Homolobby

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Diskursatlas Antifeminismus
Diskursthema:
Sexualität Geschlecht Familie
Narrativ:
Homolobby

Der Ausdruck Homolobby (auch Homo-Lobby, Gay Lobby, LGBT Lobby) findet vor allem als antifeministisches Narrativ Anwendung in den Diskursthemen Geschlecht und Sexualität.


Geschichte und Bedeutung des antifemistischen Narrativs Homolobby

Das Narrativ Homolobby wird verschwörungsideologisch gegen die Queer-Bewegung benutzt. Es wird unterstellt, die Homolobby verfolge eine bestimmte Gay-Agenda. Dieses verschwörungsideologische Narrativ ist anschlussfähig zu den antifeministischen Narrativen wie Gender-Agenda oder Genderismus.

Geschichte des antifeministischen Narrativs Homolobby

Von der Homintern zur Gay Mafia

In der McCarthy-Ära der Vereinigten Staaten wurde der zunächst selbstironisch benutzte Ausdruck Homintern - eine Anspielung auf die Kommunistische Internationale, Komintern - als reales Phänomen betrachtet: „There was no such theing as the 'Homintern'. It was a joke, a nigehtmare, or a dream, depending on one's point of view; but, despite its lack ob substande, it still occupied a solid and prominent site near the centre of modern life. The Comintern, or Communist International, was the international communist organisation set up by Lenin in 1919 and dissolved in 1943. […] 'Homintern' was the name Connolly, Auden and others jokingly gave the sprawling, informal network of friendships that Cold War conspiracy theorists would later come to think of as 'the international homosexual conspiracy.“[1] Das Narrativ einer kommunistische Verschwörung in den Vereinigten Staaten wurde ergänzt um das Narrativ einer homosexuellen Verschwörung, die mit der kommunistischen einhergehe.[2] David K. Johnson geht in seiner Publikation The Lavender Scare davon aus, dass Kommunist*innen und Homosexuelle in den 1950er als Gruppen betrachtet wurden, die auf den Niedergang der Nation hinarbeiteten: "Beide Gruppen wurden als fremde Subkulturen wahrgenommen, die die psychisch unangepassten Kräfte rekrutierten, um sich an unmoralischem Verhalten zu beteiligen, das das Überleben der Nation bedrohte. Viele behaupteten, die beiden Gruppen arbeiteten zusammen."[3]

Das Narrativ der Warnung vor einer kommunistisch beeinflussten 'Homintern' änderte sich ab den 1970er Jahren in den Vereinigten Staaten in der Warnung vor der 'Velvet Mafia' ('Samt Mafia') bzw. 'Gay Mafia', die vor allem in der Mode-Branche und Hollywood die Fäden ziehe. Stephen Hocker sieht in der Verschiebung des selbstironischen und in sich selber widersprüchlichen Terms 'Velvet Mafia' zu 'Gay Mafia' den Versuch, die politischen Aktivitäten der LGBT-Community zu delegitimieren: „The term Velvet Mafia was coined by journalist and author Steven Gaines in a New York Daily News article in the 1970s, in reference to influential captains of the entertainment and fashion industries. […] The Velvet Mafia, in Gaines's conception, was probably intended in a camp, ironic way, and not meant to descirbe a dangerous threating mob; it was an attempt to understand and describe emerigng visible gay populations. Within this logic, the Velvet Mafia organized around sexual orientation, whereas crime syndicates organized around ethnic and racial identity. The increased visibility of ethnic/ racial crime syndicates in popular culture […] coincided with increased LGBT visibility. The shift from Velvet to Gay Mafia has implications, however. In dropping velvet and ist juxtaposition with Mafia, the ironic or tongue-in-cheek elements of the term were lost. The trope of the Gay Mafia deployed later by those opposed to the LGBT movement served to delegitimize LGBT advocacy organizations and their efforts. Standard tactics employed by social activists such as lobbying, protests, and product boycotts become reconfigured as 'mafia tactics' construed as intimidating and threatening.“[4]

