensweise plakatiert werden dürfen. […] Die natürliche Familie, wie [nach außen so? (unverständlich)] hingestellt, es ist skandalös, mit welchen Worten wir bedacht werden, die Kinder werden […] hinter uns werden sie indoktriniert. […] Unsere Kinder kriegt ihr nicht.“[35]
(siehe auch Narrative: Indoktrination von Kindern, Natürliche Geschlechterordnung)
"In Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Schleswig-Holstein und Thüringen wird in der Bildungspolitik die schulische Sexualerziehung mehr und mehr an Gender Mainstreaming ausgerichtet. [...] Das Programm zielt auf Frühsexualisierung. [...] Gender ist eine Pseudowissenschaft. [...] »Gender« zerstört die binäre Geschlechterordnung, die Heterosexualität als Norm, die Ehe als Bund von Mann und Frau, die traditionelle Familie und die Unverfügbarkeit des Kindes vor und nach der Geburt. [...] Die Genderideologie muss verschwinden. [...] Die Politik bezeichnet das Gender Mainstreaming auch als »Querschnittaufgabe«. Das zeigt, worum es geht: um die klassisch totalitäre Durchsetzung einer neuen Ideologie."[36]
(siehe auch Narrative: Frühsexualisierung, Pseudowissenschaft Gender-Studies, Komplementarität der Geschlechter, Traditionelle Familie, Dritter Totalitarismus)
  • 12.08.2016: Die weitgehend von Neonazis dominierte [37] Partei Der III. Weg schrieb in ihrem Internetportal u.a.:
"Vom Genderwahn zum Volkstod [...] Das Dach eines sexuellen Umerziehungsplanes ist die sogenannte „Gender Ideologie“. Sie behauptet, alle Menschen seien gleich. [...] Wir verstehen uns als familienfreundliche und nationale Gemeinschaft. [...] Zu dieser Gesellschaftsordnung gehören unbedingt wieder gesunde und kinderreiche Familien, um der demographischen Katastrophe entgegen zu steuern. Gegen die herrschende Dekadenz der Volksverräter geben wir der Familie als Keimzelle der völkischen Gemeinschaft oberste Priorität beim Erhalt von Volk und Vaterland. [...] Menschenverachtend ist folgerichtig nicht die lebensbejahende Idee der Gemeinschaft eines Volkes, das gesund in seinen natürlichen Eigenarten wächst und blüht, nein, menschenverachtend ist die Bekämpfung der traditionellen Familie, die propagandistische Förderung der Homo-Lobby, die Verleugnung der natürlichen Geschlechter und die perversen Sexualexperimente an unseren Kindern."[38]
(siehe auch Narrative: Drohender Volkstod, Genderwahn, Umerziehung, Demographische Katastrophe, Dekadenz, Traditionelle Familie, Homolobby, Frühsexualisierung)
  • 13.10.2016: Die deutsch-polnische Autor*in mit dem Pseudonym Wiktoria spiegelte auf Gloria.tv den Artikel "Hardcore-Sex in Kinderkrippen: 'Pornopuppe Lutz' wirbt für sexuelle Vielfalt", der anonym zuerst auf der Seite Anonymousnews.ru veröffentlicht wurde. Dort heißt es u.a.:
"Was wie die Verwirklichung einer pädogrünen Sexualphantasie klingt, stellt in Wirklichkeit staatlich verordnete, „kindgerechte Aufklärung“, im Jahre 2016 dar. Dahinter steckt jedoch eine perfide Absicht. Frühsexualisierte Kinder werden sexuell natürlich eher aktiv und zeugen demzufolge auch eher Kinder. Ein Leben ohne Schulabschluss, Job und eigenes Einkommen und abhängig von staatlichen Leistungen ist faktisch vorprogrammiert. Und genau das ist beabsichtigt. Denn nur ein dummer, ungebildeter Bürger, der mit sich selbst beschäftigt ist, opponiert nicht und ist im Sinne der rot-grün versifften BRD-Gender-Ideologie auch ein guter Bürger."[39]
(siehe auch Narrative: Pädogrüne, Frühsexualisierung, Rotgrün-versifft)
  • 30.12.2016: In einer Pressemitteilung des AfD-Kreisvorstandes Darmstadt zum Jahrestag sexualisierter Übergriffe in Köln wird Mariana Iris Harder-Kühnel u.a. mit den Worten zitiert:
"„Die Linke, SPD und Grüne bekämpfen offenbar lieber angebliche Rechtsextreme oder Eltern, die gegen staatliche Frühsexualisierung ihrer Kinder in der Schule und gegen die Gender-Ideologie demonstrieren [...] Das ist auch viel einfacher. Man kann ohne jedes Risiko „Rebell spielen“, ist ein „Gutmensch“ und eckt nicht an."[40]
(siehe auch Narrative: Frühsexualisierung, Gutmenschen)
