Kulturmarxismus

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Diskursatlas Antifeminismus
Diskursthema:
Bevölkerung Sexualität Familie
Bildung Gleichstellung
Narrativ:
Kulturmarxismus

Der Ausdruck Kulturmarxismus findet als antifeministisches Narrativ Anwendung in den Diskursthemen Bevölkerung, Sexualität, Bildung, Familie und Gleichstellung.

Geschichte und Bedeutung des antifeministischen Narrativs Kulturmarxismus

Der Ausdruck "Kulturmarxismus" entsteht im Laufe der 1990er Jahre im US-amerikanischen Kontext als "Cultural Marxism". Während in akademischer Literatur "cultural marxism" als ein Strang der Kulturwissenschaft verstanden werden kann, welcher sich wissenschaftlich mit dem Zusammenhang von Kultur und Kapitalismus auseinandersetzt, beschreibt die populäre Verwendung des "Kulturmarxismus" eine Verschwörung zur Unterwanderung wahlweise der christlichen Religion bzw. der "westlichen Kultur"[1][2] zur Auflösung nationaler Grenzen, zur Abschaffung der Ehe und von Geschlechtern,[3] oder zur Gründung einer multikulturellen Gesellschaft.[4]

Diese verschwörungstheoretische Verwendung prägten hauptsächlich Vertreter des US-amerikanischen Paläokonservatismus wie William S. Lind, Paul Weyrich oder Pat Buchanan.[5] Der konservative amerikanische Autor und Historiker William S. Lind behauptet, der Kulturmarxismus ließe sich auf die marxistischen Theoretiker Antonio Gramsci und Georg Lukacs zurückführen, die erkannt hätten, dass die Unterwanderung westlicher Kultur und christlicher Religion notwendig für die Errichtung einer kommunistischen Gesellschaft sei. Auf dieser Ideen gründete sich daraufhin, laut Lind und weiterer Autor*innen, die Frankfurter Schule, in welcher sich Theodor Adorno, Max Horkheimer, Herbert Marcuse und weitere Intellektuelle mit dem Ziel der "Zerstörung traditionell westlicher Kultur in Deutschland"[6] sammelten. Nach deren Emigration aus dem nationalsozialistischen Deutschland 1933 in die Vereinigten Staaten hätten sie nun die amerikanische Gesellschaft zum Ziel genommen.[7] Die Strategien, die sie verwenden, seien die Political Correctness und der "Multikulturalismus".[5] Auch die sexuelle Befreiung und Ablehnung der Familie seien Teil der kulturmarxistischen Agenda.[8]

Wie das US-Amerikanische Southern Poverty Law Center anmerkt, hat die Rede vom Kulturmarxismus einen antisemitischen Charakter. Es werde mit der Fiktion einer Gruppe jüdischer Intellektueller gearbeitet, die im Zentrum der angeblich gezielten "Zerstörung" westlicher Kultur stünden. Dieser Angriff auf die westliche Kultur sei "jüdisch motiviert" behauptet z.B. Kevin MacDonald in seiner Publikation The Culture of Critique: An Evolutionary Analysis of Jewish Involvement in Twentieth-Century Intellectual and Social Movements. [8] Der Kulturmarxismus birgt auch daher Ähnlichkeit mit dem im nationalsozialistischen Deutschland propagierten "Kulturbolschewismus". Letzterer wurde beschuldigt durch Kunst, Musik und Architektur den politischen Bolschewismus vorzubereiten - und sah ebenfalls Juden als dessen Strippenzieher.

2011 bezog sich der Norwegische Attentäter Anders Breivik auf das Konzept des Kulturmarxismus. Aktuell bedient sich die Co-Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Alternative für Deutschland, Alice Weidel, des Ausdrucks. Sie behaupte, dass Linke Kultur instrumentalisieren würden und sieht die Frankfurter Schule in Gefolge von Antonio Gramsci. Beides sei Unsinn, kritisiert Richard Gebhardt, und verweist auf Alex Demirovićs Hinweis, dass Gramscis Schriften erst 1967 in kleiner Auswahl in Deutschland erschienen. Zugleich werfe sie den Linken vor, "was die Metapolitiker der Rechten immer fordern – eine Instrumentalisierung der Kultur im Streben nach Hegemonie" (Demirović).[9] Auch einige Autoren des rechtslibertären Magazins eigentümlich frei sprechen von Kulturmarxismus.

