Rotgrün-versifft

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Diskursatlas Antifeminismus
Diskursthema:
Bevölkerung Sexualität
Bildung
Narrativ:
Rotgrün-versifft

Der Ausdruck Rotgrün-versifft findet u. a. als antifeministisches Narrativ in den Diskursthemen Bevölkerung, Sexualität und Bildung Anwendung.

Geschichte und Bedeutung des Narrativs rotgrün-versifft

Der Ausdruck "versifft" leitet sich von der leicht übertragbaren Geschlechtskrankheit Syphilis (Kurzform "Syph") ab. Der aus "versifft" wiederum abgeleitete Begriff "Siff" ist ein Synonym für "Müll" bzw. "Dreck". Wenn bspw. der Kulturbeauftragte der AfD, Marc Jongen, die "Entsiffung des Kulturbetriebes" als "Beseitigung von Gedankenmüll"[1] bezeichnet, dann kommt hier zunächst die metaphorische Bedeutung von "Siff" als "Müll" zur Geltung. Dass "versifft" in seiner ursprünglichen Bedeutung "versyphilisiert" noch immer verwendet wird, zeigt sich in der synonymen Verwendung von "rotgrün-versifft" mit "rotgrün-verseucht", wie sie unter anderem vom AfD-Vorsitzenden Jörg Meuthen beim Stuttgarter Bundesparteitag im Aprill 2016 benutzt wurde: "also weg – ich sehe, das findet weitgehend Zustimmung hier im Saal - , weg vom linksrotgrün-verseuchten – man könnte auch sagen: 'vom leicht versifften' – 68er-Deutschland."[2] Diese Gleichsetzung von "versifft" mit "verseucht" wiederholte Meuthen in seiner Rede beim AfD-Bundesparteitag im Juni 2018 in Augsburg, als er zugleich gegenüber kritischen Journalist*innen betonte, er werde dieses Narrativ solange wiederholen, bis sie das von ihm so bezeichnete "los sind".[3]

Geschichte des Narrativs rotgrün-versifft

"Syphilisation" - die politische Instrumentalisierung der Angst vor Syphilis

Die Angst vor "Syphilis" wurde bereits im 19. Jahrhundert politisch instrumentalisiert. Gewarnt wurde nicht nur vor realen oder vermeintlichen Entwicklungen der Zivilisation, die als dekadent wahrgenommen wurden ("Moloch Großstadt", "Sexualisierung", "Völkervermischung", Prostitution, Judentum), sondern die Zivilisation selbst wurde mit der Syphilis gleichgesetzt, was sich bspw. im Ausdruck "Syphilisation" abbildete. Hendrik Christian Voß schrieb 2005 hierzu in seiner Doktorarbeit zur Darstellung der Syphilis in literarischen Werken:

"Die  Angst  vor  der  Syphilis  ließ  sich  mit  dem  Ziel  politischer und  gesellschaftlicher  Veränderungen  vielfältig  instrumentalisieren.  In  den  USA  machte man    die    Immigranten    für    die    Verbreitung    der    Syphilis    verantwortlich.    Im deutschsprachigen  Raum  wurde  die  Syphilis  für  antisemitische  Polemik  genutzt.  In Analogie   zu   den   Auswirkungen   der   Geschlechtskrankheit   auf   den   individuellen Organismus  wendete  man  die  Syphilis  als  Metapher  für  die  Bedrohung  des  Volkskörpers durch  das  ’Jüdische’  an.  Außerdem  wurde  das  Bild  der  von  Syphilis  befallenen  Juden verbreitet,  mit  dem  Ziel,  diese  auch  als  direkt  schädlich  erscheinen  zu  lassen." [4]

In Deutschland verband sich die ins Gesellschaftliche verschobene Metaphorik der Krankheit Syphilis mit der Metaphorik des Volkskörpers, wie Christina von Braun 2001 ausführte:

"Dem Konzept des ‚Volkskörpers’, der als eine Einheit des Blutes imaginiert wurde – ein Konzept, das vor allem im rassistischen Antisemitismus seinen politischen Niederschlag fand – entsprachen Krankheitsbilder vom ‚giftigen’ oder – noch christlicher: ‚bösen’ – Blut, das Infektionen verursache und in den Mythen um die Syphilis greifbar erschien. Solche Bilder wurde wiederum auf gesellschaftliche Zustände übertragen: Richard von Krafft-Ebing prägte den Begriff der „Syphilisation“, den die Antisemiten, darunter Hitler, später gerne zitierten, um damit die gehaßte jüdische und anglo-amerikanische ‚Zivilisation’ (die der deutschen Kultur gegenübergestellt wurde) zu diffamieren"[5]