  • 01.06.2017: Im Bundestagswahlprogramm der AfD heißt es u.a.:
"Steuerverschwendung durch „Gender-Forschung“ beenden: Die „Gender-Forschung“ ist keine seriöse Wissenschaft, sondern folgt der ideologischen Vorgabe, dass das natürliche Geschlecht (Sex) und das soziale Geschlecht (Gender) voneinander völlig unabhängig seien. Ziel ist letztlich die Abschaffung der natürlichen Geschlechterpolarität. Bund und Länder dürfen keine Mittel für die „Gender-Forschung“ mehr bereitstellen und keine „Gender-Professuren“ mehr besetzen. Bestehende Förderlinien sollen beendet werden, die der „Gender-Ideologie“ verpflichteten „Gleichstellungsbeauftragten“ an den Universitäten sind abzuschaffen."[41]
(siehe auch Narrative: Komplementarität der Geschlechter, Pseudowissenschaft Gender-Studies)
„Was können wir der Gender-Ideologie entgegensetzen? […] Sowohl der Marxismus-Kommunismus im Osten wie die Nazi-Ideologie in Deutschland hatten die Menschen hart im Griff. Die Gender-Ideologie, viel klüger als ihre Vorgängerinnen, macht es auf die sanfte Tour, aber im Griff hat sie die Menschen auch. […] Mit den sanften Mitteln einer angepassten Sprache (George Orwell nannte das „Neusprech“) wird auch die absurdeste Auffassung akzeptiert. […] Aber machen wir uns nichts vor: das Naturrecht ist im Kern nur begründbar, wenn Gott der Schöpfer eine Rolle spielt. Wenn er ausgespielt hat, gibt es in der Tat keinen Grund, warum man gegen den demokratischen Willen der Mehrheit nicht auch wesentliche Dinge der Weltanschauung und der Moral verändern kann. […] Dass jahrhundertelang die Ehe von Mann und Frau als größte Selbstverständlichkeit gegolten hat, auch bei Leuten, die nicht gläubig sind, hängt mit dem Gottesglauben – nicht nur dem christlichen – zusammen. […] was hier geschieht, ist nicht nur eine der sinnfreien Kapriolen der Tagespolitik, hier wird dem Schöpfer mitten ins Gesicht geschlagen. […] Genau wie die vorher gegangenen Ideologien wird auch Gender einmal auf dem Kehrichthaufen der Geschichte landen. Angesagt ist Widerstand statt Mitläufertum.“[42]
(siehe auch Narrative: Neusprech, Dritter Totalitarismus, Natürliche Geschlechterordnung)
"Wir fordern daher [...] einen altersgerechten Sexualkundeunterricht an Schulen wiederherzustellen, der die Indoktrionation (sic!) durch Gender Mainstreaming an Schulen beendet. [...] Schutz der traditionellen Form der Ehe: Die Gemeinschaft von Mann und Frau ist die Keimzelle menschlichen Lebens. [...] Frühsexualisierung: Erziehung und Aufklärung der Kinder obliegt deren Eltern. Die verpflichtende Teilnahme am Sexualkundeunterricht darf nicht dazu mißbraucht werden, Kinder zum Ziel der Akzeptanz mit einer randständigen Sexualpraxis vertraut zu machen. Wir fordern einen altersgerechten Sexualkundeunterricht frühestens ab der Grundschule, der die natürliche Fortpflanzung des Menschen in den Mittelpunkt stellt. [...] Lebensschutz: Jährlich werden rund 100.000 Kinder im Mutterleib durch Abtreibung getötet. Meistens entscheidet sich die werdende Mutter gegen das Kind, weil sie in der Beratungsstelle unzureichend über die negativen Folgen einer Ungeborenentötung aufgeklärt wird. [...] Die heutige Familienpolitik folgt dem Diktat der Wirtschaft und ideologischen Irrlehren wie Gender Mainstreaming. Sie ist in vielen Teilen lebensfeindlich."[43]
(siehe auch Narrative: Indoktrination von Kindern, Traditionelle Familie, Frühsexualisierung, Lebensschutz, Keimzelle der Nation, Kultur des Todes)
  • Januar 2018: In einem Einladungstext für den 'Politischen Salon' der Konrad-Adenauer-Stiftung Rheinland-Pfalz, verfasst von Karl-Heinz B. van Lier, ist zu lesen:
