Demografische Katastrophe

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Diskursatlas Antifeminismus
Diskursthema:
Bevölkerung Sexualität Familie
Narrativ:
Demografische Katastrophe

Der Ausdruck Demografische Katastrophe findet u. a. als antifeministisches Narrativ in den Diskursthemen Bevölkerung, Sexualität und Familie Anwendung.

Geschichte und Bedeutung des Narrativs Demografische Katastrophe

Mit dem Diskursstrang Demografische Katastrophe wird vor einer demographischen Entwicklung gewarnt, die in eine Katastrophe enden könnte. Demografische Katastrophe kann auf die Zusammensetzung der Bevölkerung (das quantitative Verhältnis von Alten zu Jungen, das quantitative Verhältnis von allochthoner zu autochthoner Bevölkerung) als auch auf die Bevölkerungsanzahl an sich zielen (siehe Diskursstrang Niedergang der Nation).

Demografischer Winter

Das als ungünstig interpretierte Verhältnis von zahlenmäßig starker alter zu zahlenmäßig junger junger Bevölkerung ("Überalterung der Gesellschaft" / "Vergreisung unserer Heimat") wird auch mit dem Diskursstrang "Demografischer Winter" bezeichnet. "Winter" ist eine Metapher, die sowohl auf die letzte Lebensabschnitte von Menschen zielt, als auch auf die Phase des Niedergangs einer Gesellschaft. So findet sich in der "Tafel 'gleichzeitiger' Geistesepochen" in Oswald Spenglers "Untergang des Abendlandes" folgende Kennzeichnung der Phase "Winter": "Winter: Anbruch der weltstädtischen Zivilisation. Erlöschen der seelischen Gestaltungskraft. Das Leben selbst wird problematisch. Ethisch-praktische Tendenzen eines irreligiösen und unmethaphisischen Weltstädtertums."[1]

Bevölkerungsaustausch

Ein weitere Bedeutung von Demokratischer Katastrophe liegt in der Behauptung einer katastrophalen Entwicklung der eingewanderten zur sogenannten einheimischen Bevölkerung. Im Zusammenhang mit der Warnung vor dieser Entwicklung werden Diskursstränge wie Bevölkerungsausstausch, Umvolkung etc. bemüht, die die alarmistische Prognose mit einem absichtsvollen Verhalten der Regierungen verknüpfen.

Niedergang der Nation

Letztlich bedeute die Demografische Katastrophe einen Niedergang der Nation. Die Diskursstränge Demographische Katastrophe und Niedergang der Nation sind eng miteinander verknüpft.

Demografische Katastrophe als antifeministisches Narrativ

Oftmals wird die Warnung vor einer demografischen Katastrophe auf eine zu geringe Geburtenziffer in der Gesellschaft zurückgeführt, für wiederum die Emanzipation von Frauen bzw. Homosexuellen verantwortlich gemacht werde. Durch diese Emanziation würden Frauen ihrer "Mutterrolle" nicht mehr gerecht werden.

Äußerungen im Narrativ Demografische Katastrophe

"Der „Volkstod“ breitet sich immer weiter aus. Ein Phänomen, das in der modernen Zeit die gesamte westliche Zivilisation erfasst hat. Doch gerade Deutschland, das sich seit gut mehr als 65 Jahren im Würgegriff der vermeintlichen „Befreier“ befindet, leidet am stärksten unter all den durch Kapitalismus und Globalisierung geknechteten Völkern. Ursachen hierfür sind zum einen der indoktrinierte Selbsthass, der von Politik, Medien und anderen gesellschaftlichen Institutionen zelebriert wird. Die Menschen werden hier zum Spielball von fremden Mächten gemacht, die es schaffen, in die Psyche eines ganzen Volkes einzudringen. Zum anderen ist aber auch die übermäßig ausgeprägte Wohlstands- und Konsumgesellschaft daran schuld, dass die Menschen den Wert der Familie nicht mehr schützen und achten. [...] Dabei ist gerade die demographische Katastrophe ursächlich für alle gegenwärtigen und zukünftigen Krisen. [...] Aus ökonomischer Sicht wäre dies der SuperGau. [...] Aber auch aus soziokultureller Hinsicht wäre dieses Szenario der Untergang der Kulturnationen Europas. Die Familie ist die Keimzelle eines jeden Volkes. [...] Besorgniserregend ist auch die Tatsache, dass mit dem aufkommenden Hirngespinst Gender Mainstreaming diese katastrophale Entwicklung unserer Völker beschleunigt wird. Die Strategie des Gender Mainstreaming hat zwar erst gut 25 Jahre Bestand, die Ideologie dahinter ist jedoch wesentlich älter. Auch hat die Gender Ideologie großen Anteil an der Paarungsmüdigkeit der Deutschen, mitsamt ihren daraus resultierenden verheerenden Folgen."[3]
(siehe auch Narrative: Genderterror, Selbsthass, Gender-Ideologie, Europäische Hochkultur, Niedergang der Nation, Keimzelle der Nation, Drohender Volkstod, Genderwahn)