Angebliche Unterwanderung der American Psychiatric Assoziation (APA) durch die Homolobby

Nachdem aufgrund von Forschungsergebnissen das vermeintliche Krankheitsbild "Homosexualität als psychische Störung" 1973 von der American Psychiatric Assoziation (APA) aus dem Klassifikationskatalg Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM II) entfernt wurde und 20 Jahre später auch nicht mehr in der International Classification of Diseases (ICD 10) auftauchte, machten antifeministische Akteur*innen eine homosexuelle Verschwörung für diesen Prozesse verantwortlich. "Homosexuelle Lobbygruppen" hätten die APA "heimgesucht" und Psycholog*innen und Therapeut*innen mit Berufsverbot bedroht. So veröffentlichte das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft einen Text von Gerhard Amendt aus dem Jahr 2002 zum Adoptionsrecht von Schwulen und Lesben, wo er die Dominanz einer vermeintlichen Homolobby in der American Psychiatric Association behaupetete:

"Als jedoch Dekonstruktivismus und homosexuelle Lobbygruppen im Jahre 1973 die American Psychiatric Association (APA) heimsuchten, wurde dort per Abstimmung förmlich entschieden, dass Homosexualität ab sofort keine psychische Störung mehr darstelle und deshalb aus dem Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DMS) zu streichen sei (Socarides 1992). Wer sich dieser politischen Entscheidung widersetzte, wurde per Strafe mit der Diagnose „Homophobie“ belegt. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Fortan war es sozusagen berufspolitisch verboten, Homosexualität als Krankheit zu diagnostizieren und sie unter diesem Aspekt zu erforschen, während umgekehrt Homosexuelle als pathologisch galten, wenn sie das Ergebnis ihrer psychosexuellen Entwicklung als ich-dyston erlebten. Als therapiebedürftig gilt jetzt der Homosexuelle, der über seine Homosexualität unglücklich ist (Margolies/Becker/Jackson-Brewer 1987; Moss 1997). Der im vorliegenden Text zentralen Frage nachzugehen, wie und warum homosexuelle Fortpflanzung bei Kindern Identitätsverwirrungen auslöst, ist demnach aus berufspolitischer Perspektive streng genommen politically incorrect und DSM-widrig."[5]

Angebliche Unterwanderung des Vatikans durch die Homolobby

Das Narrativ Homolobby findet sich auch hinsichtlich einer vermeintlichen Verschwörung im Vatikan. Dieses Gerücht entstand im Zusammenhang mit dem Rücktritt von Benedikt XVI., eine geheime Homolobby habe ihm zum Rücktritt gezwungen[6] - der Vatikan stellte umgehend klar, dass es eine solche Homolobby nicht gebe. Papst Benedikt XVI. behauptete in Letzte Gespräche, er habe eine Gruppe von vier bis fünf Personen, die im Vatikan Einfluss ausüben wollten, zerschlagen[7] - nicht Benedikt, sondern sein Interviewpartner Peter Seewald bezeichnete diese Gruppe als "homosexuelle Seilschaft"[8]. Dennoch halten sich Gerüchte einer Homolobby im Vatikan. Papst Franziskus soll während eines Gesprächs mit lateinamerikanischen und karibischen Kirchenvertreten von einer schwulen Lobby im Vatikan gesprochen haben - diese Aussage gehe allerdings aus einem inoffiziellen Protokoll hervor, welches von der Konferenzleitung im Wortlaut nicht bestätigt werden könne, eine Tonbandaufnahme existiere nicht. Dennoch verbreiteten auch in diesem Falle wieder verschiedene Medien das Gerücht einer Homolobby im Vatikan.[9]

Bedeutung des antifeministischen Narrativs Homolobby

Homolobby soll einen machtvollen Einfluss der Schwulen- und Lesbenverbände auf die Politik und die Medien suggerieren. In Folge des Wirkens der Homolobby seien die traditionelle Ehe und die Vater-Mutter-Kind-Familie bedroht. Auf der sogenannte Gay-Agenda der Homolobby würden daher insbesondere die Ehe für alle und das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare stehen.[10] Weiterhin würden diese durch die Lobbyarbeit für eine "nicht altersgerechte" und "tendenziöse Pädagogik" das Wohl von Kindern in Gefahr bringen.[11]