"Gender, Instrument der Umerziehung? Ziele, Kosten, Wirkung [...] Die Gender-Theorie geht davon aus, dass jeder - neben seinem biologischen Geschlecht - sein eigenes soziales Geschlecht selbst bestimmen kann. Wer heute Mann ist, kann sich morgen als Frau definieren. Dass diese auf Selbstoptimierung ausgerichtete Ideologie, die in ihrer verkürzten Logik die Familie negiert, mit dem christlichen Menschenbild nichts zu tun hat, ist offenkundig. [...]  Papst Franziskus hat jüngst die Gender-Theorie als „Feind der Ehe“ bezeichnet. „Es gibt heute einen Weltkrieg, um die Ehe zu zerstören“, sagte er. Die Ehe werde nicht „mit Waffen zerstört“, sondern „man zerstört sie mit Ideen.“ Der Evolutionsbiologie Prof. Ulrich Kutschera hat in einem Artikel im Focus (38/2015) belegt, dass die Gendertheorie keiner wissenschaftlichen Prüfung standhalten könne. Sein Fazit: „Solche Lehren sind eine Schande für den Wissenschaftsstandort Deutschland“.[44]
(siehe auch Narrativ: Umerziehung)
  • 30.01.2018 Alice Weidel, Bundestagsfraktionsvorsitzende der Alternative für Deutschland, äußerte sich in der Jungen Freiheit zur Möglichkeit, ein AfD-Politiker könne den Vorsitz im Kulturausschuss des Deutschen Bundestages übernehmen unter anderem mit folgenden Worten:
" Vordenker dieses „Kulturmarxismus“ ist der Italiener Antonio Gramsci, der in den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts die Theorie aufstellte, einer politischen Machtübernahme müsse die Erringung der „kulturellen Hegemonie“ vorausgehen. In Gramscis Gefolge machten sich die Adepten der „Frankfurter Schule“ daran, mit einer Mischung aus Freud und Marx in ihrer „Kritischen Theorie“ die von ihnen als Feind ausgemachte westlich-bürgerliche Kultur zu brechen, um die Grundlage für eine marxistische „Kulturrevolution“ zu legen. Diskreditierung der „bürgerlichen“ Familie, Früh- und Hypersexualisierung, Genderismus und Multikulturalismus sind die Früchte dieses Kulturmarxismus. [...] Abgesichert wird diese kulturelle Hegemonie der Linken, die zivilgesellschaftliche Institutionen, Medien, das Bildungs- und Hochschulwesen nahezu flächendeckend erfaßt hat, wie kürzlich der Berliner Historiker Jörg Baberowski feststellte, durch das Drohpotenzial der Politischen Korrektheit, die wiederum auf den „Frankfurter Schule“-Ideologen und Gramsci-Jünger Herbert Marcuse und die von ihm geforderte „repressive Toleranz“ zurückgeht."[45]
(siehe auch Narrative: Frühsexualisierung, Hypersexualisierung, Kulturmarxismus, Political Correctness)
"SCHLUSS MIT … Frühsexualisierung von Kita- und Schulkindern durch Gender-Lobbygruppen […] Wer die Gesellschaft umerziehen will, muss bei Kindern beginnen. Schon längst befindet sich „queere Bildung“ auf Siegeszug in Kindergärten und Schulen, vorangetrieben von Politik, Feministinnen, Gewerkschaften und schwul-lesbischen Lobbygruppen (LGBTI*). Die natürliche Geschlechtszugehörigkeit – ob Junge oder ob Mädchen – wird in Frage gestellt beziehungsweise als gefährlicher „Biologismus“ verteufelt. […] Die schwul-lesbische Partnerschaft wird rechtlich und gesellschaftspolitisch zur neuen Familie überhöht, während die Bedeutung der natürlichen Familie mehr und mehr in den Hintergrund gerät. […] Nicht mehr Zeugung, Geburt und Mutterschaft, sondern allein Spass und individuelle Lustbefriedigung zählen beim Geschlechtsakt. Jugendliche werden ermuntert, in häufig wechselnden Partnerschaften ohne Verpflichtung ihre sexuellen Wünsche zu erforschen. […] Um Gender Mainstreaming immer tiefer im gesellschaftlichen Bewusstsein zu verankern, betreiben 1.900 kommunale Gleichstellungsbüros auf Steuerzahlerkosten Gender-Propaganda in Bildungs- und Verwaltungseinrichtungen. […] Deutschland unterm Regenbogen: Fördersumme für sexuelle Minderheitenpolitik → mehr als 14,69 Mio Euro insgesamt. […] Gender-Gaga: Vom Aktionsplan in den Lehrplan [...] Was die Gender-Sexualkunde betreibt, ist in Wahrheit keine Schulbildung, sondern eine ideologisch gesteuerte Erziehung zu Bindungs- und Eheunfähigkeit."[46]
(siehe auch Narrative Frühsexualisierung, Homolobby, Umerziehung, Dämonisierung, Traditionelle Familie, Promiskuität, Gleichstellung ist zu teuer, Feminismus als Geisteskrankheit, Natürliche Geschlechterordnung)
"Bürger wehren sich gegen die Frühsexualisierung ihrer Kinder [...] Jede Schule soll Gender-Sexualkunde betreiben. [...] Das hat nicht irgendwer beschlossen, sondern vor wenigen Wochen das Europäische Parlament. [...] Bis auf einen Abgeordneten stimmte die CDU/ CSU-Fraktion fast geschlossen dafür.  [...] die CSU/CDUler haben alle Widerstände gegen die fanatischen Gender-Ideologen aufgegeben."[47]