"Gender Mainstreaming – größtes Umerziehungsprogramm der Menschheit [...] Denn dies ist Gender in Reinform: Wer das natürliche Geschlecht abschaffen will, muss als erstes die Familie zerschlagen und den Mann in seine Grenzen weisen! Wer für Gender ist, muss auch gegen Kinder sein, gegen den Mann, gegen die Ehe, gegen die Familie! Gender Mainstreaming ist Hauptbestandteil der 'Familienpolitik' eines Staates, der von der demographischen Krise in seiner Existenz massiv bedroht ist."[4]
(siehe auch Narrative: Gender-Ideologie, Umerziehung)


  • Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun verfasste im Sommer 2004 für den rechtskatholischen Internetauftritt Kath.net einen Artikel mit folgenden Äußerungen:
"Wenn in Europa nicht sehr bald eine radikale Änderung kommt, wird es weiter vergreisen. Greise sterben. In das Vakuum strömen andere Völker ein und fordern nach Maßgabe ihrer Größe politische Macht. Noch nie in der Geschichte haben mächtige Gruppen oder Länder freiwillig auf Macht verzichtet. Das ist bei den Muslimen nicht anders, zumal ihnen ihre Religion das Durchsetzen ihrer Macht gebietet. [...] Ursache der demographischen Katastrophe ist die schon lange andauernde liberal-atheistische Politik in ganz Europa. Sie hat die Familie zerstört, sie macht es den Frauen unmöglich, bei ihren Kindern zu bleiben, und macht sie glauben, darin bestünde ihre Befreiung, sie hat die Sexualmoral in ihr Gegenteil verkehrt, sie propagiert Verhütung und erlaubt Abtreibung, sie belohnt Kinderlose und fördert mit Steuergeldern homosexuelle Partnerschaften. Also sind die Atheisten die Schuldigen? Ja, aber auch nein: Die eigentlich Schuldigen sind die Christen, Laien und Kleriker, die geschwiegen haben und untätig geblieben sind."(Andreas Laun)[5]
(siehe auch Narrative: Frauenerwerbstätigkeit zerstört Familie, Promiskuität)


  • Im NPD-Parteiprogramm heißt es zur Familie:
"Die kleinste Gemeinschaft innerhalb unseres Volkes ist die Familie. Auf ihr fußen Volk und Staat, weshalb der Familie auch die besondere Zuwendung und Fürsorge des Staates zuteil werden muß. Ihren natürlichen Ausdruck findet die Familie in der Ehe mit Kindern. Dies begründet den besonderen Schutz von Familie und Ehe. Homosexuelle Lebenspartnerschaften bilden keine Familie und dürfen nicht gefördert werden. Kinder brauchen Mutter und Vater für eine gesunde Entwicklung, aber auch alleinerziehende deutsche Mütter und Väter verdienen staatliche Unterstützung. [...] Die NPD bekennt sich zur Unterschiedlichkeit und Gleichwertigkeit von Mann und Frau und lehnt die naturwidrige Gender-Mainstreaming-Ideologie ab. [...] Die Familie – als Trägerin des biologischen Erbes – ist die Keimzelle des Volkes. Die besondere Bedeutung der Familie für die Zukunftsfähigkeit unseres Volkes wird angesichts einer katastrophalen Bevölkerungsentwicklung in einem vergreisenden Deutschland immer deutlicher."[6]
siehe auch Narrative Traditionelle Familie, Homosexuelle Promiskuität, Kinder brauchen Vater und Mutter, Gender-Ideologie, Keimzelle der Nation)