Zudem wird die sogenannte Homolobby als Teil einer größeren Verschwörung aus "Päderasten" und "Genderisten" dargestellt. So ist exemplarisch auf der maskulistisch ausgerichteten Internetpräsenz WikiMANNia in der Einleitung des Eintrags zur Homolobby zu lesen: "Die Homo-Lobby (Interessenvertretung der Schwulen, Berufsschwule) ist personell und organisatorisch deckungs­gleich mit der Interessen­vertretung der Päderasten, Feministen und Genderisten." Dieses "Lobbyismus-Geflecht" stelle "eine Hydra mit vielen Köpfen dar".[12]

Nadine Lange vermutet, dass die Wirkmächtigkeit des Narrativs Homolobby aus der Zeit herrühre, als Schwule und Lesben sich verstecken mussten: "Uns ist auch schon aufgefallen, dass schnell von „Seilschaften“ oder einer „Lobby“ die Rede ist, wenn sich Homos zusammentun, um für ihre Rechte einzutreten. Meist schwingt dabei der Verdacht mit, es seien verschwörerische Mächte am Werk, die heimlich eine zweifelhafte Agenda durchdrücken wollen. Vielleicht rührt diese Unterstellung aus Zeiten, als homosexuelle Menschen sich aufgrund gesellschaftlicher und juristischer Diskrimierung tatsächlich noch klandestin in Hinterzimmerzirkeln trafen."[13]

Sonstiges

In einem Versuch der selbstironischen Wiederaneignung des Begriffs nennt sich die LGBT online-Zeitung queer.de "das Zentralorgan der Homo-Lobby".[14]

Äußerungen im antifeministischen Narrativ Homolobby

"Als jedoch Dekonstruktivismus und homosexuelle Lobbygruppen im Jahre 1973 die American Psychiatric Association (APA) heimsuchten, wurde dort per Abstimmung förmlich entschieden, dass Homosexualität ab sofort keine psychische Störung mehr darstelle und deshalb aus dem Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DMS) zu streichen sei (Socarides 1992). Wer sich dieser politischen Entscheidung widersetzte, wurde per Strafe mit der Diagnose „Homophobie“ belegt. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Fortan war es sozusagen berufspolitisch verboten, Homosexualität als Krankheit zu diagnostizieren und sie unter diesem Aspekt zu erforschen, während umgekehrt Homosexuelle als pathologisch galten, wenn sie das Ergebnis ihrer psychosexuellen Entwicklung als ich-dyston erlebten. Als therapiebedürftig gilt jetzt der Homosexuelle, der über seine Homosexualität unglücklich ist (Margolies/Becker/Jackson-Brewer 1987; Moss 1997). Der im vorliegenden Text zentralen Frage nachzugehen, wie und warum homosexuelle Fortpflanzung bei Kindern Identitätsverwirrungen auslöst, ist demnach aus berufspolitischer Perspektive streng genommen politically incorrect und DSM-widrig."[15]
(siehe auch Narrativ Political Correctness)