(siehe auch Narrative: Homolobby, Frühsexualisierung)
"Gender-Ideologie und Homo-Ehe werden pompös gefeiert, während der zeitgleich stattfindende Internationale Familientag der Vereinten Nationen sang- und klanglos verstreicht. Die Brüsseler Abgeordneten haben dafür keine Zeit, denn sie sind die gesamte Woche beschäftigt, der schwul-lesbischen Lobby artig Referenz zu erweisen. [...] IDAHIT bedeutet übersetzt Internationaler Tag gegen Homo-, Trans-, und Interfeindlichkeit. Was den wenigsten durch den typisch intransparenten Orwell-Sprech geläufig sein dürfte, wird dafür mit umso größerem Pomp begangen [...] Für die EU-Regierung ist die Familie out, vielleicht auch zu peinlich, jedenfalls einfach zu unbedeutend, um auch nur eine Minute Redezeit an ein Thema zu verschwenden, das für die meisten EU-Bürger immerhin eine Grundkonstante ihres Lebens darstellt. Heute hängen die hohen Herren und Damen lieber die Regenbogenflagge aus ihrem Bürofenster wie einst der brave DDR-Bürger seine Hammer-und Sichel-Fahne zum 1. Mai."[48]
(siehe auch Narrative: Homolobby, Neusprech)
  • 31.05.2018: Jörg Meuthen, Vorsitzender der AfD, äußerte sich in der Plenardebatte im Europäischen Parlament in Straßburg mit u.a. folgenden Worten:
"Die EU hat den Internationalen Tag der Familie der Vereinten Nationen totgeschwiegen. Alle Menschen guten Willens erkennen, dass die EU die Familie aufbauend auf der Ehe von Mann und Frau nicht wertschätzt, doch am mysteriösen Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie flatterte die Regenbogenfahne der Gender-Ideologen an den EU-Gebäuden. So entwertet Brüssel die Hoheitssymbole der Mitgliedstaaten. Die Personalabteilungen unternahmen gewaltige Anstrengungen für transsexuelle Eurokraten am Arbeitsplatz. [...] Diese Europäische Union setzt alle kommunistischen Rezepte um, die Karl Marx zur Zerstörung funktionierender Familien empfohlen hat. Von christdemokratischen Parteien können Sie dabei übrigens keine Gegenwehr erhoffen. [...] Daher danke ich ausdrücklich meiner slowakischen Kollegin Anna Záborská, die sich als Vorsitzende der Familien-Intergruppe unermüdlich dafür einsetzt, dass sich Europa aufgrund falscher politischer Prioritäten nicht eines Tages noch selbst abschafft."[49]
(siehe auch Narrative Kulturmarxismus, Niedergang der Nation)
  • August 2018: Bernhard Radtke, Steve Lebold und Robert Diehl schrieben im Leitartikel des dem rechtsextremen Spektrum zugeordneten Magazins Zuerst! mit dem Titelblatt-Text: „Propaganda gegen die Natur. Wie die Propaganda-Irrlehre unsere Kinder vergiftet“ unter anderem:
„Propaganda gegen die Natur. Wie sich die wirre Ideologie des Gender-Mainstream immer tiefer in die westlichen Gesellschaften hineinfrißt […] Daß ein Teil der Homo-Lobby jetzt den Begriff 'Genderwahn' positiv verwenden möchte, zeigt im übrigen, wer ein besonderes Interesse an diesem allgemeinen Gehirnwäsche-Programm hat. […] Fragt man GM-Vertreter, was denn nun der Kern ihres Anliegens sei, hört man zumeist, daß es vor allem um 'Gleichstellung' und 'Geschlechtergerechtigkeit' gehe. […] Doch sind solche Argumente nur die Fassade, hinter der sich ein marxistisch und feministisch inspiriertes Programm der Gesellschaftsveränderung verbirgt. Schon für Theoretiker wie Friedrich Engels, Wilhlem Reich und Herbert Marcuse war die 'sexuelle Befreiung' vor allem der Frau eine wichtige Voraussetzung revolutionärer Gesellschaftsveränderung. Die Frau müsse sich aus ihrer Unterdrückung – in erster Linie durch die traditionelle Familie – befreien [...] Identitäten zu hinterfragen, ja geradezu zu zersetzen ist ein zentrales Motiv der Genderideologie. Damit kann man gar nicht früh genug anfangen. Und so werden schon in den Kindergärten der westlichen Welt die Jüngsten entsprechend programmiert [...] Deshalb stehen im links-grün genderinfzierten Erziehungsapparat