  • In einem Flyer der NPD-Fraktion Mecklenburg-Vorpommern ist zu lesen:
"Ist in der Öffentlichkeit heute von Familienpolitik die Rede, handelt es sich fast ausschließlich um Pläne, die auf die Erwerbstätigkeit von Müttern abzielen. Es hat sich eine totale Verwirtschaftlichung aller Lebensbereiche vollzogen. Der 'demographische' Supergau ist jedoch ein Beweis für fehlende Rahmenbedingungen. Jahrzehntelang wurden Familien von der Politik vernachlässigt und gesellschaftspolitisch an den Rand gedrängt. […] Das bedrohliche Ausmaß dieser Entwicklung wird von den Regierenden verharmlosend als 'demographischer Wandel' dargestellt und verschleiert das Ausbluten und die Vergreisung unserer Heimat. […] Diese gefährliche Entwicklung veranlaßte die NPD-Landtagsfraktion unter dem Motto 'Drohenden Volkstod stoppen – Diskriminierung deutscher Großfamilien beenden' (Drucksache 5/3971)- eine Initiative ins Leben zu rufen, welche geeignete Maßnahmen gegen die Diskriminierung deutscher Großfamilien und für den Erhalt der kleinsten biologischen Keimzelle unseres Volkes aufzeigt."(NPD Fraktion Mecklenburg-Vorpommern[7])
(siehe auch Narrative: Frauenerwerbstätigkeit zerstört Familie, Drohender Volkstod, Keimzelle der Nation)


"Geburtenkrise in Deutschland: Vor allem ein moralisches Problem. Erneut sind in Deutschland die Geburtenzahlen gesunken. Pro 1000 Einwohner wurden 2008 nur noch 8,3 Kinder geboren. Damit ist Deutschland nun Schlusslicht in der EU der 27. [...] Es war das Ziel der kulturellen Revolution der 68er, die bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft zu beseitigen. Den Vordenkern war schon in den 30er Jahren klar, dass als Voraussetzung dafür die traditionelle Familie überwunden werden muss. [...] Durch eine Sexualisierung schon in der Kindheit würden die Heranwachsenden dann nicht mehr in der Lage sein, stabile Familienverhältnisse aufzubauen. Genau das ist eingetreten. Die „sexuelle Befreiung“ und die Einführung der „Antibabypille“ haben zu einem hemmungslosen Hedonismus geführt. Und falls die Pille einmal nicht hielt, was sie versprach, konnten die Frauen ab den 70ern sich des Babys mit Hilfe der Abtreibung entledigen. Heute bekommt schon die nachfolgende Generation keine Kinder mehr, denn die falsch verstandene Freiheit wird weiterhin gepredigt. [...] Das Parlament von Litauen hat vorbildlich beschlossen, sämtliche Propaganda von Homosexualität, sei es in der Werbung oder an den Schulen, zu verbieten. Solche Schritte wären auch in Deutschland nötig. Die Zeitschrift Bravo gehörte zensiert, wie auch deren Internetseite, die öffentliche Auslage von pornographischen Schriften in Tankstellen gehörte verboten, denn die Augen der Kinder wandern immer direkt an ihnen entlang."[8]
(siehe auch Narrative: Traditionelle Familie, Frühsexualisierung, Promiskuität, Homolobby)