"Wenngleich die tatsächlichen Ursachen für Homosexualität heute wissenschaftlich noch nicht letztgültig erforscht sind, ist die wahrscheinlichste Annahme wohl die, daß hormonelle Vorgänge im Mutterleib während früher Entwicklungsphasen des Embryos dafür verantwortlich sind. Daß es sich dabei um eine Störung und Abnormität handelt, zeigt die schrille Lebensführung vieler Homosexueller, der Hang zu extremen Sexualpraktiken und häufigem Partnerwechsel und der fließende Übergang zur Pädophilie. [...] Stellt man homosexuelle Paare nun den Familien gleich, diskriminiert man alle nichtsexuellen Lebensgemeinschaften zwischen Menschen, die sich aus diversen Gründen ebenfalls für ein Zusammenleben entschieden haben. Nur die Ausrichtung der Familie auf die Fortpflanzung rechtfertigt ihre priviligierte Stellung innerhalb unseres Rechtssystems! Wie weit die Pläne der Homo-Lobby reichen, zeigt die Entwicklung in Kanada: Dort wurde eine Lokalzeitung wegen der Veröffentlichung von homosexuell-kritischen Bibelzitaten verurteilt und den Absolventen einer staatlich anerkannten Hochschule wird die volle Anerkennung ihrer Lehramtsstudien versagt, weil diese Hochschule von ihren Studenten ein Leben nach christlichem Gebot (u. a. Verbot homosexueller und jeglicher vor- und außerehelicher Geschlechtsbeziehungen) voraussetzt. [...] Gerade eben erst hat sich der Staat als Sittenwächter verabschiedet, jetzt kehrt er als Gesinnungskontrollor in rigidem Maße wieder zurück. Und doch: Die Kombination von Multikulti und neuer Morallehre der pc-Generation funktioniert nicht wie gedacht. [...] Die Muselmanen nehmen den Willen Gottes – soweit sie ihn erkannt haben – zumindest noch ernst, im Unterschied zu vielen Repräsentanten der christlichen Kirchen."[16]
(siehe auch Narrative: Homosexuelle Promiskuität, Kindesmissbrauch, Gleichstellung ist Diskriminierung, Political Correctness)


"Geburtenkrise in Deutschland: Vor allem ein moralisches Problem. Erneut sind in Deutschland die Geburtenzahlen gesunken. Pro 1000 Einwohner wurden 2008 nur noch 8,3 Kinder geboren. Damit ist Deutschland nun Schlusslicht in der EU der 27. [...] Es war das Ziel der kulturellen Revolution der 68er, die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft zu beseitigen. Den Vordenkern war schon in den 30er Jahren klar, dass als Voraussetzung dafür die traditionelle Familie überwunden werden muss. [...] Durch eine Sexualisierung schon in der Kindheit würden die Heranwachsenden dann nicht mehr in der Lage sein, stabile Familienverhältnisse aufzubauen. Genau das ist eingetreten. Die „sexuelle Befreiung“ und die Einführung der „Antibabypille“ haben zu einem hemmungslosen Hedonismus geführt. Und falls die Pille einmal nicht hielt, was sie versprach, konnten die Frauen ab den 70ern sich des Babys mit Hilfe der Abtreibung entledigen. Heute bekommt schon die nachfolgende Generation keine Kinder mehr, denn die falsch verstandene Freiheit wird weiterhin gepredigt. [...] Das Parlament von Litauen hat vorbildlich beschlossen, sämtliche Propaganda von Homosexualität, sei es in der Werbung oder an den Schulen, zu verbieten. Solche Schritte wären auch in Deutschland nötig. Die Zeitschrift Bravo gehörte zensiert, wie auch deren Internetseite, die öffentliche Auslage von pornographischen Schriften in Tankstellen gehörte verboten, denn die Augen der Kinder wandern immer direkt an ihnen entlang."[17]
(siehe auch Narrative: Traditionelle Familie, Frühsexualisierung, Promiskuität, Demografische Katastrophe)


"In manchen Mitgliedsstaaten [der EU] ist bereits seit einigen Jahren zu beobachten, dass die Justiz mit zweierlei Maß misst: nachvollziehbare Kritik an der homosexuellen Lebensweise wird schnell als »Hassverbrechen« qualifiziert und mit empfindlichen Strafen geahndet. Der Lunacek-Bericht trägt daher nicht zum Schutz der Meinungsfreiheit bei, sondern untergräbt sie. Damit dies alles in Zukunft lautlos geschieht, sollen auch die Bildungsprogramme der EU »homosexualisiert« werden. [...] es gibt eine steigende Anzahl gut dokumentierter Hass-Verbrechen, die von homosexuellen Aktivisten gegen Andersdenkende verübt werden. [...] Die Homo-Lobby ist also eher Täter als Opfer."[18]
(siehe auch Narrative: Homosexualisierung)


