Paul von Oldenburg

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Diskursatlas Antifeminismus
Diskursthema:
Bevölkerung Sexualität Geschlecht Familie
Gleichstellung
Diskursakteur:
Paul von Oldenburg

Paul von Oldenburg ist ein deutscher rechtskatholischer Aktivist.

Paul von Oldenburg bedient u.a. die antifeministischen Narrative 'Gleichheitswahn', 'Niedergang der Nation' und 'Traditionelle Familie' in verschiedenen Diskursthemen, wie Bevölkerung, Familie und Gleichstellung.


Antifeministische Narrative bei Paul von Oldenburg

Äußerungen von Paul von Oldenburg in antifeministischen Narrativen

  • 07.10.2007: Paul von Oldenburg kommentierte auf seiner Homepage die Empfehlung des Parlamentarischen Versammlung des Europarates vom 29. Juni 2007 Staat, Religion, Säkularität und Menschenrechte unter anderem mit den Worten:
„Die Menschenrechte - das ist höchste Dogma heute. Dieses Dogma erlaubt keine Infragestellung, keinen Protest. Der Platz, den Gott in der katholischen Gesellschaft des Mittelalters einnahm, - wo jede Verletzung der Rechte Gottes inakzeptabel war – wird nun durch die Menschenrechte besetzt.  […] Es macht sich Stück für Stück 'die Diktatur des Relativismus' breit, die Kardinal Ratzinger in seiner Ansprache vor dem Konklave, das ihn zum Papst gewählt hat, angeprangert hat. Eine Diktatur, die den Menschenrechten und der Demokratie den Vorrang über jedes religiöse Prinzip einräumt. Auf Grund der Tatsache, daß sie gewählt wurden, können sie die schlimmsten Ungerechtigkeiten im Namen der Mehrheit erzwingen. Hitler wurde auch demokratisch gewählt und seine Gesetzgebung unter Einhaltung der Vorschriften durchgezogen. Aber was bleibt den Kirchen, wenn sie sich nicht mehr gegen unmoralische, dem Naturgesetz und dem Gesetz Gottes widersprechende Gesetzgebungen wehren können? […]  Die Guillotine beginnt schon zu fallen. Entweder wir beugen den Kopf und beweihräuchern das neue Idol – die Menschenrechte – , indem wir gegen unser katholisches Gewissen handeln oder wir leisten Widerstand, indem wir dem Aufruf des Papstes folgen und 'die Werte, die unantastbar bleiben müssen, die nicht verhandelbar sind', schützen. Das sind zuallererst: Respekt und Verteidigung des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod und die Familie, die durch die Heirat von Mann und Frau gegründet wird.“[1]
(siehe auch Narrative: Diktatur des Relativismus, Menschenrechtsextremismus, Natürliche Geschlechterordnung, Lebensschutz, Traditionelle Familie)


  • 04.11.2008: Paul von Oldenburg hielt anläßlich der Vorstellung des Buches "Der Adel und die vergleichbaren traditionellen Eliten in den Ansprchen Pius XII. an das Patriziat und den Adel von Rom" von Plinio Correa de Oliveira am 30.Oktober 2008 in den Vortrag zur „Notwendigkeit von Eliten zur Erneuerung der Christenheit“, wo es unter anderem heißt:
„Wir erleben im Moment einen Zusammenbruch. […] Der Platz, den Gott in der katholischen Gesellschaft des Mittelalters einnahm, - wo jede Verletzung der Rechte Gottes inakzeptabel war – wird nun durch die Menschenrechte besetzt. Manche sehen am Horizont eine neue Christenverfolgung mitten in Europa heraufziehen.Die moralische Verwüstung, die immer noch und immer mehr von allen Medien, der Musikindustrie und durch das Internet gefördert wird, hat gravierende Ausmaße erreicht. Daraus resultiert auch die Kinderfeindlichkeit unserer Gesellschaft, die die europäische, sagen wir einmal, Ur-Bevölkerung zusammenschrumpfen läßt. […] In dem Maße, in dem über die Jahrzehnte die christlichen Werte und Prinzipien zurückgedrängt wurden, in dem Maße, wie sich alle Organismen der Gesellschaft immer mehr von Gott entfernt haben, in dem Maße nehmen die atheistischen, die freidenkerischen Programme, in dem Maße machen sich Hochmut, Sinnlichkeit, Rohheit, Verdorbenheit, Häßlichkeit, Banalität, Profanität breit. Der Widersacher nimmt den freigewordenen Platz ein. […] Wir brauchen eine Re-Christianisierung Europas. […] Der Papst [Pius XII ] spricht hier vom Mittelalter. Und das muß unser Maßstab sein. Eine Gesellschaft durchdrungen von den christlichen Werten und göttlichen Tugenden. […] es geht um die Essenz, das Grundsätzliche. […] Dadurch, daß dem adeligen bestimmte Qualitäten zu eigen sind, so der Papst [Pius XII ], ist der zum Führer der Gesellschaft bestimmt. [… ] Papst Pius XII. sagt weiter wörtlich: 'In all dem, was Dienst ist für den Nächsten, für die Gesellschaft, für die Kirche und für Gott, müßt Ihr immer die ersten sein.' Und damit verlangt vom Adel die Führung der Gesellschaft, insbesondere heute, da wir feststellen, daß aus dem Volk eine namenlose, leicht manipulierbare Masse geworden ist […] Wir sollen und müssen uns wieder allen in der Gesellschaft zuwenden, wir kennen unsere Wurzeln und in aller Demut müssen wir die Bürde auf uns nehmen und den Kampf austragen gegen die Feinde der Kirche, gegen die Feinde der Christlichen Sitten und Kultur, gegen die Feinde der christlichen Zivilisation.“[2]
(siehe auch Narrative: Niedergang der Nation, Menschenrechtsextremismus, Teufel)