Äußerungen im antifeministischen Narrativ Kulturmarxismus

  • Der Autor des Buches "LINKSVERSIFFT – Schluss mit linken Wahnphantasien und Toleranzdiktatur!" Stefan Müller bezeichnete 2018 im Gespräch mit dem Verleger vom verschwörungsideologischen Amadeus Verlag als "Versiffung" die "Infizierung" der 68er durch den Kulturmarxismus mit Hilfe der Umerziehung durch das "State Department" der USA:
"das Parteienspektrum der BRD ist massiv nach links gerutscht[...] Der Grund dafür ist eine sozialistische Internationale, die weltweit konservative Organisationen infiziert und somit ad absurdum geführt hat. Dies ist genau die Art Versiffung von der ich in „Linksversifft“ berichte! [...] Entgegen der veröffentlichten Meinung wurde dieser „Kampf um die Köpfe“ bereits von den Kulturmarxisten für sich entschieden. [...] Eine der mächtigsten Waffen zur Transformation der westlichen Gesellschaft war die Kritische Theorie der Frankfurter Schule. Dabei handelt es sich um eine Art neomarxistische Philosophie, die das Denken der 1968er infizierte. [...] Die Agenda des Kulturmarxismus ist jedoch viel älter und nahm ihren Anfang 1918, als die Kommunisten trotz des Scheiterns der Aristokratie in Europa nicht die Macht ergreifen konnten. Das ist jetzt ziemlich genau 100 Jahre her und einer der Treppenwitze der Geschichte ist es, dass ausgerechnet die USA bei der Verbreitung des Neomarxismus mehr als nur hilfreich waren."[10]
(siehe auch Narrative: Umerziehung. Rotgrün-versifft)


  • Der Kreisverband der AfD Paderborn rief für den 14.07.2017 zur Kundgebung "Ehe für alle = Ehe für keinen" mit folgenden Worten auf:
"Erstmals nach 31 vergeblichen Anläufen wurde über das Gesetz zur ideologischen Gleichschaltung der Ehe auch für homosexuelle Paare abgestimmt. [...] Das fürchterliche Erbe der links-grünen 68er ging an diesem Tage ein weiteres Mal auf, das die allgemeine Wertebeliebigkeit und den nationalen Kulturzerfall schon lange zum Ziele hat. Sie wollen Deutschland zu einem sodomitischen Freudenhaus machen und die Grundfesten der Republik stückchenweise aushöhlen und beseitigen. Der lange und subversive „Marsch durch die Instanzen“ bereitete ihnen dazu den Boden und hat dafür gesorgt, dass heute ihre kulturnihilistischen Drahtzieher in fast allen einflussreichen Positionen der Bildung, der Kunst, der Medien, der Wirtschaft, der Kirchen und der Politik Fuß gefasst haben. [...] Erst wenn alle Werte zerschlagen und alle Nationalstaaten aufgelöst wurden, werden die Anhänger dieser kulturmarxistischen Ideologie merken, dass Sicherheit und Freiheit nur in einem demokratischen Rechtsstaat zu verwirklichen sind. Die Alternative für Deutschland ist heute die einzig verbliebene Partei, die dem Erhalt der Institution Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau zum Schutz der Kinder treu geblieben ist und weiterhin dafür eintreten wird. Sie ist damit aber auch die letzte Partei, die den republikanischen Rechtsstaat für unsere Kinder bewahren will und dem kulturdefätistischen Treiben der Altparteien ein kategorisches Nein entgegensetzt. Es geht nicht um die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, wie es die selbsternannte Gesinnungspolizei dem Volke stets einzureden versuchen." [11]
(siehe auch Narrative: Gleichschaltung, Niedergang der Nation, Sodomie, Traditionelle Familie, Gesinnungspolizei)


  • In einem Gastbeitrag in der rechten Zeitschrift "Junge Freiheit", schreibt die AfD-Politikerin Alice Weidel am 23.1.2018:
"In Gramscis Gefolge machten sich die Adepten der „Frankfurter Schule“ daran, mit einer Mischung aus Freud und Marx in ihrer „Kritischen Theorie“ die von ihnen als Feind ausgemachte westlich-bürgerliche Kultur zu brechen, um die Grundlage für eine marxistische „Kulturrevolution“ zu legen. Diskreditierung der „bürgerlichen“ Familie, Früh- und Hypersexualisierung, Genderismus und Multikulturalismus sind die Früchte dieses Kulturmarxismus"[4].
(siehe auch Narrative: Traditionelle Familie, Frühsexualisierung, Gesinnungspolizei, Niedergang der Nation)