  • Auf der Internetpräsenz von Demo für alle beschreibt sich diese Initiative unter anderem mit den Worten:
"Wir treten ein für Ehe und Familie, auf die unsere Gesellschaft seit Jahrtausenden gründet, und wenden uns gegen die alles durchdringenden Umerziehungsversuche gut organisierter Lobbygruppen und Ideologen. [...] Familien und Bürger aller religiösen Bekenntnisse, gemäßigten politischen Parteien und Weltanschauungen, die die Abschaffung der natürlichen Geschlechter durch das Gender Mainstreaming und die Zerstörung der Familie aufhalten wollen, laden wir ein, sich uns anzuschließen. Gemeinsam gehen wir auf die Straße, um für die Wahrung der Elternrechte, für Ehe und Familie und gegen Gender-Ideologie und Sexualisierung der Kinder in Kita und Schule zu demonstrieren."[19]
(siehe auch Narrative: Traditionelle Familie, Umerziehung, Natürliche Geschlechterordnung, Gender-Ideologie, Frühsexualisierung)


  • In ihrer Rede am 11.10.2015 während der Demo für alle in Stuttgart sagte Gabriele Kuby, unter anderem an Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann gewandt:
"Wir zeigen, dass es in diesem Land keine Ruhe geben wird, so lange die Kinder im Kindergarten und der Schule zwangssexualisiert werden. [...] Liebe Freunde, es ist die christlich geprägte Kultur, in der es Frauen am besten geht. Es ist die christlich geprägte Kultur, in der es Homosexuellen am besten geht, denn Christen achten jeden Menschen. Aber diese Kultur, die auf dem Boden des Christentums gewachsen ist, kämpft nun gegen sich selbst, zerstört ihre eigene Identität, indem sie die Identität des Menschen und seine Würde durch den Wahn der Gender-Ideologie zersetzt. [...] Als Politiker sind Sie, Herr Kretschmann, dem Grundgesetz und dem Gemeinwohl verpflichtet und nicht Lobbygruppen, die ohne jede demokratische Legitimation zu Kadern staatlicher Sexualpolitik gemacht werden. [...] Ziehen Sie den Bildungsplan zurück, Herr Kretschmann! Es könnte sein, dass sich bald nicht nur Christen, sondern auch muslimische Migranten gegen die Umerziehung der Kinder zu Wehr setzen."[20]
(siehe auch Narrative Genderwahn, Gender-Ideologie, Frühsexualisierung, Umerziehung)


"Rot-Rot-Grün wird noch diese Woche dafür sorgen, dass Deutschland noch bunter und die sich ohnehin seit Jahren widerlich in Szene setzende Homolobby weiter gestärkt wird. [...] Die CDU sollte nun auch allmählich konsequent das „C“ aus ihrem Parteinamen streichen, denn dieser Partei und vor allem ihrer Vorsitzenden reicht es noch nicht aus, die Christen Deutschlands dem hereingebetenen Islam als Schlachtvieh zu übergeben. Sie ermöglicht es dem bunten unchristlichen, sich einem neuen Sodom und Gomorrha verschreibenden Teil dieser Gesellschaft auch noch, auf dem Gräberfeld unserer Werte und Traditionen einen Veitstanz aufzuführen."[21]
(siehe auch Narrativ Niedergang der Nation)


  • Das antifeministische Wiki WikiMANNia schrieb am 24. Februar 2017:
"Die Homo-Lobby (Interessenvertretung der Schwulen, Berufsschwule) ist personell und organisatorisch deckungs­gleich mit der Interessen­vertretung der Päderasten, Feministen und Genderisten." Dieses "Lobbyismus-Geflecht" stelle "eine Hydra mit vielen Köpfen dar".(WikiMANNia)[22]
(siehe auch Narrativ Kindesmissbrauch)