Die typisch deutsche Differenzierung zwischen Kultur und Zivilisation stellte Norbert Elias 1939 in seinem Hauptwerk Über den Prozess der Zivilisation dar, insbesondere im Kapitel "Das Zurücktreten des sozialen und das Hervortreten des nationalen Gegensatzes in der Gegenüberstellung von 'Kultur' und 'Zivilisation'" (S. 36-42). Der deutsche Nationalstolz beispielsweise im Nationalliberalismus reklamierte für sich die Errungenschaften deutscher (Hoch-)Kultur, wandte sich gegen die französische Zivilisation, vor allem gegen die Demokratisierungsprozesse seit der Französischen Revolution. Als Beispiel für die Verachtung der 'französischen Demokratie', die nicht zur deutschen 'Kultur' passe, sei Thomas Manns "Betrachtungen eines Unpolitischen" (1915-18) angeführt:

"Welches ist nun diese Entwicklung, dieser Fortschritt, von dem ich sprach? Aber es ist eine handovll schädlich häßlicher Kunstwörter nötig, um anzudeuten, um was es sich handelt. Es handelt sich um die Politisierung, Literarisierung, Intellektualisierung, Radikalisierung Deutschlands, es gilt seine 'Vermenschlichung' im lateinisch-politischen Sinne und seine Enthumanisierung im deutschen [...] es gilt, um das Lieblingswort, den Kriegs- und Jubelruf des Zivilisationsliteraten zu brauchen, die Demokratisierung Deutschlands, oder, um alles zusammenzufassen und auf den Generalnenner zu bringen: es gilt seine Entdeutschung [...] Und an all diesen Unfug sollte ich teilhaben?"[6]

In aktuellen Äußerungen der Neuen Rechten, wird dieser diskursive Faden der Konservativen Revolution zur vermeintlichen 'Entdeutschung' (= 'Zivilisierung') der 'deutschen Kultur' wieder fortgesponnen, bspw. wenn der AfD-'Kulturbeauftrage' Marc Jongen die "Entsiffung des Kulturbetriebs" ankündigt[7][8].

In diesem Kontext bot sich an, die auch als "Franzosenkrankheit" bezeichnete Syphilis mit der als französisch wahrgenommenen "Zivilisation" gleichzusetzen, zumal "Syphilisation" und "Zivilisation" ähnlich klingen.

"Versyphilitisierung des Volkskörpers"

Adolf Hitler sieht in der "Syphilisierung" die "Erbsünde" der Menschheit, die zu ihrem Ende führen könne, wenn sie sich ihr "ergebe". (Hitler, Mein Kampf: 272) Die Syphilis wird als "Verseuchung" und "Verpestung" in einen Zusammenhang mit der Sexualität von Jugendlichen in Großstädten gebracht. Nach Adolf Hitler resultierte die "Versyphilitisierung des Volkskörpers" auf einer „Verpestung unserer Jugend in den Großstädten“ aufgrund der „Verseuchung und Mammonisierung unseres Liebeslebens“.(Hitler, Mein Kampf: 272)

Der Kampf gegen die "Versyphilitisierung des Volkskörper" als Kampf gegen die Prostitution habe zwei Voraussetzungen, zum einen die frühe Verehelichung, zum anderen die "körperliche Ertüchtigung" gegen die "Überbetonung" des "rein geistigen Unterrichts" und dem Fernhalten der Jugend vom "Treibhaus sexueller Vorstellungen und Reize".

Zur ersten Voraussetzung der Notwendigkeit der "frühen Heirat" schrieb Hitler:

"Die erste Voraussetzung zu einem, aber auch nur moralischen Rechte, gegen diese Dinge anzukämpfen, ist die Ermöglichung einer frühen Verehelichung der kommenden Generationen. [...] Auch die Ehe kann nicht Selbstzweck sein, sondern muß dem einen größeren Ziele, der Vermehrung und Erhaltung der Art und Rasse, dienen. Nur das ist ihr Sinn und ihre Aufgabe. Unter diesen Voraussetzungen aber kann ihre Richtigkeit nur an der Art gemessen werden, in der sie diese Aufgabe erfüllt. Daher schon ist die frühe Heirat richtig, gibt sie doch der jungen Ehe noch jene Kraft, aus der allein ein gesunder und widerstandsfähiger Nachwuchs zu kommen vermag." (ebd.: 274ff.)