  • 04.08.2009: Paul von Oldenburg schreibt auf seiner Homepage bzw. am 5.08.2009 im Blog Kultur und Medien online zum Thema Geburtenzahl unter anderem:
Die Geburtenzahlen sinken erneut – ein moralisches Problem […] Es war das Ziel der kulturellen Revolution der 68er, die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft zu beseitigen. Den Vordenkern war schon in den 30er Jahren klar, dass als Voraussetzung dafür die traditionelle Familie überwunden werden muß. [...] Durch eine Sexualisierung schon in der Kindheit würden die Heranwachsenden dann nicht mehr in der Lage sein, stabile Familienverhältnisse aufzubauen. Genau das ist eingetreten. Die „sexuelle Befreiung“ und die Einführung der „Antibabypille“ haben zu einem hemmungslosen Hedonismus geführt. Und falls die Pille einmal nicht hielt, was sie versprach, konnten die Frauen ab den 70ern sich des Babys mit Hilfe der Abtreibung entledigen. Heute bekommt schon die nachfolgende Generation keine Kinder mehr, denn die falsch verstandene Freiheit wird weiterhin gepredigt. […] Das Parlament von Litauen hat vorbildlich beschlossen, sämtliche Propaganda von Homosexualität, sei es in der Werbung oder an den Schulen, zu verbieten. Solche Schritte wären auch in Deutschland nötig. Die Zeitschrift Bravo gehörte zensiert, wie auch deren Internetseite, die öffentliche Auslage von pornographischen Schriften in Tankstellen gehörte verboten, denn die Augen der Kinder wandern immer direkt an ihnen entlang.[3]
(siehe auch Narrative: Niedergang der Nation, Kulturmarxismus, Traditionelle Familie, Frühsexualisierung, Promiskuität)


  • 10.02.2010: Paul von Oldenburg schrieb in seinem Aufsatz „Wer ist wie Gott“ auf seiner Homepage unter anderem:
„Dabei weiß doch jedes Kind, dass Mann und Frau verschieden sind. Und das Unverständlichste überhaupt: Frauen wollen so behandelt werden wie Männer. Ihr Maßstab ist der Mann, der soundso viel verdient, diese oder jene Position inne hat, diese oder jene Berufe ausführt. Wo ist das Selbstbewusstsein der Frauen, zu sagen, dass sie Frau sein wollen und nicht wie Männer? Doch der Gleichheitswahn bestimmt die Agenda seit der Französischen Revolution. Und wer argumentiert, dass sogar Mann und Frau von Natur aus eigentlich ein und dasselbe seien und nur die patriarchalische Gesellschaft sie in die jeweiligen Rollen zwinge, mit dem ist schwer zu diskutieren. Doch diese Argumentation ist mittlerweile fester Bestandteil der EU Agenda und hat längst Eingang gefunden in die nationalen Politiken. Das „Gendermainstreaming“, letztlich Gleichmachung der Geschlechter, steht ganz oben auf der Tagesordnung und drückt sich auch aus im Tarabella Report, über den heute in Straßburg entschieden wird. Wer so argumentiert, verneint die Natur, verneint die Schöpfung, verneint den Schöpfer selbst.“[4]
(siehe auch Narrative: Komplementarität der Geschlechter, Gleichheitswahn, Natürliche Geschlechterordnung)