  • André Barmettler schrieb in der Schweizer Expresszeitung einen Artikel zur "Zerstörung" der "traditionllen Familie". Dieser Artikel erschien in der Leseprobe aus Ausgabe Nr. 12/2017 und wurde mehrfach gespieget, u.a. am 11. Februar 2018 von Epoch Times. Im Artikel heißt es unter anderem:
"Die traditionelle Familie wird durch den modernen Feminismus zerstört. [...] Im Feminismus geht es darum, den Mann zu besiegen, anstatt ihn als einen komplementären Partner zu sehen. Die Familie ist seit jeher die wichtigste Keimzelle und stärkste Stütze der Gesellschaft. [...] Auf sich alleine gestellt war es einem Elternteil in der rauen Wildnis Nordeuropas nahezu unmöglich, ein Kind am Leben zu erhalten. Deshalb mussten Frauen und Männer damals als Einheit zusammenarbeiten, um die Chance auf das Überleben ihrer Kinder zu erhöhen. [...] Die Familie war ein entscheidender evolutionärer Schritt des Homo Sapiens. Er wurde durch äußere Umstände dazu gezwungen, nicht mehr allein seinen niederen Trieben zu folgen, sondern sich um seine Mitmenschen zu kümmern, damit diese den Winter überlebten. Neben Mitgefühl und Moral entwickelten die nordischen Völker zudem eine neue, völlig abstrakte Form des Denkens: die Zukunftsplanung. [...] Doch auch heute sind Mutter und Vater unverzichtbar, um das volle Potenzial eines Kinds zu entfalten. Der Vater lehrte seinem Nachwuchs Disziplin, logisches Denken und praktische Fähigkeiten – damals überlebenswichtig, doch heute ebenfalls nichts, auf das man einfach so verzichten könnte. Von ihrer Mutter erhielten Kinder Liebe und Fürsorge, die Fähigkeit zu Empathie und Mitgefühl, die sie bald auch gegenüber Menschen zeigten, die nicht Teil der Familie waren. Man könnte sagen: Der Mann war schon immer der „Kopf“ und die Frau „das Herz“ der Familie – nur im Verbund war man stark. [...] In der Familie wurde die Frau nie als schwächeres Geschlecht behandelt. Sie war unverzichtbar und wurde von ihrem Partner als komplementäres Gegenstück wertgeschätzt. [...] Feminismus hat die traditionelle Familie aus Mutter, Vater und Kind(ern) zu einem unter vielen möglichen Lebensmodellen herab gewürdigt. Der gesellschaftliche Druck auf Frauen, arbeiten zu gehen, und ihre natürliche und erfüllende Rolle als Mutter aufzugeben, ist heutzutage grösser denn je. [...] Wir sehen uns bereits einer entwurzelten, orientierungslosen und dadurch leicht kontrollierbaren Generation gegenüber, die die Teile-und-Herrsche-Strategie des Feminismus verinnerlicht hat. Was ursprünglich aus dem Marxismus stammende Ideen in unserer Gesellschaft bewirkt haben, ist aus anthropologischer Sicht eigentlich kaum vorstellbar: Die neue Generation hat sich zu großen Teilen freiwillig dazu entschieden, ihr Jahrtausende altes Erbe aufzugeben und kinderlos zu bleiben."[12]
(siehe auch Narrative: Komplementarität der Geschlechter, Keimzelle der Nation, Europäische Hochkultur, Ewiger weiblicher Instinkt, Familienoberhaupt Mann, Kinder brauchen Vater und Mutter, Natürliche Geschlechterordnung)


" Vordenker dieses „Kulturmarxismus“ ist der Italiener Antonio Gramsci, der in den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts die Theorie aufstellte, einer politischen Machtübernahme müsse die Erringung der „kulturellen Hegemonie“ vorausgehen. In Gramscis Gefolge machten sich die Adepten der „Frankfurter Schule“ daran, mit einer Mischung aus Freud und Marx in ihrer „Kritischen Theorie“ die von ihnen als Feind ausgemachte westlich-bürgerliche Kultur zu brechen, um die Grundlage für eine marxistische „Kulturrevolution“ zu legen. Diskreditierung der „bürgerlichen“ Familie, Früh- und Hypersexualisierung, Genderismus und Multikulturalismus sind die Früchte dieses Kulturmarxismus. [...] Abgesichert wird diese kulturelle Hegemonie der Linken, die zivilgesellschaftliche Institutionen, Medien, das Bildungs- und Hochschulwesen nahezu flächendeckend erfaßt hat, wie kürzlich der Berliner Historiker Jörg Baberowski feststellte, durch das Drohpotenzial der Politischen Korrektheit, die wiederum auf den „Frankfurter Schule“-Ideologen und Gramsci-Jünger Herbert Marcuse und die von ihm geforderte „repressive Toleranz“ zurückgeht."[13]
(siehe auch Narrative: Frühsexualisierung, Hypersxualisierung, Gender-Ideologie, Political Correctness)