Die zweite Voraussetzung gegen die "Versyphilitisierung", der "Ausgleich zwischen geistigem Unterricht und körperlicher Ertüchtigung", wird gegen die "bolschewistische Welle" in der "degenerierten Bevölkerung" gewandt:

"In zweiter Linie aber hat Erziehung und Ausbildung eine ganze Reihe von Schäden auszumerzen, um die man sich heute überhaupt fast nicht kümmert. Vor allem muß in der bisherigen Erziehung ein Ausgleich zwischen geistigem Unterricht und körperlicher Ertüchtigung eintreten. [...] Es ist kein Zufall, daß die bolschewistische Welle nirgends besser Boden fand als dort, wo eine durch Hunger und dauernde Unterernährung degenerierte Bevölkerung haust [...] In allen diesen Gebieten findet aber auch von der sogenannten Intelligenz ein ernstlicher Widerstand gegen diese Judenkrankheit kaum mehr statt, aus dem einfachen Grunde, weil ja auch die Intelligenz selber körperlich vollständig verkommen ist, wenn auch weniger durch Gründe der Not als durch Gründe der Erziehung. [...] Die übermäßige Betonung des rein geistigen Unterrichtes und die Vernachlässigung der körperlichen Ausbildung fördern aber auch in viel zu früher Jugend die Entstehung sexueller Vorstellungen." (ebd.: 276f.)

In diesem Zusammenhang fordert Hitler den Kampf gegen die "Vergiftung der Seele", die durch sexuelle Vorstellungen und Reize ausgelöst werde und zur "Frühreife" führe: "Gleichlaufend mit der Erziehung des Körpers hat der Kampf gegen die Vergiftung der Seele einzusetzen. Unser gesamtes öffentliches Leben gleicht heute einem Treibhaus sexueller Vorstellungen und Reize. [...] Das Ergebnis dieser Art von Erziehung kann man an der heutigen Jugend in nicht gerade erfreulicher Weise studieren. Sie ist frühreif und damit auch vorzeitig alt geworden." (ebd.:278)

Die "geistige Syphilis" wurde auch verantwortlich gemacht für die "Entartung", die Dekadenz in der Kunst. Alfred Rosenberg setzte sich im Sinne seines Kampfbundes für die deutsche Kultur in seiner Publikation Der Mythus Des 20. Jahrhunderts für ein Verbot expressionistischer Kunst ein. Moderne Kunst wie der Expressionismus sei "erzeugt von geistiger Syphilis und malerischem Infantilismus, als Seelenausdruck darzustellen […] Wir sehen Kulturbolschewismus mit dem Untermenschentum der Kollwitz, Zille, Barlach, der technischen Stümper Nolde, Schmidt-Rottluff, Chagall, im Nihilismus der Dix, Hofer und Grosz […] Juden, nichts als Juden.“[9]

Sowohl in den Warnung vor einer (Früh)Sexualisierung als auch vor einer künstlerischen "Entartung" wird mit der Metapher einer "geistig/kulturelle Syphilis" der "jüdische Kulturbolschewismus" beschrieben, der auf einen "dekadenten Verfall" der "deutschen Hochkultur" hinarbeite. Sehr ähnliche Narrative finden siebzig Jahre später, seit mit dem Ausdruck "linksversifft" vor einem Kulturmarxismus gewarnt wird.

"Linksversifft"

Bis 2010 wurde der Ausdruck "linksversifft" kaum benutzt. Dies änderte sich, als in dem rassistischen Weblog Politically Incorrect (auch PI-News) der DuMont-Verlag als "linksversifft" diffamtiert wurde. Am 14.09.2011 berichteten Steven Geyer und Jörg Schindler u.a. in der Frankfurter Rundschau kritisch über ein "internationales Netz von Islamfeinden und Volksverhetzern" hinter dem Weblog PI-News[10]. Am selben Tag veröffentlichte der Autor kewil im Weblog PI-News einen Artikel unter der Überschrift "Links versiffte Dumont-Presse greift PI an". Dort wurde behauptet, dass es den "linken Vöglen im roten Sumpf der Dumont-Press", den "Linksfaschichten", darum gehe, "mit ihrer albernen Hetze unser Weblog dichtmachen."[11]

Wenige Monate später, im Dezember 2011, erschien ebenfalls in Politically Incorrect / PI-News ein weiterer Artikel, der sich diesmal insbesondere gegen die ZEIT wandte unter dem Titel "Die ZEIT – einst liberal, heute linksversifft!". Dort wurde auch der Ausdruck "rotversifft" genutzt, der sich später zu "rotgrün-versifft" wandeln sollte ("Die Lemuren der ZEIT-Redaktion sind natürlich rotversifft"). Beklagt wurde, dass sich in der ZEIT kaum Texte finden ließen, die den Kapitalismus oder die Marktwirtschaft lobten oder verteidigten. Eine ähnliche Einstellung fände man bei den "Roten Socken" anderer Magazine wie SPIEGEL, STERN, Süddeutsche "und im ganzen verdummten Pressesumpf". Der Autor erklärte sich bereit "hin und wieder statt ‚linksversifft‘ alternativ auch ’sozialistisch‘, ‚kommunistisch‘, ’stalinistisch‘, ‚maoistisch‘ oder ‚bolschewistisch‘" zu schreiben."[12]