„Pseudo-secular States do not take open control of religious bodies, but nonetheless impose State policy as a doctrine, in the name of today's "Higher Law". And by this I mean so-called "human rights." Not the real, unchangeable, fundamental rights of the human person, but rather a subjective, relativistic and evolving version. A version that allows unthinkable aberrations like killing a baby in the name of a supposed right of the mother to do what she pleases with her own body [...]. Or the supposed right to follow one's unnatural sexual orientation and to have all the privileges of a married couple, including the adoption of children for unnatural unions. […] Parents have to allow their children to be brainwashed with immoral sex education programs. […] This "dictatorship of relativism" is the worst and most insidious form of religious persecution, because it forces us Christians to cultivate an "attitude of openness," a positive interest for "alternative lifestyles," to accept someone else's "diversity," to "enrich" our personality with his opposing viewpoint. […] In so doing, the modern Secularist State unleashes a more insidious persecution than that of the Islamists, radical Hindus or even Communist regimes. […] This will be the most totalitarian regime ever, even worse than the totalitarian regimes we thought we had overcome in the 20th century. [...]  We must win over those that waver by showing them the reactions of the pseudo-tolerant, full of hatred antifamily, anti-life lobbies.  […] Let us walk, nay run onto the battlefield! This is a battle between Heaven and Hell.“[5]
(siehe auch Narrative: Natürliche Geschlechterordnung, Dritter Totalitarismus, Indoktrination von Kindern, Homolobby)

Diskurskoalitionen

Leben

Paul von Oldenburg ist Sohn von Friedrich August von Oldenburg und Marie Cäcilie von Preußen.[6] Die Häuser Oldenburg und Hohenzollern sind protestantisch, aber Paul von Oldenburg ist konvertiert und verheiratet mit María del Pilar Méndez de Vigo y Löwenstein-Wertheim-Rosenberg[7].

Eine Cousine von Paul von Oldenburg ist Beatrix von Storch (Zivile Koalition e. V.), stellvertretende Fraktionsvorsitzender der Alternative für Deutschland im Bundestag.[8]

Aktivitäten

Paul von Oldenburg ist der Leiter des Brüsseler Büros Föderation Pro Europa Christiana[9] und engagiert sich für die Deutsche Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum e. V. [10].

Paul von Oldenburg ist Vorsitzender der niederländischen Stiftung Civitas Christiana.[11][12][13]

Paul von Oldenburg war als Vortragender beim sechsten World Congress of Families 2012 in Madrid[14] und beim siebten World Congress of Families 2013 in Sydney[15] gelistet.

Paul von Oldenburg zählt, nach Angaben auf der Homepage der Petition Eine ergebene Bitte, zu deren Unterzeichner*innen.[16]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Paul von Oldenburg: Die Guillotine beginnt zu fallen, in: Homepage von Paul von Oldenburg vom 04.10.2007
  2. Paul von Oldenburg: Die Notwendigkeit von Eliten zur Erneuerung der Christenheit, in: Homepage von Paul vom Oldenburg vom 04.11.2008
  3. Paul von Oldenburg: Die Geburtenzahlen sinken erneut – ein moralisches Problem, in: Homepage von Paul von Oldenburg vom 04.08.2009, Paul von Oldenburg: Geburtenkrise in Deutschland: Vor allem ein moralisches Problem, in: Kultur und Medien online vom 05. August 2009
  4. Paul von Oldenburg: Wer ist wie Gott, in: Homepage von Paul von Oldenburg vom 10.02.2010
  5. Paul Herzog von Oldenburg: Worldwide Religious Persecution. Intervention on the WCF Madrid 27th May 2012, PDF
  6. Genealogie de la familie Grand-Ducale von Oldenburg
  7. Genealogie de la familie Grand-Ducale von Oldenburg
  8. Genealogie de la familie Grand-Ducale von Oldenburg
  9. European Humanist Federation: Federation Pro Europa Christiana. (Abgerufen 13.2.2017).
  10. vgl. TFP: Für die Verteidigung der katholischen Kirche in Deutschland. (Abgerufen 13.2.2017)
  11. Margriet Oostveen: Verbond van conservatieve katholieken is motor achter pro-Pietpetitie, in: De Volkskrant vom 07.09.2015
  12. Internetpräsenz der Stichting Civitas Christiana: Organisatie
  13. Sander van Mersbergen / Cyril Rosman: Hoe een ultra-conservatief religieus genootschap de Nederlandse opinie bestookt, in: AD vom 06.04.2019
  14. WCF Madrid: Programm
  15. WCF 2013: Programm
  16. Internetpräsenz der Petition Eine ergebene Bitte (Abgerufen am 23.1.2017)