die Jungen auch unter besonderem Druck. Ihnen soll ihre ureigene Natur abtrainiert werden, sie sollen ihre weiche Seite entdecken, über Gefühle reden und ihre Aggressivität im Zaun halten. Das Ende vom Lied sind verweichlichte Typen, die wie paralysiert danebenstehen, wenn die rustikalen, nicht gegenderten Jungs aus dem Orient die Frauen, Freundinnen, Schwestern und Töchter der zur Lachnummer gewordenen westlichen Männer belästigen, begrapschen und mißbrauchen. […] Die Vergewaltigung der Sprache gehört zu den Hauptbetätigungsfeldern der Genderideologen. […] Den Möglichkeiten der Sprachverhunzung im Namen der 'Geschlechtergerechtigkeit' sind nahezu keine Grenzen gesetzt. […] Der nächste Erkenntnisschritt ist dann, daß 'Gender Studies' mit Wissenschaft ungefähr so viel zu tun haben wie das Mathematikverständnis von Pippi Langstrumpf […] 'Genderforschung ist wirklich eine Antiwissenschaft. Sie beruht  auf einem unbeweisbaren Glauben, der nicht in Zweifel gezogen werden darf', so Harals Martenstein, der gewiß nicht in Verdacht steht, ein Konservativer zu sein […] Auch die sechsköpfige Jury für das 'Unwort des Jahres', die sich längst als links-grüne Sprachpolizei entzaubert hat, plusterte sich auf und verurteilte zu Jahresbeginn in einer Pressemitteilung den Ausdruck 'Genderwahn'. […] Wie im Falle der BpB macht sich der Staat […] zur 'Partei' und verteidigt eine Ideologie gegen ihre Kritiker – eine mehr als fragwürdige Grenzüberschreitung zum Gesinnungsstaat. [...] Wer traditionelle Konzepte von Familie und Partnerschaft bewahren will und es ablehnt sich von den Sonderninteressen lautstark auftretender Minderheiten in die Enge treiben zu lassen, wird jedoch von Hause aus wachsam bleiben.“ [50]
(siehe auch Narrative: Natürliche Geschlechterordnung, Genderwahn, Homolobby, Gehirnwäsche, Kulturmarxismus, Traditionelle Familie, Rotgrün-versifft, Vergewaltigung der Sprache, Sprachpolizei, Gesinnungsdiktatur, Lautstarke Minderheit)
  • 11.08.2018: Der Vorsitzende der AfD-Baden-Württemberg, Ralf Özkara, schrieb am 11.08.2018 zur Ankündigung der ungarischen Regierung, Gender-Studies abzuschaffen, folgenden Beitrag auf seiner Facebook-Seite:
"Orban schafft Gender ab. Sehr geehrte Damen und Herren und Angehörige aller anderen rund 67 Geschlechter, in Ungarn naht das Ende der Genderesoterik: Die Orban-Regierung streicht diese Voodoowissenschaft aus den Lehrplänen der Universitäten. Alle staatlichen Zuwendungen in diese Richtung werden ersatzlos gestrichen. Künftig wird ungarischen Studenten nicht mehr eingetrichtert, dass das Geschlecht nur eine soziale Konstruktion sei und derselben. Claudia Roth und Konsorten werden Tränen weinen. Meine Trauer hält sich dagegen in Grenzen. Ich rechne nicht damit, dass Ungarns Wissenschaftsbetrieb nun weiter zurückfallen wird. Im Gegenteil: Jeder Cent für dieses schwachsinnige Dekonstruktionsagenda des Genderismus ist anderswo besser aufgehoben. Nominalakademisches Prekariat, das jahrelang Hirnmist eingetrichtert bekommt, sollte sich auch unser Land nicht länger geben. Machen wir es wie Orban: Schaffen wir das Gendergaga an unseren Universitäten ab!"[51]
(siehe auch Narrativ: Genderwahn)
  • 23.08.2018: Im AfD-Wahlprogramm des Landesverbandes Hessen heißt es u.a.:
„Im Rahmen des Gender-Mainstreamings werden naturgegebene Unterschiede zwischen den Geschlechtern bestritten. Das angeblich im Elternhaus geprägte Rollenverständnis von Mann und Frau soll durch staatlich geförderte Umerziehungsprogramme in Kindergärten und Schulen systematisch „korrigiert“ werden. [...] Hinter der angeblichen Sensibilisierung für vielfältige Lebensformen verbirgt sich ein Paradigmenwechsel: Frühsexualisierung und Umerziehung vom ersten Bilderbuch bis zum Abitur als bedingunslose Akzeptanz aller Sexualitätsvariationen. Wer Bedenken äußert oder gar am traditionellen Familienbild in Schulbüchern festhalten will, gilt schnell als homophob. Dabei verletzt die Verordnung das Indoktrinationsverbot, demzufolge die staatliche Schule jede einseitige Einflussnahme