Noch deutlicher wurde der Autor des Buches "LINKSVERSIFFT – Schluss mit linken Wahnphantasien und Toleranzdiktatur!" Stefan Müller. Er bezeichnete 2018 im Gespräch mit dem Verleger des verschwörungsideologischen Amadeus Verlag als "Versiffung" die "Infizierung" der 68er durch den Kulturmarxismus mit Hilfe der Umerziehung durch das "State Department" der USA. Das "Parteienspektrum der BRD" sei "massiv nach links gerutscht". Den Grund dafür sieht Müller in einer "sozialistische[n] Internationale[n], die weltweit konservative Organisationen infiziert und somit ad absurdum geführt" habe. Dies sei "genau die Art Versiffung von der ich in „Linksversifft“ berichte!" Müller behauptet, dass entgegen der veröffentlichten Meinung bereits dieser „Kampf um die Köpfe“ "von den Kulturmarxisten" gewonnen sei. Hierfür macht Müller die die Kritische Theorie der Frankfurter Schule verantwortlich, "die das Denken der 1968er infizierte". Diese sei "eine der mächtigsten Waffen zur Transformation der westlichen Gesellschaft". Den Anfang habe der "Kulturmarxismus" bereits 1918 genommen, "als die Kommunisten trotz des Scheiterns der Aristokratie in Europa nicht die Macht ergreifen konnten". Einer "der Treppenwitze der Geschichte" sei es, "dass ausgerechnet die USA [das "State-Department", Stichwort "Umerziehung"] bei der Verbreitung des Neomarxismus mehr als nur hilfreich waren."[13]

"Rotgrün-versifft

In seiner aktuellen Form „grünrot-versifft“ bzw. „rotgrün-versifft“ machte der Buchautor Akif Pirinnci den Ausdruck populär, in dem er 2013 ein Interview im ZDF-Mittagsmagazin zur Herausgabe seines Buches 'Deutschland von Sinnen' nutzte, um mehrfach gegen eine von ihm so bezeichnete Politik zu hetzen.[14]

Mit der Verschiebung von "linksversifft" über "rotversifft" zu "grünrot-versifft" bzw. "rotgrün-versifft" wurde Rahmen der Erzählung um Aspekte der "grünen" Alternativbewegung, insbesondere Ökologie und Feminismus, erweitert. Häufig wird "rotgrün-versifft" auch mit dem Zusatz "Altachtundsechziger" verbunden.

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen benutzte mehrfach das Narrativ rotgrün-versifft. Unter anderem verwandte er die Formulierung in seiner Ansprache am Stuttgarter Bundesparteitag der AfD 2016[15], was ihm dort einen deutlichen Applaus einbrachte.

Bedeutung des Narrativs rotgrün-versifft

Hintergrund des Narrativs "rotgrün-versifft" ist die Erzählung einer ursprünglich gesunden deutschen Kultur mit einer dem Volk dienenden gesunden Sexualität gesunder echter Frauen und Männer. Bedroht werde diese deutsche Kultur durch den im Kulturbolschewismus/Kulturmarxismus mündenden Jakobinismus der Französischen Revolution, der zivilisatorische Werte wie „Toleranz“, „Weltoffenheit“, „Vielfalt“ über "kultur-essentielle" Werte von Nation, Volk und Familie stelle. "Infiziert" durch "Sümpfe" in Presse, Parteien und Hochschulen führe der "versiffte" "Gedankenmüll" zur "Dekadenz" und damit zum "Niedergang" der einstmalige deutschen und europäischen "Hochkultur". Die Krankheit "Syphilis" bietet sich metaphorisch für diese Narrativ an, weil es sich um eine infektiöse Geschlechterkrankheit handelt, die in der deutschen Sprache den Französ*innen zugeschrieben wurde ("Franzosenkrankeit") und in der Form von "Syphilisation" phonetisch nah bei "Zivilisation" liegt.

Entsprechend wurde der Ausdruck „Siff“ 2018 bspw. vom „Kulturbeauftragten“ der AfD im Bundestag, Marc Jongen, in einem Beitrag auf seiner Homepage und im Sozialen Netzwerk 'Twitter' gegen eine „linksrotgrüne 68er-Politik“ eingeführt. Jongen kündigte eine „Entsiffung des Kulturbetriebes“ an.[16] Nach einer Kritik von Daniel Hornuff in der ZEIT[17] reagierte Jongen mit einem Artiekl in der Jungen Freiheit. In seiner Verteidigung der Forderung nach „Entsiffung des Kulturbetriebes“ forderte Jongen, dass ein essentialistisches Verständnis von Nation, Volk und Geschlecht nicht hinsichtlich der faschistischen Geschichte kritisiert werden dürfe. Denn in dem sich die „Postmoderne“ an die Stelle dieser essentialistischen Auffassung von Kultur setze, sei sie „dekadent“ geworden und führe Europa in den „Abgrund“. Begriffen wie „Toleranz“, „Weltoffenheit“, „Vielfalt“ unterstellt Jongen inzwischen einen „orwellschen Klang“. Unter „Entsiffung“ versteht Jongen entsprechend die „Beseitigung“ dieses „Gedankenmülls“, der Zusammenhänge zwischen essentialistischem Denken und Faschismus ausmache und so eine „offene und sachbezogene Debatte“ verhindere.[18]