  • Jörg Meuthen, Vorsitzender der AfD, äußerte sich in der Plenardebatte im Europäischen Parlament vom 31. Mai 2018 in Straßburg mit u.a. folgenden Worten:
"Die EU hat den Internationalen Tag der Familie der Vereinten Nationen totgeschwiegen. Alle Menschen guten Willens erkennen, dass die EU die Familie aufbauend auf der Ehe von Mann und Frau nicht wertschätzt, doch am mysteriösen Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie flatterte die Regenbogenfahne der Gender-Ideologen an den EU-Gebäuden. So entwertet Brüssel die Hoheitssymbole der Mitgliedstaaten. Die Personalabteilungen unternahmen gewaltige Anstrengungen für transsexuelle Eurokraten am Arbeitsplatz. [...] Diese Europäische Union setzt alle kommunistischen Rezepte um, die Karl Marx zur Zerstörung funktionierender Familien empfohlen hat. Von christdemokratischen Parteien können Sie dabei übrigens keine Gegenwehr erhoffen. [...] Daher danke ich ausdrücklich meiner slowakischen Kollegin Anna Záborská, die sich als Vorsitzende der Familien-Intergruppe unermüdlich dafür einsetzt, dass sich Europa aufgrund falscher politischer Prioritäten nicht eines Tages noch selbst abschafft."[14]
(siehe auch Narrative: Gender-Ideologie, Niedergang der Nation)


  • Bernhard Radtke, Steve Lebold und Robert Diehl schrieben im Leitartikel des dem rechtsextremen Spektrum zugeordneten Magazins Zuerst! vom August/ September 2018 mit dem Titelblatt-Text: „Propaganda gegen die Natur. Wie die Propaganda-Irrlehre unsere Kinder vergiftet“ unter anderem:
„Propaganda gegen die Natur. Wie sich die wirre Ideologie des Gender-Mainstream immer tiefer in die westlichen Gesellschaften hineinfrißt […] Daß ein Teil der Homo-Lobby jetzt den Begriff 'Genderwahn' positiv verwenden möchte, zeigt im übrigen, wer ein besonderes Interesse an diesem allgemeinen Gehirnwäsche-Programm hat. […] Fragt man GM-Vertreter, was denn nun der Kern ihres Anliegens sei, hört man zumeist, daß es vor allem um 'Gleichstellung' und 'Geschlechtergerechtigkeit' gehe. […] Doch sind solche Argumente nur die Fassade, hinter der sich ein marxistisch und feministisch inspiriertes Programm der Gesellschaftsveränderung verbirgt. Schon für Theoretiker wie Friedrich Engels, Wilhlem Reich und Herbert Marcuse war die 'sexuelle Befreiung' vor allem der Frau eine wichtige Voraussetzung revolutionärer Gesellschaftsveränderung. Die Frau müsse sich aus ihrer Unterdrückung – in erster Linie durch die traditionelle Familie – befreien [...] Identitäten zu hinterfragen, ja geradezu zu zersetzen ist ein zentrales Motiv der Genderideologie. Damit kann man gar nicht früh genug anfangen. Und so werden schon in den Kindergärten der westlichen Welt die Jüngsten entsprechend programmiert [...] Deshalb stehen im links-grün genderinfzierten Erziehungsapparat die Jungen auch unter besonderem Druck. Ihnen soll ihre ureigene Natur abtrainiert werden, sie sollen ihre weiche Seite entdecken, über Gefühle reden und ihre Aggressivität im Zaun halten. Das Ende vom Lied sind verweichlichte Typen, die wie paralysiert danebenstehen, wenn die rustikalen, nicht gegenderten Jungs aus dem Orient die Frauen, Freundinnen, Schwestern und Töchter der zur Lachnummer gewordenen westlichen Männer belästigen, begrapschen und mißbrauchen. […] Die Vergewaltigung der Sprache gehört zu den Hauptbetätigungsfeldern der Genderideologen. […] Den Möglichkeiten der Sprachverhunzung im Namen der 'Geschlechtergerechtigkeit' sind nahezu keine Grenzen gesetzt. […] Der nächste Erkenntnisschritt ist dann, daß 'Gender Studies' mit Wissenschaft ungefähr so viel zu tun haben wie das Mathematikverständnis von Pippi Langstrumpf […] 'Genderforschung ist wirklich eine Antiwissenschaft. Sie beruht  auf einem unbeweisbaren Glauben, der nicht in Zweifel gezogen werden darf', so Harals Martenstein, der gewiß nicht in Verdacht steht, ein Konservativer zu sein […] Auch die sechsköpfige Jury für das 'Unwort des Jahres', die sich längst als links-grüne Sprachpolizei entzaubert hat, plusterte sich auf und verurteilte zu Jahresbeginn in einer Pressemitteilung den Ausdruck 'Genderwahn'. […] Wie im Falle der BpB macht sich der Staat […] zur 'Partei' und verteidigt eine Ideologie gegen ihre Kritiker – eine mehr als fragwürdige Grenzüberschreitung zum Gesinnungsstaat. [...] Wer traditionelle Konzepte von Familie und Partnerschaft bewahren will und es ablehnt sich von den Sonderninteressen lautstark auftretender Minderheiten in die Enge treiben zu lassen, wird jedoch von Hause aus wachsam bleiben.“ [15]
(siehe auch Narrative: Natürliche Geschlechterordnung, Gender-Ideologie, Genderwahn, Gehirnwäsche, Homolobby, Traditionelle Familie, Rotgrün-versifft, Vergewaltigung der Sprache, Sprachpolizei, Gesinnungsdiktatur, Lautstarke Minderheiten)