"Andere Länder stemmen sich mit aller Kraft gegen den demografischen Niedergang. Doch Deutschland bleibt blind auf Katastrophenkurs. Vermutlich beendet erst der Zusammenbruch des Rentensystems den Gebärstreik der Deutschen. [...] Die Zahl der Kinder zu erhöhen, ist kein politisches Ziel der Bundesregierung. Manuela Schwesig, die Familienministerin, hat mehrfach deutlich gemacht, dass Geburtenzahlen nicht im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit stehen. Sie will als Gleichstellerin wahrgenommen werden. [...] Eine Generation, die derart in Saus und Braus leben kann, wie die heute über 50-Jährigen, gab es nie in der Geschichte und wird es nie wieder geben. [...] Der Rentenstaat hat ein Lebensmodell möglich gemacht, das zuvor der totalen Erniedrigung gleichkam [...] Das Alterselend der Kinderlosen wurde nach Bismarck mit jedem Ausbauschritt der Rentenversicherung weniger drohend. Natürlich blieb Kinderlosigkeit zunächst ein Makel. Soziale Prägungen halten lange vor. Aber die Menschen merkten über die Jahrzehnte, dass keine Kinder zu haben dank Rente eine Alternative ist, die zumindest finanziell sehr attraktiv ist. [...] Für den abnehmenden Fortpflanzungswillen mögen durchaus auch noch ein paar gewichtige andere Faktoren jenseits der Aufmerksamkeit des Ökonomen eine Rolle spielen. Zum Beispiel der Niedergang der Religion in der westlichen Welt. Aber solche weichen Faktoren liegen auch nicht als bevölkerungspolitischer Hebel in der Hand der Politik. [...] Vielleicht wird für künftige Generationen angesichts zusammengebrochener staatlicher Sicherungssysteme, ein Leben ohne eigene Kinder wieder das werden, was es jahrhundertelang war: ein wenig erstrebenswertes Lebensmodell." [9]
(siehe auch Narrative: Niedergang der Nation, Luxusproblem Gender, Rentenstaat)


»Die Altparteien sprechen immer beschwichtigend von einem ›demographischen Wandel‹, den man begleiten müsse. Mit Verlaub, das ist dümmliches Geschwätz. Thüringen befindet sich mitten in einer demographischen Katastrophe.« (Björn Höcke)[10] »Thüringen befindet sich mitten in einer demographischen Katastrophe.« (Björn Höcke)[11]


"Warum hatten die internationalen Programme zur Frauenemanzipation und Geburtenreduktion in der westlichen Welt einen solchen Erfolg? Erstens, weil seit den 1960er Jahren die Pille populär wurde. Zweitens, weil innerhalb der Bürgerrechtsbewegungen die Frauenemanzipation und die feministischen Bewegungen Wasser auf die Mühlen der UNO waren. Und drittens, weil die Verstädterung [...] sowie der Anstieg der Lebensqualität durch die zweite industrielle Revolution [...] die Lebensweise veränderten. Verstärkt wurde diese Entwicklung durch die bewusst vorangetriebene sexuelle Revolution, die bis heute ihre Ideologie pädagogisch und didaktisch bis in die Schulen und Kindergärten durchgereicht hat. Die Wucht dieser Kombination unterschiedlicher Faktoren hat dazu geführt, dass in den Industrieländern ein demographischer Winter eingetreten ist und die Überalterung der Bevölkerung droht."(ISSB e. V.)[13]
(siehe auch Narrativ Frauenemanzipation und Bevölkerungsreduktion)


"Nicht nur als Bollwerk gegen die Überfremdung sind Polen und Ungarn derzeit Vorreiter, sondern auch als Motoren zur Bekämpfung der demographischen Katastrophe. [...] Bis 2030 müsse die Geburtenrate auf 2,1 Kinder je Frau gesteigert werden, forderte Orban im Mai auf dem Budapest Demographic Forum."[14]
(siehe auch Narrativ Überfremdung)