  • Die vom Verfassungsschutz als von "Neonazis dominiert" bezeichnete[23] Partei Der III. Weg schrieb 2016 im Artikel Vom Genderwahn zum Volkstod:
"Vom Genderwahn zum Volkstod [...] Das Dach eines sexuellen Umerziehungsplanes ist die sogenannte „Gender Ideologie“. Sie behauptet, alle Menschen seien gleich. [...] Wir verstehen uns als familienfreundliche und nationale Gemeinschaft. [...] Zu dieser Gesellschaftsordnung gehören unbedingt wieder gesunde und kinderreiche Familien, um der demographischen Katastrophe entgegen zu steuern. Gegen die herrschende Dekadenz der Volksverräter geben wir der Familie als Keimzelle der völkischen Gemeinschaft oberste Priorität beim Erhalt von Volk und Vaterland. [...] Menschenverachtend ist folgerichtig nicht die lebensbejahende Idee der Gemeinschaft eines Volkes, das gesund in seinen natürlichen Eigenarten wächst und blüht, nein, menschenverachtend ist die Bekämpfung der traditionellen Familie, die propagandistische Förderung der Homo-Lobby, die Verleugnung der natürlichen Geschlechter und die perversen Sexualexperimente an unseren Kindern."[24]
(siehe auch Narrative Drohender Volkstod, Genderwahn, Umerziehung, Dekadenz, Gender-Ideologie, Demographische Katastrophe, Keimzelle der Nation, Traditionelle Familie, Frühsexualisierung)


"SCHLUSS MIT … Frühsexualisierung von Kita- und Schulkindern durch Gender-Lobbygruppen […] Wer die Gesellschaft umerziehen will, muss bei Kindern beginnen. Schon längst befindet sich „queere Bildung“ auf Siegeszug in Kindergärten und Schulen, vorangetrieben von Politik, Feministinnen, Gewerkschaften und schwul-lesbischen Lobbygruppen (LGBTI*). Die natürliche Geschlechtszugehörigkeit – ob Junge oder ob Mädchen – wird in Frage gestellt beziehungsweise als gefährlicher „Biologismus“ verteufelt. […] Die schwul-lesbische Partnerschaft wird rechtlich und gesellschaftspolitisch zur neuen Familie überhöht, während die Bedeutung der natürlichen Familie mehr und mehr in den Hintergrund gerät. […] Nicht mehr Zeugung, Geburt und Mutterschaft, sondern allein Spass und individuelle Lustbefriedigung zählen beim Geschlechtsakt. Jugendliche werden ermuntert, in häufig wechselnden Partnerschaften ohne Verpflichtung ihre sexuellen Wünsche zu erforschen. […] Um Gender Mainstreaming immer tiefer im gesellschaftlichen Bewusstsein zu verankern, betreiben 1.900 kommunale Gleichstellungsbüros auf Steuerzahlerkosten Gender-Propaganda in Bildungs- und Verwaltungseinrichtungen. […] Deutschland unterm Regenbogen: Fördersumme für sexuelle Minderheitenpolitik → mehr als 14,69 Mio Euro insgesamt. […] Gender-Gaga: Vom Aktionsplan in den Lehrplan [...] Was die Gender-Sexualkunde betreibt, ist in Wahrheit keine Schulbildung, sondern eine ideologisch gesteuerte Erziehung zu Bindungs- und Eheunfähigkeit."[25]
(siehe auch Narrative Frühsexualisierung, Umerziehung, Natürliche Geschlechterordnung, Dämonisierung, Traditionelle Familie, Promiskuität, Gleichstellung ist zu teuer, Feminismus als Geisteskrankheit, Gender-Ideologie)


"Familien fördern statt etwa die Homo-Lobby oder den Genderwahnsinn"[26]
(siehe auch Narrativ: Genderwahn)