Äußerungen im Narrativ Rotgrün-versifft

  • Unter dem Pseudonym Kewil veröffentlichte der islamfeindliche Weblog Politically Incorrect (PI-News) im September 2011 einen Artikel zur Kritik an dem internationalen "Netz von Islamfeinden und Volksverhetzern" hinter dem Weblog. In dem Pi-News-Beitrag hieß es unter anderem:
"Links versiffte Dumont-Presse greift PI an [...] Worum es den linken Vögeln im roten Sumpf der Dumont-Presse geht, ist aber eh klar. Die Linksfaschisten möchten mit ihrer albernen Hetze unser Weblog dichtmachen."[19]
(siehe auch Narrative Linksfaschisten, Pressesumpf)


  • Anonym erschien im Dezember 2011 im Weblog Pi-News ein Artikel, der die ZEIT-Redaktion als "linksversifft" und "rotversifft" bezeichnete. Dort hieß es unter anderem:
"Die ZEIT – einst liberal, heute linksversifft! [...] Die Lemuren der ZEIT-Redaktion sind natürlich rotversifft, was sonst? Suchen Sie mal im Blatt in diesen vier Wochen einen einzigen Text, der den Kapitalismus oder die Marktwirtschaft lobt und verteidigt! Sie werden nichts finden. Und eine ähnliche Einstellung finden Sie bei den Roten Socken im SPIEGEL, STERN, in der Süddeutschen und im ganzen verdummten Pressesumpf. Ich will als Liberaler aber nicht so sein und bin gern bereit, hin und wieder statt ‚linksversifft‘ alternativ auch ’sozialistisch‘, ‚kommunistisch‘, ’stalinistisch‘, ‚maoistisch‘ oder ‚bolschewistisch‘ zu verwenden."[20]
(siehe auch Narrative Bolschewistisch, Pressesumpf)


  • Akif Pirincci antwortete auf Kritik[21] an seinem Artikel "Das Schlachten hat begonnen" im Webblog Die Achse des Guten mit dem Artikel “Mit mir nicht, du Vollpfosten!”, in dem es unter anderem heißt:
"Ein aus dem Trog des linksgrün versifften Staatsfunks Radio Bremen saufender Journalistendarsteller [...] hat sich über meinen Text “Das Schlachten hat begonnen” ausgelassen [...] Seine Belege hat er schon in der Tasche, und die stammen aus der politisch korrekten Mottenkiste des dauerverständnisvollen Gutmenschen [...] Nochmal [...] Radio Bremen und andere Möchtegern-Gesinnungsdiktatoren, die ihr immer noch davon halluziniert, dass die Empfänger eurer Botschaften in der Bevölkerung alles schlucken, was ihr da an Lügen verbreitet, ihr habt euch den falschen Gegner ausgesucht. Ich bin weder Eva Herman noch ein verweichlichter Deutscher, der nun den geordneten Rückzug mit allerlei Entschuldigungen antreten wird."[22]
(siehe auch Narrative Political Correctness, Gutmenschen, Gesinnungsstaat)


  • Akif Pirincci äußerte sich am 2.4.2013 in einem Interview zur Vorstellung seines Buches „Deutschland von Sinnen“ im ZDF-Mittagsmagazin folgendermaßen:
„Das hat sich durch diese grün-versiffte Politik, durch die grünrot-versiffte Politik alles umgedreht: Das Einwanderungsland ist jetzt für die Einwanderer da. […] Das ist vor allem die grünrot-versiffte Politik, die mittlerweile auch die CDU, die sogenannte 'konservative Partei', absolut unkenntlich gemacht hat. In der ganzen CDU werden sie keinen einzigen mehr finden, der über diese Abtreibungssache noch ein Wort verliert. Ich glaube letztens hat da mal einer aufgemuckt, den haben sie wieder sofort zusammengeknüppelt. Man kann sagen die Kindersexpartei, die Grünen, haben dieses Land kaputt gemacht.“[23]
(siehe auch Narrative Pädogrüne)


"Wenn also mal wieder irgendeine versifft-retardierte Feministin aus Berlin wegen vermeintlicher „Objektifizierung“ einer halbnackten Frau in der Werbung herumkreischt, dann sollte man sie auslachen und gleich danach fragen, ob die Objektifizierung eines Mannes als lebenslanges Arbeitstier, Zahlesel, Unterhaltssklave und als Soldat gar als ein beliebig austauschbares und vom Staat in keinster Weise geschätztem und geschütztem Leben nicht wesentlich schlimmer ist als für das Ausziehen seiner Klamotten und Präsentieren seines Körpers mit Geld beworfen zu werden."[24]
(siehe auch Narrativ: Kreischende Frau, Zahlesel)


Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen forderte unter Standing-Ovations beim Stuttgarter AfD-Bundesparteitag im April 2016:

"also weg – ich sehe, das findet weitgehend Zustimmung hier im Saal -, weg vom linksrotgrün-verseuchten – man könnte auch sagen: 'vom leicht versifften' – 68er-Deutschland."[25]


  • Die deutsch-polnische Autor*in mit dem Pseudonym Wiktoria spiegelte am 13.10.2016 auf Gloria.tv den Artikel "Hardcore-Sex in Kinderkrippen: 'Pornopuppe Lutz' wirbt für sexuelle Vielfalt", der anonym zuerst auf der Seite Anonymousnews.ru veröffentlicht wurde. Dort heißt es u.a.:
"Was wie die Verwirklichung einer pädogrünen Sexualphantasie klingt, stellt in Wirklichkeit staatlich verordnete, „kindgerechte Aufklärung“, im Jahre 2016 dar. Dahinter steckt jedoch eine perfide Absicht. Frühsexualisierte Kinder werden sexuell natürlich eher aktiv und zeugen demzufolge auch eher Kinder. Ein Leben ohne Schulabschluss, Job und eigenes Einkommen und abhängig von staatlichen Leistungen ist faktisch vorprogrammiert. Und genau das ist beabsichtigt. Denn nur ein dummer, ungebildeter Bürger, der mit sich selbst beschäftigt ist, opponiert nicht und ist im Sinne der rot-grün versifften BRD-Gender-Ideologie auch ein guter Bürger."[26]
(siehe auch Narrative: Pädogrüne, Frühsexualisierung, Gender-Ideologie)


  • Zur Einrichtung einer EnqueteKommission „Auseinandersetzung mit Rassismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Thüringen“ äußerte sich der Fraktionsvorsitzende der AfD, Björn Höcke, im Landesparlament Thüringen am 9.12.2016 unter anderem mit den Worten:
„Es hat eine historische Dimension, dass Sie, sehr verehrte Kollegen Abgeordnete von der Union, nicht den Mumm in den Knochen hatten, den versifften Alt-68ern und ihren kryptokommunistischen Apologeten die Stirn zu bieten.  […] Heute exekutiert Ihre Bundesvorsitzende Angela Merkel völlig schmerzfrei eine rot-grün-bunte Agenda des Multikulturalismus und des Genderismus, die die Auflösung alles Bewährten zum Ziel hat. Sehr geehrte Kollegen Abgeordnete von der CDU, die politische Korrektheit liegt wie der Mehltau auf unserem Land, weil Sie nicht den Mut hatten, die Freiheit gegen die Feinde der Sprachfreiheit zu verteidigen.  [… Die gegenwärtig gesprochene Sprache] ist zu einer Kampfsprache degeneriert worden. […] Der Ansatz der 'Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit' [...] ist maximal diskriminierend. […] Immer mehr Menschen da draußen in Thüringen können diesen ganzen konstruierten Unsinn, der uns Steuerzahler, der die arbeitende Bevölkerung da draußen in Thüringen Millionen kostet, die besser in Straßen, die besser in Polizei, die besser in Lehrer investiert wären, nicht mehr ertragen. Die Menschen da draußen sehnen sich nach etwas Selbstverständlichem, die Menschen sehnen sich nach etwas Normalem, sie sehnen sich nach Natürlichkeit. “ [27]
(siehe auch Narrative: Dekadenz, Kryptokommunismus, Genderismus, Mehltau, Political Correctness, Sprachpolizei, Negative Diskriminierung, Antidiskriminierung ist zu teuer)


  • Marc Jongen, Leiter des fraktionsinternen Arbeitskreises „Kultur und Medien“ der AfD im Bundestag teilte zu seiner Ernennung auf seiner Homepage und in Twitter am 23.01.2018 mit:
"Ich bin heute zum Leiter des fraktionsinternen Arbeitskreises „Kultur und Medien“ gewählt worden. Es wird mir eine Ehre und Freude sein, dieses Amt auszuüben und die Entsiffung des Kulturbetriebs in Angriff zu nehmen…"[28][29]