  • Der neonazistische III. Weg schreibt auf seiner Internetpräsenz im August 2016:
"Vom Genderwahn zum Volkstod [...] Das Dach eines sexuellen Umerziehungsplanes ist die sogenannte „Gender Ideologie“. Sie behauptet, alle Menschen seien gleich. [...] Wir verstehen uns als familienfreundliche und nationale Gemeinschaft. [...] Zu dieser Gesellschaftsordnung gehören unbedingt wieder gesunde und kinderreiche Familien, um der demographischen Katastrophe entgegen zu steuern. Gegen die herrschende Dekadenz der Volksverräter geben wir der Familie als Keimzelle der völkischen Gemeinschaft oberste Priorität beim Erhalt von Volk und Vaterland. [...] Menschenverachtend ist folgerichtig nicht die lebensbejahende Idee der Gemeinschaft eines Volkes, das gesund in seinen natürlichen Eigenarten wächst und blüht, nein, menschenverachtend ist die Bekämpfung der traditionellen Familie, die propagandistische Förderung der Homo-Lobby, die Verleugnung der natürlichen Geschlechter und die perversen Sexualexperimente an unseren Kindern." (Der III. Weg)[15]
(siehe auch Narrative Drohender Volkstod, Gender-Wahn, Umerziehung, Gender-Ideologie, Dekadenz, Keimzelle der Nation, Traditionelle Familie, Homolobby, Frühsexualisierung)


"Wir müssen kehrt machen aus der fatalen Sackgasse, als die sich die Verbindung von wachsender Erwerbsarbeit, hedonistischer materieller Selbstverwirklichung und Feminismus erwiesen hat. Im Gegensatz dazu müssen Mutterschaft und Familie ermöglicht und gestärkt, die Eigenverantwortung für die Betreuung und Erziehung der Kinder anerkannt und honoriert sowie der hunderttausendfachen Tötung von Ungeborenen entgegengewirkt und den Frauen in Not wirksam geholfen werden. Das SZW steht für eine Kultur der Lebensbejahung."[16]
(siehe auch Narrative: Lebensschutz)


  • Am 23.02.2018 äußerte sich der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Reichardt in einer Rede im Bundestag zum "Elterngeld plus" unter anderem folgendermaßen:
"Deutschland ist bedroht von einer demografischen Katastrophe, und gegen die muss diese Regierung endlich vorgehen. Seit Anfang der 70er-Jahre sterben mehr Deutsche als geboren werden, zurzeit etwa 200 000 pro Jahr. Diesen Prozess der Überalterns und Aussterbens des Souveräns hat die jetzige Bundesregierung mit der populistischen Phrase vom demografischen Wandel schöngefärbt. [...] Große Würfe wagen Sie lediglich im Rahmen einer qualitativ und quantitativ schlechten Bevölkerungspolitik. Sie geben das Geld, das für eine verantwortungsvolle Familienpolitik benötigt wird, für die millionenfache Einwanderung in die Sozialsysteme aus, und das ist eine Schande."[17]
(siehe auch Narrativ: Niedergang der Nation)


"Wenn Ihnen wirklich an einer Verbesserung der Situation von Familien, Kindern, Frauen und übrigens auch Männern in Deutschland gelegen wäre [...] Dann würden Sie mit der AfD die finanziellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass mehr junge Menschen den Mut finden, eine Familie zu gründen, damit Deutschland sich nicht abschafft [...] Sie würden nicht ständig Gender- und Geschlechtervielfalt zum Alleinseligmachenden erklären, sondern Ehe und Familie als staatstragende Institutionen schützen, Alleinerziehende stärken und die staatlich aufgezwungene unnatürliche Frühsexualisierung unserer Kleinsten in Kitas und Grundschulen verhindern. [...] Aber die Familienpolitik, die diese Regierung betreiben will, wird leider rein gar nichts daran ändern, dass die demografische Katastrophe, auf die wir zusteuern, weiter ihren verhängnisvollen Lauf nehmen wird.[18]
(siehe auch Narrative: Niedergang der Nation, Frühsexualisierung)

Verkettungen mit anderen antifeministischen Narrativen

Die oben genannten Äußerungen zeigen, dass das Narrativ Demografische Katastrophe mit folgenden Narrativen verkettet ist, die ebenfalls als „antifeministisch“ identifiziert wurden. Hierbei ist zu beachten, dass ein Ausdruck verschiedene Bedeutungen haben und für verschiedene Erzählungen - also für verschiedene Narrative - stehen kann. Daher findet hier nicht der Ausdruck an sich, sondern eine bestimmte Lesart dieses Ausdruck, ein bestimmtes Narrativ, nämlich das antifeministische Narrativ, Beachtung.