  • Der Agenda Europe Blog schreibt zum Thema "Gay Rights", dass es eine "Gay Agenda" gebe, mit der "Sodomie" normalisiert werden solle, und dass daher Gesetze zur Verhinderung von "Sodomie" sinnvoll seien:
"Is there such a thing as a “Gay Agenda”? [...] The first step is the legalization of sodomy. Once this is achieved, the next step is to present sodomy as an act of “equal” value and dignity as the conjugal act. [...] It is [...] important that society give in some form unambiguous expression to its awareness that sodomy is not a good of equal rank and standing as the fertile love between a man and a woman. The criminal code is the best place for such a statement. It is not important that such a law is enforced rigorously or that the sanctions are particularly heavy – but it is important that the statement is made. The homosexual lobby is well aware of this."[27]
(siehe auch Narrative: Gay Agenda, Sodomie)


"A public housing agency in Vienna has planned and built a house exclusively for sexually disordered (LGBT) persons.Obviously, this project is against letter and spirit of the so-called “anti-discrimination” legislation that the LGBT-lobby is so keenly using to harass and denigrate those who do not agree to their sexual perversions."[28]
(siehe auch Narrativ: Perversion)


"Bürger wehren sich gegen die Frühsexualisierung ihrer Kinder [...] Jede Schule soll Gender-Sexualkunde betreiben. [...] Das hat nicht irgendwer beschlossen, sondern vor wenigen Wochen das Europäische Parlament. [...] Bis auf einen Abgeordneten stimmte die CDU/ CSU-Fraktion fast geschlossen dafür.  [...] die CSU/CDUler haben alle Widerstände gegen die fanatischen Gender-Ideologen aufgegeben."[29]
(siehe auch Narrative: Frühsexualisierung, Gender-Ideologie)


"Gender-Ideologie und Homo-Ehe werden pompös gefeiert, während der zeitgleich stattfindende Internationale Familientag der Vereinten Nationen sang- und klanglos verstreicht. Die Brüsseler Abgeordneten haben dafür keine Zeit, denn sie sind die gesamte Woche beschäftigt, der schwul-lesbischen Lobby artig Referenz zu erweisen. [...] IDAHIT bedeutet übersetzt Internationaler Tag gegen Homo-, Trans-, und Interfeindlichkeit. Was den wenigsten durch den typisch intransparenten Orwell-Sprech geläufig sein dürfte, wird dafür mit umso größerem Pomp begangen [...] Für die EU-Regierung ist die Familie out, vielleicht auch zu peinlich, jedenfalls einfach zu unbedeutend, um auch nur eine Minute Redezeit an ein Thema zu verschwenden, das für die meisten EU-Bürger immerhin eine Grundkonstante ihres Lebens darstellt. Heute hängen die hohen Herren und Damen lieber die Regenbogenflagge aus ihrem Bürofenster wie einst der brave DDR-Bürger seine Hammer-und Sichel-Fahne zum 1. Mai."[30]
(siehe auch Narrative: Gender-Ideologie, Neusprech)

Verkettung mit anderen antifeministischen Narrativen

Die oben genannten Äußerungen zeigen, dass das Narrativ Homolobby mit folgenden Narrativen verkettet ist, die ebenfalls als „antifeministisch“ identifiziert wurden. Hierbei ist zu beachten, dass ein Ausdruck verschiedene Bedeutungen haben und für verschiedene Erzählungen - also für verschiedene Narrative - stehen kann. Daher findet hier nicht der Ausdruck an sich, sondern eine bestimmte Lesart dieses Ausdrucks, ein bestimmtes Narrativ, nämlich das antifeministische Narrativ, Beachtung.

Weblinks

Literatur

  • David K. Johnson (2004): The Lavender Scare. The cold War Persecution of Gays and Lesbians in the Federal Government, Chicago
  • Stephen Hocker (2010): Velvet Mafia, in: Ronald L. Jackson (Hrsg.): Encyclopedia of Identity, Los Angeles/ London/ New Dehli/ Singapur/ Washington DC S. 856 - 859
  • Gregory Woods (2016): Homintern. How Gay Culture Liberated the Modern World, New Haven / London