  • In der Verteidigung seiner Ankündigung, den Kulturbetrieb zu „entsiffen“ schreibt Marc Jongen am 16.03.2018 in der Jungen Freiheit u.a.:
„Vielleicht hätte ich „Entsiffung“ in Anführungszeichen setzen müssen, um […] die augenzwinkernde Anspielung auf Akif Pirinçcis mittlerweile geflügeltes Wort von der „rot-grün versifften Republik“ deutlich zu machen. […] Der Kulturbetrieb hatte sich [...] parteiisch, pluralitätsfeindlich, selbstgerecht – alias „rot-grün-versifft“ – gezeigt, wie es drastischer kaum denkbar ist. […] Das tagtägliche Versagen der Intellektuellen auf Merkel-Deutschlands Weg in einen Gesinnungsstaat läßt sich [...] transparent machen. […] In allen Institutionen kennt man den Typus des aalglatten Karrieristen mit der feinen Witterung fürs Opportune, politisch überkorrekt auf die Gunst der Obrigkeit schielend, immer für eine kleine Intrige gegen mißliebige Konkurrenten zu haben. Im akademischen Milieu erlangt er besondere Unappetitlichkeit durch [...] einen an den jeweils in Amt und Macht befindlichen Werten orientierten Jakobinismus. […] Wer den orwellschen Klang, der die Begriffe „Toleranz“, „Weltoffenheit“, „Vielfalt“ längst erfaßt hat, nicht hört, und meint, sie gegen den „ewigen Nazi“ in Stellung bringen zu müssen, gehört zu den unschuldig-schuldigen, tragischen Helden einer in Dekadenz geratenen, sich selbst ad absurdum und Europa in den Abgrund führenden Postmoderne. Was könnte „Entsiffung“ vor diesem Hintergrund heißen? Zuvörderst Beseitigung all des Gedankenmülls und all der ideologischen Verunklarungen, die uns gegenwärtig daran hindern, das zu tun, was dem zivilisatorischen Mindeststandard in einer aufgeklärten Gesellschaft entsprechen würde: eine bei allen auch harschen Meinungsverschiedenheiten offene und sachbezogene Debatte über das gute und richtige Leben in unserer Gemeinschaft zu führen.“[30]
(siehe auch Narrative: Gesinnungsstaat, Political Correctness, Jakobinismus, Neusprech, Dekadenz, Niedergang der Nation)


  • Der Autor des Buches "LINKSVERSIFFT – Schluss mit linken Wahnphantasien und Toleranzdiktatur!" Stefan Müller bezeichnete 2018 im Gespräch mit dem Verleger vom verschwörungsideologischen Amadeus Verlag als "Versiffung" die "Infizierung" der 68er durch den Kulturmarxismus mit Hilfe der Umerziehung durch das "State Department" der USA:
"das Parteienspektrum der BRD ist massiv nach links gerutscht[...] Der Grund dafür ist eine sozialistische Internationale, die weltweit konservative Organisationen infiziert und somit ad absurdum geführt hat. Dies ist genau die Art Versiffung von der ich in „Linksversifft“ berichte! [...] Entgegen der veröffentlichten Meinung wurde dieser „Kampf um die Köpfe“ bereits von den Kulturmarxisten für sich entschieden. [...] Eine der mächtigsten Waffen zur Transformation der westlichen Gesellschaft war die Kritische Theorie der Frankfurter Schule. Dabei handelt es sich um eine Art neomarxistische Philosophie, die das Denken der 1968er infizierte. [...] Die Agenda des Kulturmarxismus ist jedoch viel älter und nahm ihren Anfang 1918, als die Kommunisten trotz des Scheiterns der Aristokratie in Europa nicht die Macht ergreifen konnten. Das ist jetzt ziemlich genau 100 Jahre her und einer der Treppenwitze der Geschichte ist es, dass ausgerechnet die USA bei der Verbreitung des Neomarxismus mehr als nur hilfreich waren."[31]
(siehe auch Narrative: Umerziehung, Kulturmarxismus)


  • Jörg Meuthen, Vorsitzender der AfD, äußerte sich beim Bundesparteitag der AfD am 30.06.2018 in Augsburg unter anderem mit den Worten:
"Oh ja, ich wiederhole diesen Begriff ["linksrotgrün-verseuchte 68er-Denke"; Admin], ich werd das noch so lange und immer wieder tun, wie es notwendig ist, die Zeitenwende von dieser Denke durchzusetzen. Das werd ich wieder und wieder tun. Mich haben nämlich eben Pressevertreter gefragt, ob ich wieder von „linksrotgrün-versifften“ sprechen werde, da hab ich gesagt, ich mach das so lange, wie wir das haben, wenn wir das los sind, hör ich auf damit. Haben wir noch ein bisschen Arbeit. Es sind die, die wir oft als „Gutmenschen“ bezeichnen, was ein nicht recht zutreffender Begriff ist."[32]
(siehe auch Narrativ: Gutmenschen)

Verkettung mit anderen antifeministischen Narrativen

Die oben genannten Äußerungen zeigen, dass das Narrativ Rotgrün-versifft mit folgenden Narrativen verkettet ist, die ebenfalls als „antifeministisch“ identifiziert wurden. Hierbei ist zu beachten, dass ein Ausdruck verschiedene Bedeutungen haben und für verschiedene Erzählungen - also für verschiedene Narrative - stehen kann. Daher findet hier nicht der Ausdruck an sich, sondern eine bestimmte Lesart dieses Ausdrucks, ein bestimmtes Narrativ, nämlich das antifeministische Narrativ, Beachtung.