auf die Schüler zu unterlassen hat. Wir sind für eine ideologiefreie Schulpolitik in allen Unterrichtsfächern. Wir wenden uns entschieden gegen eine Frühsexualisierung in Kindergarten und Schule. Den Glaubenssätzen der Gender-Ideologie, dass Mann und Frau nur gesellschaftliche Konstrukte seien, stellen wir uns entschieden entgegen. Jeder Sexualkundeunterricht muss auf den christlichen Wurzeln unseres Landes basieren. Die Vater-Mutter-Kind-Konstellation muss als Keimzelle unserer Gesellschaft erhalten bleiben. […] Wir lassen es nicht länger zu, dass unsere deutsche Sprache durch geschlechterneutrale Worterfindungen oder Wortergänzungen vergewaltigt wird.“[52]
(siehe auch Narrative: Umerziehung, Frühsexualisierung, Traditionelle Familie, Indoktrination von Kindern, Natürliche Geschlechterordnung, Komplementarität der Geschlechter, Keimzelle der Nation, Vergewaltigung der Sprache)
"Der Hass auf die Familie ist das sichere Kennzeichen einer frühen Bindungsstörung [...] Die Gender-Ideologie zeigt, wohin die Reise gehen soll: zu einer neuen totalen Gleichschaltung der Gesellschaft in möglichst vielen Ländern, wobei jetzt sogar die Unterschiede zwischen den Geschlechtern negiert werden und die Mutterrolle in einem nie dagewesenen Ausmaß diskriminiert wird. Dabei hat man auf die alte kommunistische Forderung zurückgegriffen, mit der Umerziehung so früh wie möglich zu beginnen, zum Beispiel in Form der Frühsexualisierung in Kitas und Horten und den ersten Schulklassen, um so den Familienzusammenhang zu zerstören. Die Autorität der Eltern wird auf diese Weise nachhaltig geschwächt. Es geht hier nicht um eine flüchtige Mode, sondern um einen politischen Machtanspruch, wahrscheinlich letztlich in globaler Ausdehnung. Dieser Eifer macht völlig blind dafür, darüber nachzudenken, was eigentlich gut für die Kinder ist beziehungsweise welche Gesellschaft ich formen will: Eine aus freien Individuen oder eine willenlose Masse von psychisch schwerst Geschädigten, die jedes Staatswesen zerstören werden."[53]
(siehe auch Narrative: Dritter Totalitarismus, Umerziehung, Frühsexualisierung)
"Was harmlos als lediglich 'konzeptionelle Angleichungen im Ehe- und Lebenspartnerschaftsrecht sowie im internationalen Privatrecht' beschrieben wird, bedeutet nichts weniger als die Transformation des Bürgerlichen Gesetzgebuchs in den Ideologie-Neusprech des Gender Mainstreaming. Eindeutig geschlechtszuweisende Begriffe wie 'Ehemann' und 'Vater' sowie 'Ehefrau' und 'Mutter' fallen der politischen Korrekturschere zum Opfer und werden durch geschlechtsneutrale Formulierungen wie 'Ehepartner' beziehungsweise im Plural 'Ehepaar' sowie 'Elternteil' und 'Eltern' ersetzt. Die sprachliche Kastration des BGB nach geschlechtsneutralen Kriterien hat jedoch ihre Tücken."[54]
(siehe auch Narrative: Neusprech, Political Correctness)
"Die Familienpolitik sollte sich auf die klassische Familie, aber auch auf Scheidungskinder konzentrieren. Immerhin ist die Familie die Keimzelle der Gesellschaft. [...] Was wir seit wenigen Jahren für ein Theater mit Genderthemen machen („gleichgeschlechtliche Ehe“, „Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare“, „3.Geschlecht“…) ist bevölkerungspolitischer Nonsens. [...] Die „offene Gesellschaft“ ist eine Kopfgeburt von Soziologen, die mit ihrem Geburtsland nicht klar kommen. [...] Aber mal ehrlich, auf solch eine Wissenschaft können wir pfeifen."[55]
(siehe auch Narrative: Traditionelle Familie, Keimzelle der Nation)

Verkettungen mit anderen antifeministischen Narrativen

Die oben genannten Äußerungen zeigen, dass das Narrativ Gender-Ideologie mit folgenden Narrativen verkettet ist, die ebenfalls als „antifeministisch“ identifiziert wurden. Hierbei ist zu beachten, dass ein Ausdruck verschiedene Bedeutungen haben und für verschiedene Erzählungen - also für verschiedene Narrative - stehen kann. Daher findet hier nicht der Ausdruck an sich, sondern eine bestimmte Lesart dieses Ausdrucks, ein bestimmtes Narrativ, nämlich das antifeministische Narrativ, Beachtung.