Verkettung mit anderen antifeministischen Narrativen

Die oben genannten Äußerungen zeigen, dass das Narrativ Kulturmarxismus mit folgenden Narrativen verkettet ist, die ebenfalls als „antifeministisch“ identifiziert wurden. Hierbei ist zu beachten, dass ein Ausdruck verschiedene Bedeutungen haben und für verschiedene Erzählungen - also für verschiedene Narrative - stehen kann. Daher findet hier nicht der Ausdruck an sich, sondern eine bestimmte Lesart dieses Ausdruck, ein bestimmtes Narrativ, nämlich das antifeministische Narrativ, Beachtung.

Literatur

Einzelnachweise

  1. "Warum gestehen die Globalisten und Kulturmarxisten unserer Kultur keinen Selbstwert zu?" in: Freie Welt am 21.06.2018 (Abgerufen 24.8.2018)
  2. Jamin, Jérôme (2018): "Cultural Marxism: A survey" in Religion Compass 12(1-2).
  3. Braun, Johann (2018): "Kulturmarxismus: Sozialismus für feine Leute" in: Freie Welt am 15.05.2018 (Abgerufen 24.08.2018)
  4. 4,0 4,1 Weidel, Alice (2018): "Die Angst der Kulturmarxisten vor der Aufklärung und der AfD" in: Junge Freiheit 23.1.2018. (Abgerufen am 7.5.2018)
  5. 5,0 5,1 Kimball, Linda (2007): "Cultural Marxism" in: American Thinker (Abgerufen am 24.8.2018)
  6. Lind, William S.: "What is Cultural Marxism?" (Abgerufen 24.8.2018)
  7. Lind, William S. (2004)(Hrsg.): "Political Correctness": A Short History of an Ideology, S. 11 (Download 24.4.2018)
  8. 8,0 8,1 Berkowitz, Bill (2003): "'Cultural Marxism' Catching On" in: Intelligence Report des Southern Poverty Law Center (Abgerufen 24.4.2018)
  9. Gebhardt, Richard (2018): "Alice im Verschwörungswunderland" in: Jungle World 06/2018 (Abgerufen 24.8.2018)
  10. Jan van Helsing im Interview mit Stefan Müller
  11. Internetpräsenz der AfD Salzkotten: Aufruf zur Kundgebung "Ehe für alle = Ehe für keinen" (Abgerufen 12.7.2017)
  12. Die traditionelle Familie. Fundament unserer Gesellschaft unter Beschuss von allen Seiten, in: Leseprobe aus Ausgabe Nr. 12/2017, Ausgabe 12, November 2017 Spiegelung des Artikels in Epoch Times: André Barmettler: Die traditionelle Familie wird durch den modernen Feminismus zerstört, in: Epoch Times vom 11.02.2018
  13. Alice Weidel: "Die Angst der Kulturmarxisten vor der Aufklärung und der AfD", in: Junge Freiheit vom 23.01.2018
  14. Jörg Meuthen: Begehung des Internationalen Tages der Familie (15. Mai), Beitrag im Europäischen Parlament, 31.05.2018, in: Internetpräsenz des Europäischen Parlaments, Plenardebatten vom 31.5.2018, Straßburg
  15. Bernhard Radtke / Steve Lebold / Robert Diehl: Propaganda gegen die Natur. Wie sich die wirre Ideologie des Gender-Mainstream immer tiefer in die westlichen Gesellschaften hineinfrißt, in: Zuerst! Deutsches Nachrichtenmagazin, 8-9 2018, S. 8ff.