Einzelnachweise

  1. Marc Jonen (2018): Das Versagen der Intellektuellen, in: Junge Freiheit vom 16.03.2018
  2. Jörg Meuthen: Grußwort an den Stuttgarter AfD-Bundesparteitag am 30.04.2016, Mitschnitt der Rede bei Phoenix, ab Minute 27
  3. Jörg Meuthen in seiner Rede beim Bundesparteitag der AfD am 30.6.2018 in Augsburg, Phoenix-Kanal bei Youtube, ab Minute 32:20
  4. Hendrik Christian Voß (2005): Die Darstellung der Syphilis in literarischen Werken um 1900 Auswirkung wissenschaftlicher Konzepte und sozialer Idee. Inauguraldissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Universität zu Lübeck
  5. Christina von Braun (2001): Der Kollektivkörper und seine Säfte (Berlin, Schaubühne: Konferenz Kollektivkörper 8.6.2001), S. 2
  6. Thomas Mann (1920): Betrachtungen eines Unpolitischen, Berlin, vgl. Andreas Kemper (2014): Sarrazins Correctness. Ideologie und Tradition der Menschen- und Bevölkerungskorrektuen, Münster (S. 7-11)
  7. Homepage von Marc Jongen, Beitrag vom 23. Januar 2018
  8. Twitter -Account vom 23.01.2018
  9. Alfred Rosenberg (1933): Der Mythus Des 20. Jahrhunderts. Eine Wertung der seelischgeistigen Gestaltenkämpfe unserer Zeit, S. 299
  10. Steven Geyer / Jörg Schindler (2011): „Politically Incorrect“. Im Netz der Islamfeinde, in: Frankfurter Rundschau vom 14.09.2011
  11. kewil (2011): Links versiffte Dumont-Presse greift PI an, in: PI-News vom 14.09.2011
  12. Die ZEIT – einst liberal, heute linksversifft!, in: Pi-News vom 18.12.2011
  13. Jan van Helsing im Interview mit Stefan Müller
  14. Akif Pirinnci 2013, Interview im ZDF-Mittagsmagazin
  15. Jörg Meuthen: Grußwort an den Stuttgarter AfD-Bundesparteitag am 30.04.2016, Mitschnitt der Rede bei Phoenix, ab Minute 27
  16. Twitter-Beitrag vom 23.01.2018
  17. Daniel Hornuff (2018): Marc Jongen. "Es wird mir eine Freude sein, die Entsiffung des Kulturbetriebs in Angriff zu nehmen", in: ZEIT vom 14.02.2018
  18. Marc Jongen (2018): Das Versagen der Intellektuellen, in: Junge Freiheit vom 16.03.2018
  19. kewil (2011): Links versiffte Dumont-Presse greift PI an, in: PI-News vom 14.09.2011
  20. Die ZEIT – einst liberal, heute linksversifft!, in: Pi-News vom 18.12.2011
  21. Jochen Grabler (2013): Gefährlicher Rassismus. Weblog spricht von Genozid an Deutschen, in: Radio Bremen vom 06.04.2013
  22. Akif Pirincci (2013): “Mit mir nicht, du Vollpfosten!”, in: Achse des Guten vom 07.04.2013
  23. Akif Pirinçci am 2.4.2013 im ZDF-Mittagsmagazin
  24. Objektifizierung, böse Objektifizierung, in: Männerstreik - Für Gleichberechtigung, Beitrag vom 23.02.2016
  25. Jörg Meuthen: Grußewort an den Stuttgarter AfD-Bundesparteitag am 30.04.2016, Mitschnitt der Rede bei Phoenix, ab Minute 27
  26. Wiktoria: "Hardcore-Sex in Kinderkrippen: 'Pornopuppe Lutz' wirbt für sexuelle Vielfalt", in: Gloria.tv vom 13.10.2016, zuerst erschienen in Anonymousnews.ru am 13.10.2016
  27. Björn Höcke, Rede im Landesparlament Thüringen; Thüringer Landtag - 6. Wahlperiode - 70. Sitzung – 09.12.2016, S. 5852-5855
  28. Homepage von Marc Jongen, Beitrag vom 23. Januar 2018
  29. Twitter -Account vom 23.01.2018
  30. Marc Jongen (2018): Das Versagen der Intellektuellen, in: Junge Freiheit vom 16.03.2018
  31. Jan van Helsing im Interview mit Stefan Müller
  32. Jörg Meuthen in seiner Rede beim Bundesparteitag der AfD am 30.6.2018 in Augsburg, Phoenix-Kanal bei Youtube, ab Minute 32:20