Weblinks

Literatur

  • Bozena Choluj: „Gender-ideologie“- ein Schlüsselbegriff des polnischen Anti-Genderismus, in: Hark, Sabine/ Villa, Paula-Irene: Anti-Genderismus. Sexualität und Geschlecht als Schauplätze aktueller politischer Auseinandersetzungen, transcript- Verlag: Bielefeld 2015
  • Regina Frey/ Marc Gärtner/ Manfred Köhnen/ Sebastian Scheele (2014): Gender, Wissenschaftlichkeit und Ideologie – Argumente im Streit um Geschlechterverhältnisse, 2. aktualisierte Auflage, Berlin: Heinrich-Böll-Stiftung PDF
  • Stefanie Mayer/ Edma Ajanovic/ Birgit Sauer (2018): Kampfbegriff 'Gender-Ideologie'. Zur Anatomie eines diskursiven Knotens. Das Beispiel Österreich, in: Juliane Lang / Ulrich Peters (Hrsg.) (2018): Antifeminismus in Bewegung. Aktuelle Debattten um Geschlecht und sexuelle Vielfalt, Hamburg
  • Sonja Angelika Strube: Expertise zur Broschüre: „'Gender-Ideologie'. Ein Leitfaden" aus der Broschürenreihe „Glaubens-Kompass“ herausgegeben von „Kirche in Not“ (KIN), Osnabrück 2016 PDF

Einzelnachweise

  1. Bozena Choluj: „Gender-ideologie“- ein Schlüsselbegriff des polnischen Anti-Genderismus, in: Hark, Sabine/ Villa, Paula-Irene: Anti-Genderismus. Sexualität und Geschlecht als Schauplätze aktueller politischer Auseinandersetzungen, transcript- Verlag: Bielefeld 2015, S. 220
  2. kath.ch Doris Strahm: Frauen suchen nach Strategien gegen den Anti-Genderismus, in: Internetpräsenz kath.ch (Abgerufen 2.7.2017)
  3. 3,0 3,1 tagesanzeiger.ch: Kulturkampf ums Geschlecht von Michael Meier am 07.03.2017(Abgerufen 2.7.2017)
  4. tagesspiegel.de: "Der große Feind der Ehe ist die Gender-Theorie" von Dominik Staub am 03.10.2016 (Abgerufen 2.7.2017)
  5. jungle-world.com: "Ziemlich rechte Freunde" von Arno Zillmer am 14.02.2016 (Abgerufen 2.7.2017)
  6. AfD: Bundestagswahlprogramm (Heruntergeladen 2.7.2017)
  7. 7,0 7,1 7,2 Frey, Regina/Gärtner, Marc/Köhnen, Manfred/Scheele, Sebastian (2014): Gender, Wissenschaftlichkeit und Ideologie – Argumente im Streit um Geschlechterverhältnisse (Heruntergeladen 2.7.2017)
  8. Gender - Eine neue Ideologie zerstört die Familie in kath.net vom 10.4.2014 (Abgerufen 2.7.2017)
  9. Frey, Regina/Gärtner, Marc/Köhnen, Manfred/Scheele, Sebastian (2014):Gender, Wissenschaftlichkeit und Ideologie – Argumente im Streit um Geschlechterverhältnisse S. 41 (Heruntergeladen 2.7.2017)
  10. Sonja Angelika Strube: Expertise zur Broschüre: „'Gender-Ideologie'. Ein Leitfaden" aus der Broschürenreihe „Glaubens-Kompass“ herausgegeben von „Kirche in Not“ (KIN), Osnabrück 2016, S. 4f.
  11. Netzteufel: „Der Genderwahnsinn ist reine Ideologie“
  12. ebd.
  13. Ellen Kositza: Gender ohne Ende Oder Was vom Manne übrig blieb, Schnellroda 2008, S. 57, 61, 66, 72
  14. Leni Kesselstatt: Die Schönheit der menschlichen Liebe. Das zentrale Anliegen von Humanae vitae, in: Vision 2000, Ausgabe 2/2008
  15. Pressemitteilung und Marburger Erklärung auf Medrum - Christliches Informationsforum am 20.04.2009. (Abgerufen 14.10.2018)
  16. Internetpräsenz der NPD Heilbronn: NPD-Parteiprogramm, S. 3
  17. Eike Sanders: »free-gender«, in: Antifaschistisches Info-Blatt 3/2010 vom 12.09.2010
  18. Free-Gender: Raus aus den Köpfen. Genderterror abschaffen, Bielefeld 2011, PDF
  19. Eckhard Kuhla: "Gender wirkt: Meinungsdiktatur", in agens vom 30.10.2011
  20. Gabriele Kuby (2012): Die globale sexuelle Revolution. Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit. Mit einem Vorwort von Professor Robert Spaemann, Kislegg: Fe-Media-Verlag, zit. n. Fe-Medien.de
  21. [https://www.befg-bayern.de/uploads/media/Handreichung_Gender_Mainstreaming-Printversion.pdf Handreichung der Geistlichen Gemeindeerneuerung Initiative im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden: Gender Mainstreaming, Neu-Anspach Mai 2013]
  22. Agenda Europe: Restoring the Natural Order: 108
  23. Pforzheimer Kreis: Petition gegen Diskriminierung vom 04.03.2014
  24. Internetpräsenz von Kirche in Not/ Shop: Glaubens-Kompass: Gender-Ideologie
  25. Höcke, Björn (2014): AfD als identitäre Kraft I. Interview mit der Blauen Narzisse vom 13. 8. 2014, Björn (2014): AfD als identitäre Kraft II. Interview mit der Blauen Narzisse vom 13. 8. 2014