Literatur

  • Janna Petersen, Stella Hindemith (2015): Die Kampagne »Volkstod« – das aktuelle Thema des demographischen Wandels wird umgedeutet, in: Frauen und Rechtsextremismus in Mecklenburg-Vorpommern. Eine Broschüre des Vereins »Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern e.V.« in Kooperation mit der Amadeu Antonio Stiftung (verantwortlich) im Auftrag des Landesfrauenrates M-V e.V., S. 55-60 Link (PDF)
  • Susanne Schultz (2016): Die zukünftige Nation. Demografisierung von Migrationspolitik und neue Konjunkturen des Rassismus. In: movements. Journal for Critical Migration and Border Regime Studies 2 (1). Link
  • Schultz, Susanne (2013): Familienpolitik und die „demografische Chance“. Zur postkatastrophistischen Phase einer neuen deutschen Bevölkerungspolitik. In: Prokla 173. 539–562.

Einzelnachweise

  1. Oswald Spengler (1920): Untergang des Abendlandes. Umrisse einer Morphologie des Abendlandes. Erster Band: Gestalt und Wirklichkeit, München, S. 96
  2. Eike Sanders: »free-gender«, in: Antifaschistisches Info-Blatt 3/2010 vom 12.09.2010
  3. Free-Gender: Raus aus den Köpfen. Genderterror abschaffen, Bielefeld 2011, PDF
  4. Eva Herman (2010):Gender Mainstreaming – größtes Umerziehungsprogramm der Menschheit, in: Info-Koppverlag.de vom 15.01.2010 Link
  5. Andres Laun: Die demographische Vergreisung Europas und der Islam, in: kath.net vom 03. Juni 2004, Link
  6. Internetpräsenz der NPD Heilbronn: NPD-Parteiprogramm, S. 3
  7. Flyer der NPD Fraktion Mecklenburg-Vorpommern: »Deutsche Kinder braucht das Land! Volkstod stoppen!«  Link (PDF)
  8. Paul von Oldenburg: Geburtenkrise in Deutschland: Vor allem ein moralisches Problem, in: Kultur und Medien online vom 05. August 2009
  9. Ferdinand Knauß: Deutschland riskiert die Bevölkerungskatastrophe, in: WirtschaftsWoche vom 23.06.204
  10. Höcke, Björn (2014): »Die AfD betreibt keinen billigen Populismus!« Arnstädter Stadtecho im Gespräch mit Björn Höcke – Spitzenkandidat der AfD in Thüringen, gespiegelt als pdf auf der Internetseite der AfD Nordhausen, Eichsfeld, Mühlhausen vom 4. 9. 2014
  11. Höcke, Björn (2014): AfD als identitäre Kraft. Interview mit der Blauen Narzisse vom 13. 8. 2014
  12. Internetpräsenz vom ISSB: Über mich
  13. Institut für Strategische Studien Berlin (ISSB e.V.): Zuerst die Bevölkerungsreduktion, dann die Massenmigration. Das größte demographische Experiment aller Zeiten, in: Freie Welt vom 24.02.2017
  14. Martin Müller-Mertens: Der neue Warschauer Pakt, in: Compact. Magazin für Souveränität, Nr. 1/2018, S. 24
  15. Der III. Weg: Vom Genderwahn zum Volkstod, in: Internetpräsenz vom III. Weg', 12.08.2016
  16. Studienzentrum Weikersheim: Weikersheimer
  17. Martin Reichardt: Redebeitrag im Bundesparlament am 23. Februar 2018, in: Deutscher Bundestag – 19 Wahlperiode – 15 Sitzung Berlin, Freitag, den 23. Februar 2018
  18. Mariana Iris Harder-Kühnel: Redebeitrag im Bundesparlament am 22 März 2018, in: Deutscher Bundestag – 19 Wahlperiode – 23 Sitzung Berlin, Donnerstag, den 22. März 2018