Einzelnachweise

  1. Gregory Woods (2016): Homintern. How Gay Culture Liberated the Modern World, New Haven / London, S. 6
  2. Blumenfeld, W. Fem Rev (2006) 83: 159.
  3. David K. Johnson (2004): The Lavender Scare. The cold War Persecution of Gays and Lesbians in the Federal Government, Chicago, S. 38
  4. Stephen Hocker: Velvet Mafia, in: Ronald L. Jackson (Hrsg.) (2010): Encyclopedia of Identity, S. 857
  5. Gerhard Amendt: Kultur, Kindeswohl und homosexuelle Fortpflanzung, in: Internetportal des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft: Thema Homosexualität/ Adoptionsrecht
  6. John L. Allen jr (2013): Thoughts on the Vatican's 'gay lobby', in: National Catholic Reporter vom 22.02.2013
  7. Vatikan: Papst Benedikt will Homo-Lobby zerschlagen haben, in: Gay.ch vom 5. Juli 2016
  8. Nadine Lange (2016): Queer weiß das (26). Gibt es eine Homo-Lobby?, in: Tagesspiegel.de vom 20.09.2016
  9. SZ.de vom 12. Juni 2013: Protokoll einer Audienz. Papst gibt Existenz von "Homo-Lobby" im Vatikan zu
  10. m-maenner.de Das Märchen von der Homo-Lobby (Abgerufen 15.04.2018)
  11. vice.com: Die CDU glaubt immer noch, dass die Homo-Lobby es auf Kinder abgesehen hat, 27. Februar 2017 (Abgerufen 16.6.2017)
  12. WikiMANNia: Artikel: "Homo-Lobby" (Archiv-Version vom 24.2.2017 Abgerufen 16.6.2017)
  13. Nadine Lange: Queer weiß das (26): Gibt es eine Homo-Lobby, in Tagesspiegel vom 20.09.2016
  14. queer.de: Das Zentralorgan der Homo-Lobby, 29. Oktober 2015 (Abgerufen 16.6.2017)
  15. Gerhard Amendt: Kultur, Kindeswohl und homosexuelle Fortpflanzung, in: Internetportal des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft: Thema Homosexualität/ Adoptionsrecht
  16. Heinrich Dassel: Die Homo-Lobby, in: Die Neue Ordnung, NO III / 2003
  17. Paul von Oldenburg: Geburtenkrise in Deutschland: Vor allem ein moralisches Problem, in: Kultur und Medien online vom 05. August 2009
  18. Initiative Familien-Schutz: Lunacek-Bericht im Dienste der Homo-Lobby: EU-Abgeordnete plant Sonderrechte für Homosexuelle, 17.01.2014
  19. Internetpräsenz der Demo für alle: Wer wir sind
  20. Gabriele Kuby: Rede während der "Demo für alle" am 11.10.2015, zit. n. Internetpräsenz von Gabriele Kuby, Beitrag vom 11.10.2015
  21. L. S. Gabriel: Am Freitag Abstimmung im Bundestag. Merkel ebnet Weg für „Homo-Ehe“, in PI-News vom 28.06.2017
  22. WikiMANNia-Artikel: "Homo-Lobby" (Archiv-Version vom 24.2.2017 Abgerufen 16.6.2017)
  23. Bundesamt für Verfassungsschutz: Der III. Weg
  24. Der III. Weg: Vom Genderwahn zum Volkstod, in: Internetpräsenz vom III. Weg', 12.08.2016
  25. Initiative Familienschutz: Gender-Sexualkunde an Schulen stoppen – Elternrecht schützen!. Faltblatt Februar 2018
  26. Think outside your box: Homophobie: FPÖ hetzt wieder gegen 'Homo-Lobby', Interpräsenz vom 19.06.2015
  27. Agenda Europe: "Gay Rights"
  28. Agenda Europe: Living in the LGBT-Ghetto, Beitrag vom 8.12.2017
  29. Freie Welt: Bürger wehren sich gegen die Frühsexualisierung ihrer Kinder, Beitrag vom 20.04.2018
  30. Familiens-Schutz.de: Lieber Regenbogen-Marsch als Familientag: Dem EU-Parlament ist die Familie peinlich, in: Onlinepräsenz von Familien-Schutz.de, 17.05.2018