  26. Agens: Gender Mainstreaming. Kurzinfo, PDF vom 10.12.2014
  27. bjoern- hoecke- aufdie-regierungserklaerung-von-bodo-ramelow-im-wortlaut-12-12-14/ Höcke, Björn (2014): Erwiderung von Björn Höcke auf die Regierungserklärung von Bodo Ramelow im Wortlaut (12. 12. 2014), in: Internetpräsenz der Alternative für Deutschland LV Thüringen vom 19. 12. 2014
  28. ab 40:17 Höcke, Björn (2014): Ansprache während des Weihnachtsfests der Jungen Alternative Baden-Württemberg am 22. 12. 2014 in Stuttgart
  29. Internetpräsenz der Demo für alle: Wer wir sind
  30. Internetpräsenz von Frau2000plus: Traditionelle Familie (Stand: 25.04.2018)
  31. Internetpräsenz Gender-mich-nicht.de: Erklärung (gespiegelt durch Archive.org)
  32. Christian Günther / Werner Reichel: Vorwort, in: Christian Günther / Werner Reichel (Hg.): Genderismus(s). Der Masterplan für eine geschlechtslose Gesellchaft, Verlag Frank & Frei / Team Stronach Akademie, Österreich 2015
  33. Birgit Kelle: Gender mich nicht voll!, im Focus-Magazin 10/2015
  34. Felix Honekamp: Legalisierte Kindstötung. Die Kultur des Todes, in: eigentümlich frei vom 13.03.2015
  35. Leni Kesselstatt: Rede während der Demof für alle“ am 11.10.2015 in Stuttgart, Youtube-Eintrag vom 20.10.2015
  36. Abgeordneten-Check: "Schluss mit Gender Mainstreaming. Gender Mainstreaming zerstört Ehe und Familie", in: Internetpräsenze von Abgeordneten_Check
  37. Bundesamt für Verfassungsschutz: „Der III. Weg“, Internetportal des BfV
  38. Der III. Weg: Vom Genderwahn zum Volkstod, in: Internetpräsenz vom III. Weg', 12.08.2016
  39. Wiktoria: "Hardcore-Sex in Kinderkrippen: 'Pornopuppe Lutz' wirbt für sexuelle Vielfalt", in: Gloria.tv vom 13.10.2016, zuerst erschienen in Anonymousnews.ru am 13.10.2016
  40. Pressemitteilung des AfD-Kreisvorstandes Darmstadt: "Zum Jahrestag von „Köln“: Die gefährdete Freiheit der Frauen – Hessische AfD-Bundestagskandidatin kritisiert Schweigen der Frauenrechtlerinnen" vom 30.12.2016
  41. AfD Bundestagswahlprogramm 2017, S.41
  42. [Peter von Steinitz: Was können wir der Gender-Ideologie entgegensetzen?. Impuls zum 13. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A — 2. Juli 2017, in: ZENIT vom 30.06.2017]
  43. Abgeordneten-Check: "Familie jetzt schützen. Für einen Richtungswechsel in der Familienpolitik", in: Abgeordneten-Check: Kampagnen
  44. Karl-Heinz B. van Lier: Einladungstext zum Politischen Salon Gender, Instrument der Umerziehung? Ziele, Kosten, Wirkung der Konrad-Adenauer-Stiftung Rheinland-Pfalz vom Januar 2018
  45. Alice Weidel: "Die Angst der Kulturmarxisten vor der Aufklärung und der AfD", in: Junge Freiheit vom 23.01.2018
  46. Initiative Familienschutz: Gender-Sexualkunde an Schulen stoppen – Elternrecht schützen!. Faltblatt Februar 2018
  47. Freie Welt: Bürger wehren sich gegen die Frühsexualisierung ihrer Kinder, Beitrag vom 20.04.2018
  48. Familiens-Schutz.de: Lieber Regenbogen-Marsch als Familientag: Dem EU-Parlament ist die Familie peinlich, in: Onlinepräsenz von Familien-Schutz.de, 17.05.2018
  49. Jörg Meuthen: Begehung des Internationalen Tages der Familie (15. Mai), Beitrag im Europäischen Parlament, 31.05.2018, in: Internetpräsenz des Europäischen Parlaments, Plenardebatten vom 31.5.2018, Straßburg
  50. Bernhard Radtke / Steve Lebold / Robert Diehl: Propaganda gegen die Natur. Wie sich die wirre Ideologie des Gender-Mainstream immer tiefer in die westlichen Gesellschaften hineinfrißt, in: Zuerst! Deutsches Nachrichtenmagazin, 8-9 2018, S. 8ff.
  51. Facebook-Eintrag von Ralf Özkara am 11.08.2018
  52. AfD Hessen: Hessen. Aber sicher! Wahlprogramm Landtagswahl Hessen 2018, S. 25ff
  53. Internetpräsenz der Initiative Familien-Schutz: "Der Hass auf die Familie ist das sichere Kennzeichen einer frühen Bindungsstörung", Interview mit Hans Sachs
  54. Kein „Vater“, keine „Mutter“ mehr: Dem Bürgerlichen Gesetzbuch soll das Geschlecht ausgetrieben werden, in: Familien-Schutz.de vom 20.09.2018
  55. [Hans-Jürgen Klose: "Die klassische Familie contra Gender-Mainstreaming plus Einwanderung", in: Contra-Magazin vom 16.10.2018]